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Nach 20 Jahren: ICQ-Rivale AIM macht dicht

AIM. (Bild: AOL)

Der sich rasant ändernde Umgang mit Kommunikationsplattformen im Internet fordert ein weiteres Opfer: Nach 20 Jahren wird ICQ-Konkurrent AIM am 15. Dezember seine Pforten schließen.

AOL schließt AIM: Login nur noch bis 15. Dezember

Schon im März hatte wie AOL mitteilt.

ICQ-Konkurrent: AIM, der AOL Instant Messenger, schließt Mitte Dezember für immer seine Pforten. (Gif: AIM/Tumblr)

Bis zum 15. Dezember können Nutzer sich noch auf der AIM-Plattform einloggen und bis dahin Fotos, Videos und Chats manuell sichern – eine Backup-Funktion stellt AOL (jetzt Oath) nicht bereit. Die Buddy-Liste kann nicht exportiert werden, wie es auf einer eigens eingerichteten Support-Seite heißt. Bis Mitte Dezember sollen auch die Download-Links für die offiziellen Clients nach und nach entfernt werden. Einen direkten Nachfolger für den Instant-Messenger wird es nicht geben, allerdings arbeite das Unternehmen an neuen Produkten. Welche das sind, ist noch nicht bekannt.

Aus für AIM: Wechat, Facebook-Messenger und Whatsapp dominieren den Markt

Als Grund für das Aus von AIM gab AOL/Oath an, dass sich die Art und Weise, wie die Menschen miteinander kommunizieren, in den vergangenen Jahren drastisch geändert habe. Mittlerweile dominieren Messaging-Services wie der Facebook-Messenger und Whatsapp den Markt. In Asien wird unter anderem auf den chinesischen Dienst Wechat gesetzt.

Wie AIM gehörte auch Instant-Messenger-Konkurrent ICQ zu AOL. Während mit AIM vor allem in Nordamerika gechattet wurde – 2006 hatte der Dienst dort einen Marktanteil von 52 Prozent –, war ICQ in Europa und Russland weit verbreitet. ICQ, das seit 2010 zum russischen Konzern Mail.ru gehört und von diesem weiter betrieben wird, feierte im vergangenen Jahr seinen 20. Geburtstag.

Interessant in diesem Zusammenhang: Mein ICQ-Protokoll aus dem Jahr 2000 – Die schrägen Tage im Netz von damals

via www.theverge.com

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