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Powernapping und Konsole zocken: Ein Blick in den Ideenzug der Deutschen Bahn

Deutsche Bahn. (Foto: Leonid Andronov/Shutterstock)

Wie sich die Deutsche Bahn das Zugfahren der Zukunft vorstellt, zeigt der Konzern in seinem Ideenzug. Damit soll dem Auto Konkurrenz gemacht und die Bahn „endlich wieder sexy werden“.

Schon jetzt fahren die meisten Pendler auf kürzeren Strecken lieber mit dem Auto als mit der Bahn zur Arbeit. Mit dem Aufkommen autonomer Fahrzeuge droht die Bahn bald auch noch den letzten Vorteil, die sogenannte Nutzzeit, zu verlieren. Warum sollte man sich noch in oft unpünktliche, überfüllte Bahnabteile mit unangenehmen Mitreisenden zwängen, wenn man auch im Auto lesen, schlafen oder am Smartphone spielen kann? Das hat sich auch die Deutsche Bahn gefragt. Ihre Antwort ist der Ideenzug.

Ideenzug der Deutschen Bahng: Powernapping auf dem Weg zur Arbeit. (Bild: Deutsche Bahn)

Ideenzug: Spielekonsolen und Spielparadies

Darin wurden in monatelanger Vorarbeit „völlig neue Gestaltungsideen für den Fahrzeuginnenraum entwickelt“, wie Jörg Sandvoß, Vorstandsvorsitzender DB Regio erklärte. Zu diesen Ideen gehören etwa moderne Sitzmöglichkeiten wie Drehsessel, Sitzbänke oder Klappsitze, aber auch ein Sportstudio, eine Premiumkabine, Public-Viewing-Bereiche oder eine Powernapping-Area. Spielekonsolen sowie ein Spielparadies könnten in künftigen Regionalbahnen ebenso an Bord sein wie ein Lounge-Bereich mit Snackautomaten.

Ideenzug der Deutschen Bahn
Ideenzug. (Bild: Deutsche Bahn)

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Insgesamt 22 solcher Module wurden von dem Projektteam für den Ideenzug entworfen. Dieser wurde in den Maßen eines herkömmlichen Doppelstockwagens mit einer Länge von 27 Metern und 5 Metern Höhe gebaut und soll jetzt von Kunden getestet werden. In einer Industriehalle bei Frankfurt kann man sich den Ideenzug anschauen. Allerdings werden nicht alle Module in künftigen Zügen umgesetzt, sondern je nach Ausschreibung, Länge der Strecke oder Pendler-Klientel jeweils nur einige wenige. Über die Kriterien, die zu erfüllen sind, entscheiden die Bundesländer, schreibt die Hannoversche Allgemeine.

Die Bahn müsse die Länder überzeugen, dass sie nachlegen müsse, wenn sie mit autonomen Autos mithalten wolle, zitiert die Zeitung den Projektleiter des Ideenzugs, Carsten Hutzler. Die Teammitglieder hoffen jedenfalls darauf, dass möglichst viel davon umgesetzt werde. „Wir müssen endlich wieder sexy werden“, sagte Hutzler. Viele Pendler dürften allerdings schon damit zufrieden sein, wenn die Züge pünktlich und sauber sind und sie einen Sitzplatz finden.

Ebenfalls interessant: Der t3n-Podcast „So will sich die Deutsche Bahn digitalisieren

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