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Identifizierung: Australien will Pornokonsumenten zur Gesichtserkennung zwingen

(Bild: wavebreakmedia/ Shutterstock)

In Australien droht Pornokonsumenten Ungemach. Wer in Down Under künftig Pornos schauen will, könnte gezwungen sein, sich zwecks Alterskontrolle per Gesichtserkennung zu identifizieren.

Großbritannien hat erst vor wenigen Tagen seine Pläne für eine strengere Nutzeridentifizierung beim Besuch von Websites mit pornografischen oder Glückspielinhalten gestoppt. In Australien könnte eine rigide Vorabkontrolle jetzt aber bald Realität werden. Demnach soll das australische Innenministerium den Vorschlag unterbreitet haben, die im Aufbau befindliche Datenbank zur Gesichtserkennung auch beim Besuch von Websites mit Erwachseneninhalten einzusetzen, wie C-Net berichtet. Zuvor hatten Politiker neue Vorschläge für eine Art Pornofilter verlangt.

Alter über Gesichtserkennung verifizieren

Über den sogenannten Face-Verification-Service könnten künftig Aufnahmen von Internetnutzern mit Fotos der von ihnen zur Bestätigung ihres Alters vorgelegten Dokumente in einer entsprechenden Datenbank abgeglichen werden. Damit sollen die Identität sowie das Alter der Nutzer zweifelsfrei bestätigt werden können. Das Innenministerium gab an, so etwa verhindern zu können, dass Minderjährige sich mit den Führerscheinen ihrer Eltern Zugang zu Porno- oder Glückspielseiten verschaffen könnten.

Die Datenbank für die staatliche Gesichtserkennung ist in Australien schon 2016 an den Start gegangen. Zugriff darauf haben Behörden wie die australische Bundespolizei. Bisher ist die Zahl der dort gespeicherten Bilder aber offenbar begrenzt. Laut C-Net plant die Regierung, die Inhalte um Fotos auf Führerscheinen zu erweitern, um eine größere Anzahl der Bevölkerung zu erfassen. Wie genau sich das Innenministerium die Verifizierung auf Online-Plattformen anhand von Nutzerbildern vorstellt, ist nicht klar.

Pornofilter-Pleite in Australien schon 2008

Klar ist dagegen, dass vor allem religiöse Gruppen stärker auf den Schutz Minderjähriger vor pornografischen Inhalten pochen. Bürgerrechtler warnen wiederum vor möglichen Gefahren eines solchen Filters für Privatsphäre und Datenschutz von Internetnutzern in Australien. Schon vor über zehn Jahren hatte die australische Regierung ein 53 Millionen Euro schweres Pornofilter-Programm gestartet, das sich allerdings als Fehlschuss erwiesen hat.

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