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Sicherheitslücke bei iMessage kann ältere iOS-Versionen unbenutzbar machen

(Foto: Shutterstock)

In Apples iMessage wurde eine Sicherheitslücke gefunden. Mit einer einzigen Textnachricht lassen sich iPhones und iPads im wahrsten Sinne des Wortes ausschalten.


Mithilfe einer manipulierten Textnachricht, die via iMessage versendet wird, ist es möglich, ein iPhone oder ein iPad mit einer iOS-Version vor 12.3 komplett lahmzulegen. Die betroffenen Geräte funktionieren auch nach einem Neustart nicht mehr und müssen komplett zurückgesetzt und neu aufgesetzt werden. Erst dann kann ein Backup eingespielt werden. Je nachdem wann das letzte Backup erstellt wurde, ist es wahrscheinlich, dass auch Daten verloren gehen.

Entdeckt wurde der Fehler von Natalie Silvanovich, Sicherheitsforscherin bei Googles Project Zero, wie Forbes berichtet. In ihrem Bericht beschreibt sie, wie die Sicherheitsanfälligkeit im Bezug auf fehlerhafte Nachrichten dazu führen kann, dass ein Gerät abstürzt. Betroffen ist der iOS-Prozess Springboard, der für den Homescreen verantwortlich ist. Beim Empfang der Nachricht stürzt Springboard ab und startet dann wieder neu. Dieses Prozedere wiederholt sich immer und immer wieder, sodass die Benutzeroberfläche nicht mehr angezeigt wird und das Smartphone nicht mehr auf Eingaben reagiert.

Durch Erhalt der manipulierten Nachricht wird also ein Zustand erzeugt, der einen harten Reset übersetzt und das iPhone ab dem Zeitpunkt des Entsperrens unbrauchbar macht. Die einzige Option, das Gerät zu reparieren, bietet der Neustart im Wiederherstellungsmodus.

Geräte sollten auf dem neuesten Stand sein

Wie aus Silvanovichs Bericht vom 19. April hervorgeht, reagierte Apple bereits auf die Sicherheitslücke und beseitigte diese mit dem Update auf iOS 12.3, das am 13. Mai veröffentlicht wurde. Nutzer, deren iPhone sich auf dem neuesten Stand befindet, haben also keinen Grund, in Panik zu geraten. Allen anderen wird geraten, das aktuelle Update einzuspielen.

Ältere Geräte, die iOS 12 nicht unterstützen, sind eventuell weiterhin angreifbar. Eine offizielle Bestätigung dazu gibt es allerdings nicht.

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