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Immer noch teure Kostenfallen? Verbraucherschutzministerin für Verbesserung der EU-Roaming-Reform

(Foto: Shutterstock / fizkes)

Ausgerechnet die Verbraucherschutzministerin ist letztens in eine Kostenfalle bei den EU-Regeln fürs grenzüberschreitende Telefonieren und Surfen getappt. Sie macht sich nun für Korrekturen stark.

Verbraucherschutzministerin Katarina Barley (SPD) setzt sich angesichts möglicher Kostenfallen für eine Verbesserung der EU-Roaming-Regelungen beim Mobilfunk ein. „Daran arbeiten wir alle gemeinsam“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die EU-Ebene. Zwar koste das Telefonieren vom EU-Ausland nach Hause im Urlaub inzwischen genauso so viel wie im Inland. „Aber das gilt nicht für das Telefonieren von zu Hause in ein anderes EU-Land.“ Das könne dann sehr teuer werden. „Hier ist Aufklärung wichtig.“

Man habe zumindest schon sichergestellt, dass diese Tarife in Zukunft erschwinglicher und günstiger werden, sagte Barley zu EU-Beschlüssen, die für den Herbst geplant sind. Ein Problem ist zudem, dass viele Nutzer zum Beispiel nicht wissen, dass bei einer Schiffsreise im Urlaub – etwa von Genua nach Sizilien – die Roaming-Regeln mit den gleichen Kosten wie zu Hause nicht gelten. Diese gelten nur für Internet-Surfen und Telefonieren auf dem Land (terrestrische Verbindungen), nicht aber auf See. So können Zusatzkosten drohen.

Kostenfalle macht auch vor Barley nicht Halt

„Ich fände es gut, wenn Verbraucher informiert werden, wenn sie einen bestimmten Kostenwert überschritten haben, so dass sie am Ende nicht auf einem riesigen Gebührenberg sitzen“, schlug Barley vor. Die Aufklärungspflichten für die Telekommunikationsdienstleister müsse man sich noch einmal anschauen. „In einem Europa, das vom Austausch lebt, und wo man möchte, dass Menschen auch mal in anderen Ländern leben, ist es wichtig, dass die Menschen auch vernünftig miteinander kommunizieren können.“

Ausgerechnet die Verbraucherschutzministerin selbst war jüngst in die bestehenden Kostenfallen getappt. Barley telefoniert viel in die Niederlande, seitdem sie mit dem Basketball-Trainer Marco van den Berg liiert ist, der in Amsterdam arbeitet und zuvor den Zweitligisten Römerstrom Gladiators Trier trainiert hatte.

Sie bekam eine Rechnung über rund 400 Euro, rief den Anbieter an und erfuhr, dass in diesem Fall die Roaming-Regelungen nicht greifen. Wenn Barley aber von ihrer Heimat Trier zum Beispiel wenige Kilometer hinüber nach Luxemburg fahren würde und von dort aus in den Niederlanden anruft, wäre es weit billiger für sie. Oder aber wenn sie eine Simkarte auch eines Anbieters aus einem anderen EU-Land hätte – aber da würde man sich in einer Grauzone bewegen. dpa

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