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Indien bestätigt: Atomkraftwerk gehackt

Eine nordkoreanische Gruppe hat sich in das Netzwerk eines indischen Atomkraftwerks gehackt. (Foto: GlebSStock/ Shutterstock)

Das Verwaltungs-Netzwerk eines indischen Atomkraftwerks wurde gehackt. Dahinter steckt wohl eine nordkoreanische Gruppe.

Das indische Atomkraftwerk Kudankulam ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Das hat die Nuclear Power Corporation (NPCIL), das staatliche Unternehmen, das die indischen Atomkraftwerke betreibt, jetzt offiziell bestätigt. Das Verwaltungsnetzwerk sei von der Schadsoftware betroffen.

Noch einen Tag zuvor habe die NPCIL Socia-Media-Gerüchte über einen solchen Angriff abgestritten, wie verschiedene Medien berichten.

Kritisches Netz nicht betroffen

Die indische Agentur für Cybersicherheitsbedrohungen hätte den Vorfall bemerkt und am 4. September gemeldet. Dem Hinweis sei sofort nachgegangen worden. Der infizierte Computer habe einem Nutzer gehört, der mit dem Netzwerk für Verwaltungszwecke verbunden gewesen sei.

Das betroffene Netz sei nicht mit dem kritischen Netzwerk zum Betrieb des Kraftwerks verbunden. Die Fabrikanlagen seien nicht betroffen. Ob Daten gestohlen wurden, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Nordkoreanische Gruppe steckt hinter Angriff

Laut Experten für Hackerangriffe wie Pukhraj Singh, ehemals Analyst für die indische Regierung, handelt es sich bei der Schadsoftware um Dtrack. Dieses Spionagetool wurde Kaspersky zufolge bereits bei indischen Finanzinstituten und Forschungszentren gefunden – dahinter steckt demnach die nordkoreanische Gruppe Lazarus. Diese Gruppe konzentriert sich Kaspersky zufolge auf Cyperspionage- oder Sabotage-Operationen, aber auch auf Angriffe mit dem Ziel, Geld zu stehlen.

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