Analyse

Influencer-Marketing wirkt nicht nur bei Teenies

(Grafik: Shutterstock)

Influencer-Marketing wird oft noch belächelt. Man punkte ohnehin nur bei wenig kaufkräftigen Kids, heißt es dann. Doch stimmt das überhaupt? Eine repräsentative Studie kommt zu einem anderen Ergebnis.

Für die Studie zur Bedeutung von Influencer-Marketing in Deutschland hat Goldmedia im Auftrag des Dienstleisters für Influencer-Marketing-Kampagnen Influry insgesamt gut 1.600 Onliner ab 14 Jahren befragt. Die Ergebnisse kann man durchaus als überraschend bezeichnen. Denn die Marktforscher kommen zu der Schlussfolgerung, dass Influencer-Marketing eben nicht nur bei Kids funktioniert.

Laut der Studie werden Produktplatzierungen von Youtubern, Instagrammern und anderen Social-Media-Größen bereits von mehr als einem Viertel – nämlich 26 Prozent – aller Internetnutzer in Deutschland wahrgenommen. Besonders hohe Zuspruchswerte gibt es aber keinesfalls nur bei Teenagern: Zwar sagen satte 37 Prozent der 14- bis 17-Jährigen, bereits durch Influencer-Marketing auf Marken und Produkte aufmerksam geworden zu sein. Doch bei den 18- bis 23-Jährigen ist der Anteil mit 39 Prozent sogar noch größer. Auch die 24- bis 29-Jährigen scheinen sehr affin zu sein, wenn es um Influencer geht. 34 Prozent geben an, über solche Web-Promis auf Produkte aufmerksam geworden zu sein. Selbst bei den den 30- bis 49-Jährigen ist der Anteil mit 23 Prozent noch ordentlich.

Anteil deutscher Onliner, die ein von einem Influencer beworbenes Produkt später auch gekauft haben

(Quelle: Goldmedia)

(Quelle: Goldmedia)

Für Marketing-Entscheider besonders relevant ist, dass Influencer-Marketing nicht nur wahrgenommen wird, sondern offenbar auch eine stark verkaufsfördernde Wirkung hat. Besonders ausgeprägt ist die Kaufbereitschaft freilich bei der jungen Zielgruppe. Bezogen auf alle befragten Internetnutzer zeigt die Studie, dass 16 Prozent der 14- bis 29-Jährigen ein durch Influencer präsentiertes Produkt oder einen Service später auch gekauft haben. Bei den 14- bis 17-Jährigen ist es sogar jede Fünfte, der durch Influencer direkt zum Kaufen motiviert wird. Immerhin noch sieben Prozent sind es im Schnitt bei den 30- bis 49-Jährigen.

Nimmt man nur jene Onliner als Basis, die Branded Content von Influencern bewusst wahrnehmen, dann steigt der Anteil bei den 14- bis 29-Jährigen sogar auf satte 43 Prozent an. Das ist beinahe jeder Zweite in dieser Altersgruppe. Bei den 30- bis 49- Jährigen sitzt der Geldbeutel nicht ganz so locker. Aber auch hier sind es immerhin noch 29 Prozent, die angeben, das Produkt gekauft zu haben.

Aus Sicht von Influry-Geschäftsführer Levin Vostell zeigt die Studie, dass es sich für Werbungtreibende lohnt, die Reputation von Influencern zu nutzen. „Eine strategisch geplante Integration von Influencern in den Marketing-Mix ist ein Muss. Dabei bieten neue Tools und Strukturen die Möglichkeit, einfach und schnell die passenden Influencer zu identifizieren und diese zielgruppenspezifisch für Kampagnen zu buchen“, so Vostell. Erst dann biete Influencer Marketing ein immenses Potenzial.

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Ein Kommentar
catric

Hartes Lesematerial für jemanden, der sich in dem Bereich nicht auskennt, geschweige überhaupt BWL oder Marketing Wissen in seinem Gedächtnis hat. Die Häufigsten Wörter in dem Beitrag: Influencer, Social Media und Marketing. 14 – 18 Jährige können sich wirklich glücklich schätzen wenn das Wissen vorhanden ist, das benötigt wird um überhaupt auf so eine Idee zu kommen eine Umsetzung des „Neuen-Social-Media-Zeitalters“ stand zu halten.
Menschen, die nicht wissen was sie wann und warum tun, aber es trotzdem machen „weil andere es auch machen“ sind schon in der Beeinflussung des eigentlichen Konzepts.
Die Ausrichtung des Ganzen stellt eine zu starke Verbindung in der Medienwelt dar.

Kompliziert geschrieben? Vielleicht, aber ich kann es nicht anders ausdru(ü)cken. Zum Glück gibt es noch Kinder, die spielen – am vernetzten Medium Internet. Gefangen im Netz der Möglichkeiten mit viel Sinn aber mehr Wissen das die Welt nicht brauchen kann.

Informationen auf die man stößt (vielleicht auch mein Text) muss nicht unbedingt der wirklichen Wahrheit entsprechen – man entdeckt etwas – wusste gar nicht dass es das überhaupt gibt und ist dann mittendrin.

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