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Digitalisierte Arbeitswelt: Der Ingenieur muss sich neu erfinden

Muss der Ingenieur sein Berufsbild neu entwerfen?
(Bild: VDI Wissensforum)

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Experten sind sich einig: Nicht nur Geschäftsmodelle und Prozesse unterliegen im Zuge der Digitalisierung einem Wandel, sondern auch der Beruf des Ingenieurs selbst. Was das bedeutet, beleuchtet das New-Work-Event #nwing.

Hat das Erfolgsmodell des „Dipl.-Ing.“ noch eine Zukunft? Und wenn ja, wie sieht sie aus?  Welche neuen Anforderungen stellt sie an die rund 1,5 Millionen Ingenieure, die in deutschen Unternehmen tätig sind? Antworten hat die #nwing, das erste New-Work-Event für Ingenieure. Gastgeber der Konferenz am 7. und 8. November 2018 im Boui Boui Bilk in Düsseldorf ist das VDI Wissensforum. Angeschlossen sind auch eine Ausstellung und Unternehmensbesichtigungen. Die #nwing richtet einen 360-Grad-Blick auf den aktuellen Kulturwandel der Ingenieure, ihre Arbeit, Aus- und Weiterbildung sowie die Zukunft der Unternehmen, die auf Ingenieure setzen.

Zwischen Agilität und Chaos

Für Gerrit Pohl, Chief Digital Officer des ADAC und einer der #nwing-Keynote-Speaker, greift bereits der Begriff „digitale Transformation“ viel zu kurz. „Betroffen von den Veränderungen sind schließlich alle Unternehmensbereiche – auch die analogen.“ Er sieht eine wachsende Verantwortung vor allem für die Führungskräfte, die neue Wege und Freiheiten ermöglichen, aber gleichzeitig auch ihrer hierarchischen Rolle gerecht werden müssten. „Zwischen Agilität und Chaos liegt eine ganz dünne Grenze.“ Die Herausforderung liege darin, eine unternehmensindividuelle Arbeitsmethodik zu finden, die den sich schnell wandelnden Erfordernissen gerecht wird.

Neue Arbeitsumgebung von Ingenieuren
Nicht nur die Arbeitsumgebungen von Ingenieuren werden sich verändern. (Foto: Unsplash/venveo)

Der Ingenieur als Problemlöser

Falk Bothe, Director Digital Transformation Office bei Volkswagen, spricht ebenfalls auf der New-Work-Konferenz. Er erwartet, dass es die klassischen Abteilungen von heute in Zukunft immer weniger geben wird. Sie könnten ersetzt werden durch das Arbeiten in agilen, bereichsübergreifenden Teams. Technik wird sich in Zukunft viel stärker buchstäblich selbst konstruieren und dabei schneller, effizienter und materialsparender sein, als der Mensch. „Kurzum, der Beruf des klassischen Ingenieurs gehört zu den meistgefährdeten, gerade im Automobilbau, aber auch in anderen Industriebereichen. Ingenieure werden sich also neu zu erfinden haben – im Sinne eines Problemlösers in agilen, kundenorientierten Projekten“, unterstreicht Bothe.

Unternehmen erfinden sich neu

Eine Veröffentlichung des World Economic Forum bestätigt diese Einschätzung und führt aus, welche Skills gute Fach- und Führungskräfte in Zukunft ausmachen: Kreativität, Einfühlungsvermögen, generell emotionale Fähigkeiten seien gefragt – viel stärker sogar noch als die rein fachlichen Skills. „Die Digitalisierung wird in den kommenden Jahren vielschichtige Auswirkungen auf die Arbeit haben. New Work bedeutet zugleich, dass sich Unternehmen neu zu erfinden haben“, erklärt Marc Wagner, Member of the International Management Board bei der Detecon International GmbH (Köln). Als Sprecher auf der #nwing wird er seine Vision eines zielgerichteten Company-Rebuilding vorstellen und erklären, welche Herausforderungen damit auf Unternehmen und die hier tätigen Menschen zukommen. Seine Meinung: „In Deutschland verwechseln wir die Themen Agilität und New Work viel zu sehr mit sozialromantischen Vorstellungen und Basisdemokratie unter dem Motto: Wir müssen alle mitnehmen und in eine Entscheidung alle einbeziehen.“ Tatsächlich bedeute New Work, sich flexibel auf Marktveränderungen und neue Kundenbedarfe einstellen zu können und geeignete Lösungen schnell zu verwirklichen – letztlich natürlich auch dem wachsenden Wettbewerbsdruck geschuldet.

Der Ingenieur hat Zukunft

Eine optimistisch stimmende Prognose, die unisono alle Experten teilen: Das Berufsbild des Ingenieurs hat noch sehr viel Zukunft – allerdings unter gänzlich neuen Vorzeichen. „Data Science, künstliche Intelligenz, Quantencomputer, neue Arbeit – die Ingenieursgeneration, die heute in die Arbeitswelt einsteigt, wächst in einer völlig anderen Umgebung als vor 10 oder 20 Jahren auf“, meint Transformationsexperte Falk Bothe. Auch Gerrit Pohl ist überzeugt, dass es das Berufsbild des Diplom-Ingenieurs in Zukunft geben werde, wenn auch ganz anders. Dabei wird der Ingenieur aber seinen teilweise noch vorhandenen Elfenbeinturm verlassen und sich näher am Markt, an den Kunden und deren Bedürfnissen zu bewegen haben. „Insgesamt wird die Tätigkeit noch mathematisch-technischer werden.“ Und Bothe ergänzt: „Noch jede industrielle Revolution hat am Ende netto zu mehr Arbeitsplätzen geführt. Ich bin mir sicher, dass dies in Folge der Digitalisierung nicht anders sein wird.“

Alle drei Experten sprechen auf der #nwing. Der Name steht übrigens für #newworkengineering.

Ingenieure New Work Digitalisierung #nwing
Hier dreht sich alles um Ingenieure: Das New-Work-Event #nwing. (Foto: Boui Boui Bilk)

Die #nwing im Überblick

Ort und Datum

  • 7. und 8. November 2018
  • Boui Boui Bilk, Suitbertusstraße 149, 40223 Düsseldorf

Inhalte und Anmeldung

Das vollständige Programm, Sprecher, Experten und mehr Informationen gibt es auf der #nwing-Homepage.

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