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Insolventes Bahn-Startup: Locomore findet einen Käufer – und rollt bald wieder

Locomore-Gründer Derek Ladewig. (Foto: dpa)

Das insolvente Fernzug-Startup Locomore wird von einem tschechischen Bahnunternehmen übernommen. Der Betrieb soll nächste Woche wieder aufgenommen werden.

Die Züge von Locomore fahren bald wieder – zumindest zwischen Berlin und Stuttgart. Wie der Spiegel erfuhr, übernimmt das tschechische Bahn- und Busunternehmen Leo Express das insolvente Fernzug-Startup und ermöglicht damit eine Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs. Bereits am 24. August sollen erste Verbindungen auf der genannten Trasse zur Verfügung stehen.

Wie Locomore in die Pleite rutschte

Im vergangenen Jahr war Locomore mit dem ambitionierten Ziel gestartet, ein alternatives Fernverkehrsangebot zur Deutschen Bahn zu etablieren. Ausrangierte Reisezüge sollten modernisiert, mit WLAN und Steckdosen ausgestattet sowie zu fairen Preisen auf hiesige Schienen gebracht werden – zunächst mit Erfolg: Mehr als 600.000 Euro Startkapital kamen für das Vorhaben über Crowdfunding zusammen. Im Dezember 2016 schließlich rollten die ersten Locomore-Züge zwischen Stuttgart, Frankfurt, Hannover und Berlin über die Schiene.

Trotz zunächst großer Nachfrage konnte Locomore seinen Geschäftsbetrieb jedoch nicht lange aufrechterhalten. Im Mai wurde ein Insolvenzantrag beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eingereicht. Zuvor hatte das Startup immer wieder mit Problemen zu kämpfen. So stimmte mal die Wagenreihung nicht, Toiletten waren defekt oder WLAN sowie Buchungssoftware fielen aus. Häufige Wartungsarbeiten nagten an der Kapitaldecke.

Flixbus wird Vertriebspartner

Wird mit dem neuen Investor nun alles besser? Den Spiegel-Informationen zufolge sollen die Locomore-Mitarbeiter, die im Zugbetrieb tätig waren, weiterbeschäftigt werden. Mit 15 Mitarbeitern habe sich das Unternehmen bereits geeinigt.

Darüber hinaus wird Locomore künftig von Flixbus unterstützt. Der deutsche Fernbus-Marktführer kümmert sich demnach neben dem Fahrkartenverkauf auch um den Kundenservice und das Marketing. Locomore-Fahrgäste, die von der Einstellung des Betriebs betroffen waren, sollen Freifahrten erhalten. Gleiches gilt für alle, die am Crowdfunding partizipiert hatten.

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