Analyse

Quintly analysiert Instagram- und Facebook-Postings: Studie zeigt, dass viel posten nicht viel hilft

Manchmal ist weniger dann doch mehr. Quintly hat Instagram- und Facebook-Postings analysiert und festgestellt, dass die Anzahl zwar steigt, aber die Interaktionen sinken. Dafür gibt es zwei Gründe.

Das Team des Social-Media-Analytics- und Benchmarking-Tools Quintly hat sich in einer hauseigenen Studie mit Instagram– und Facebook-Postings beschäftigt. Dafür wurden im ersten Quartal 2016 insgesamt 13.000 Instagram-Profile und 140.000 Facebook-Pages analysiert – mit spannenden Ergebnissen für Marketer.

Mehr Posts auf Instagram und Facebook: Unternehmen investieren in Social-Media-Aktivitäten

Das Posting-Verhalten von Marken ist im ersten Quartal 2016 gestiegen. (Grafik: Quintly)

Die Posting-Aktivität von Marken auf Instagram und Facebook ist im ersten Quartal 2016 gestiegen. (Grafik: Quintly)

So kam die Studie unter anderem zu dem Ergebnis, dass die Anzahl der Postings von Marken auf Instagram im Laufe des ersten Quartals leicht anstiegen. Auf Facebook wurde sogar ein starker Anstieg gemessen. Generell lässt sich aus den Daten herauslesen, dass vor allem Marken mit mehr als 100.000 Fans ihr Posting-Aktivitäten auf Facebook enorm verstärken, während auf Instagram nur eine leichte positive Veränderung stattfindet. Das zeigt der direkte Vergleich: In der Kategorie „100k-1m Fans“ wurden auf Facebook täglich im Durchschnitt 4,36 Postings und auf Instagram 2,31 Postings abgesetzt.

Der Verlauf dieser Entwicklung ähnelt dabei sehr dem des Vorjahreszeitraums, schreibt Quintly. Daran lässt sich erkennen, dass Unternehmen auch weiterhin verstärkt in ihre Social-Media-Aktivitäten investieren.

Interaktionsraten fallen: Unternehmen sollten nur posten, wenn sie etwas zu sagen haben

Interaktionen der Nutzer sind gefallen: Grund dafür könnte das erhöhte Grundrauschen in den Newsfeeds sein. (Grafik: Quintly)

Interaktionen der Nutzer haben nachgelassen: Ursache dafür könnte das erhöhte Grundrauschen in den Newsfeeds sein. (Grafik: Quintly)

Dem Posting-Verhalten hat Quintly in der Studie die Entwicklung der Interkationen gegenübergestellt. Hier gibt es Erkenntnisse, die Seitenbetreiber aufhorchen lassen sollten. Generell sind die Interaktionsraten der Markenseiten auf beiden Netzwerken nämlich gefallen. Die Analysten führen das auf zwei Faktoren zurück:

„Unternehmen sollten nur posten, wenn sie etwas zu sagen haben.“

Zum einen greift hier das Phänomen, dass mit zunehmender Anhängerschaft die Interkationsraten per se fallen. Zum anderen führen überfüllte Newsfeeds aber auch dazu, dass Fans mit weniger Likes, Shares und Comments auf Inhalte reagieren. Spannend ist dabei, dass die Interaktionsraten auf Instagram stärker fielen. Wie die Studie ermittelt hat, sind sie im Durchschnitt bei Bildern um 30 Prozent und bei Videos sogar um 45 Prozent gefallen.

Die verstärkten Posting-Aktivitäten führen demnach nicht dazu, dass Fans stärker mit der Marke interagieren. Ein Schlussfolgerung daraus könnte demnach sein, dass Unternehmen nicht auf Masse setzen, sondern lieber nur dann etwas posten sollten, wenn sie wirklich etwas zu sagen haben. Die gesamte Studie kann übrigens ab sofort auch auf dem Quintly-Blog heruntergeladen werden.

Übrigens, auch dieser Artikel dürfte dich interessieren: „Interaktionsdesign richtig einsetzen: Jeder Klick für die Marke!“

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.