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Instagram als Flohmarkt: So wird die Foto-Community in Kuwait umfunktioniert

(Bild: Google)

Wer etwas (ver)kaufen möchte, für den sind in Deutschland wohl übliche Portale wie Amazon oder eBay die erste Wahl. In Kuwait allerdings haben viele Nutzer ein anderes Portal dafür gefunden: Instagram.

Was auf den ersten Blick sehr gewöhnungsbedürftig wirkt, ergibt auf den zweiten sogar etwas Sinn: Instagram als Verkaufsplattform. Nicht nur private Personen, auch ganze Unternehmen nutzen die Foto-Community zum Verkauf ihrer Produkte. Laut eines Interviews mit einem Musiker aus Kuwait sei das ein wirklich großes Geschäft für viele im arabischen Land.

Instagram als Verkaufsplattform – alternative Kontaktmöglichkeiten

Das Vorgehen beim Verkauf ist einfach: ein Produkt fotografieren, im Foto oder in der Beschreibung einen Preis und Kontaktmöglichkeiten nennen. Manche Shops setzen dabei direkt auf Instamessage oder auch WhatsApp, andere auf eine Bestellung per Telefon. Beispielsweise lassen sich beim Account sheeps_sell ganze Schafe kaufen. Aber auch Alltagsdinge wie Mangas bei mangabox und modische Damen-Accessoires bei storeandmore sind erhältlich. Daneben gibt es auch viele kleinere Shops von privaten Anbietern.

Instagram als Verkaufsplattform: Dieser Shop verkauft Mangas. (Screenshot: instagram.com)
Instagram als Verkaufsplattform: Dieser Shop verkauft Mangas. (Screenshot: instagram.com)

In Kuwait ist die Verkaufsmethode inzwischen so prominent, dass der Entrepreneurship- und Business-Club der American University of Kuwait sogar schon das erste Event für Instagram-Shop-Anbieter abgehalten hat. Bei der Insta Business Expo wurden nur Themen rund um das Verkaufen auf Instagram behandelt.

Auf den ersten Blick wirkt das Ganze recht skurril, doch für Anbieter ist Instagram sicher ein praktischer Verkaufskanal. Die Instagram-Nutzer müssen ihr Netzwerk nicht in Richtung eines Shops verlassen, um nach Produkten zu suchen und bekommen diese in ihrem Stream präsentiert. Außerdem bekommen Benutzer durch Likes von Usern, denen sie folgen, auch Empfehlungen für weitere Produkte. Shop-Betreiber sind so nah an ihren potenziellen Kunden und können so eventuell ihren Umsatz steigern.

Weiterführende Links zum Thema „Instagram” und „Shops”

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2 Reaktionen
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BG

Nicht wirklich "skurril"

So "skurril" finde ich die Idee nicht wirklich. Wenn viele Leute etwas freiwillig nutzen, liefert es einen Vorteil und/oder bedient Bedarf. Sowas sollte Journalisten neugierig machen. Ineffiziente Monopole hatten wir lang genug und leider immer noch.

Die Idee hatte ich auch schon. Weil Gebrauchtmärkte bei vielen Produkten unerwünscht sind, habe ich mir die Risiken (Abmahnungen, Softwarepatente, Patente auf Geschäftsideen,...) gespart.
Man hat viel abzugeben, tauschen, kaufen wenn man einen eigenen Haushalt hat. Ebay usw. sind zu umständlich und riskant und Porto ist oft auch zu teuer. Die Linke organisiert sowas leider nicht. In der DDR wurde nix weggeworfen. So falsch ist das nicht. Wer heute über seine Verhältnisse lebt den muss ich morgen mit meinen Steuern durchfüttern. Kaufkraftlose Bürger sind vielleicht eher keine Zielgruppe für Online-Werbung oder Online-Shops oder Produkte die für Brand1-Leser interessant sind. Sollte t3n nicht neben Brand1 im Zeitschriftenregal einsortiert werden ?

Es gibt doch Zillionen oder Milliarden an Venture-Kapital für Leih/Tausch-Plattformen wie airbnb, car-share usw. Man könnte auch Rasenmäher verleihen o.ä. Dafür wäre Instragram ganz nett. In Ländern ohne elektronische Umsatzsteuer-Signatur-Karte kann man damit gebundenes Kapital oder Sach-Spenden (Favelas, gigantische Flüchtlings-Dörfer,...) viel besser ausnutzen.
Auch Gaststätten und mietbare Räumlichkeiten für Veranstaltungen oder Lagerhallen verkaufen sich sicher ganz gut über Bilder. "Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte". Uni-Kurse oder Fortbildungen oder Anleitungen ("wie wechsel ich mein Iphone-Akku" "Wie baue ich das Discounter-Zelt/Ikea-Möbel erfolgreich auf") wären auch interessant für sowas.

In Verbindung mit diesen 30(?) oder 6-Sekunden-Videos bei irgendwelchen Plattformen könnte man auch Einzelbilder seines Autos oder Wohnung (Mieten, Kaufen) oder zu verkaufenden Fahrrades machen und als Video hochladen und in speziellen Playern slow-playen oder in Einzelbilder zerlegen. Im Prinzip also nur eine Klickstrecke als Video-Container verpackt.
Mal sehen welches Land sowas macht. Für Immoscout oder airbnb wäre das nicht so falsch. Gif/PNG-Anims von Produkten gehen vielleicht auch, falls Instragram das nicht unterbindet.

In arabischen Ländern bandeln die angeblich per Bluetooth an. Bluetooth-Chatprogramme sind also anscheinend etabliert. Darauf basierend könnte man in Eisenbahnen, Bussen,... Daten wie News automatisiert per Handy austauschen. Dazu müssten die RSS-Feeds nur signiert sein. Ansonsten könnte man Leuten falsche News unterjubeln. Verlage die nicht wollen, brauchen ja nicht mitmachen.
Mal sehen wer meine Idee in leistungsschutzlosen Ländern umsetzt. Ich würde es ja gerne selber programmieren um Leute besser zu informieren und weniger Holz für Papier zu verbrauchen. Bloss wo....

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