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Bitte swipen: 5 kreative Ideen für deine Instagram-Galerie

(Foto: Iryna Gyrych / Shutterstock.com)

Mit Kreativität und Ideenreichtum lässt sich aus den Instagram-Galerien eine Menge nutzbarer Content zaubern.

Content für Instagram zu finden, kann einen je nach Nische schon mal vor Herausforderungen stellen. Wir haben einige kreative Ideen gesammelt.

So bringst du deine Galerien auf Vordermann

Instagram-Galerien, auch unter Multiple- oder Carousel-Posts bekannt, sind eine vertrackte Sache. Einerseits bieten sie die Möglichkeit, gleich mehrere Bilder oder Videos in einem Beitrag zu bündeln. So fällt man seinen Followern nicht auf die Nerven, weil man am Tag zehn Bilder postet. Auf der anderen Seite wollen User möglichst wenig klicken oder swipen müssen. Je geringer der Aufwand also, desto glücklicher der User. Wie häufig sind die Multiple-Posts einfach versandet und hatten keineswegs den gewünschten Effekt einer gesteigerten Aufmerksamkeit? Um diese zu erlangen und dem Nutzer einen Swipe aus den Fingern zu zaubern, muss man die Multiple-Post-Sache schon sehr kreativ angehen. Wir haben ein paar Vorschläge gesammelt, damit die nächste Slideshow ein voller Erfolg wird.

1. Tutorials

Schritt für Schritt Anleitungen auf Instagram sind besonders gut für DIY-Themen geeignet. In einer Galerie lassen sich gleichzeitig sowohl Bilder als auch Videos posten. So könnte nach den Bildern also entsprechend ein Video folgen, oder eine Galerie komplett aus kurzen Videos bestehen, die jeden einzelnen Schritt illustrieren.

Das folgende Beispiel zeigt, wie man eine Weltkarte in Regenbogenfarben malt. Zuerst wird der User im Feed mit dem fertigen Bild konfrontiert. Im zweiten und dritten Bild sind verschiedene Farben im Tuschkasten zu sehen und zuletzt folgt ein Video, das veranschaulicht, wie diese zusammengemischt werden, um die Regenbogenweltkarte zeichnen zu können.

Aber auch Food ist einer der großen Trendbereiche auf der Plattform, ein Tutorial in jedem Fall einen Versuch wert. Ein gutes Beispiel dafür liefert hier Saveur. Das US-amerikanische Kochmagazin ist für seine Hochglanzbilder bekannt und kann auf Instagram mit derzeit knapp 630.000 Followern einiges an gutem Content vorweisen. Zwar ist das folgende Beispiel kein Step-by-Step-Guide, doch veranschaulicht es die Möglichkeiten. Gleichzeitig mit der Bildergalerie promotet Saveur auch seine Instagram-Stories. Wer Gefallen an der Slideshow gefunden hat, kann gleich weiterschauen. Nicht ganz verkehrt.

2. Events

Seit den Instagram-Stories konzentrieren sich fotografische Event-Berichterstattungen eher auf diesen Bereich. Doch um eine gute Zusammenfassung mit den besten Bildern oder Videos einer Veranstaltung zu haben, auf die auch nach 24 Stunden noch zugegriffen werden kann, eignen sich die Carousel-Posts durchaus besser.

So haben wir den Business-Trip zum Marketo Summit unseres Redaktonsleiters etwa in einer Bildergalerie dokumentiert und konnten unsere Follower mit auf die Reise nehmen. Deine Follower verpassen künftig kein Event mehr.

Der Musiksender MTV hat sich für die Academy-Awards ebenfalls für einen Carousel-Post entschieden. Hier stellt der Fernsehsender verschiedene Pärchen auf dem roten Teppich vor und kurbelt das Engagement zusätzlich mit einer Frage an: „Who was your favorite couple on the red carpet?“

Auch Reiseberichte sind in den Multiple-Posts äußerst gut aufgehoben, wie Gopro ziemlich anschaulich zeigt.

Der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt.

3. Das Team oder neue Kollektionen vorstellen

Viele Unternehmen nutzen Instagram für „Behind-the-Scenes“-Content. Was passiert hinter den Kulissen einer Marke, wie wird dies hergestellt, wie ist jener Ablauf und wer sind eigentlich die Mitarbeiter? Hier bietet die Plattform viel Platz für Geschichten aus dem Unternehmen. Warum also nicht mal die Belegschaft in einer Bildergalerie vorstellen? Hier kann entweder jeweils ein Mitarbeiter in verschiedenen Situationen gezeigt, oder einzelne Kollegen pro Bild vorgestellt werden. Bei letzterem allerdings sollte jeder einzelne in der Bildbeschreibung aufgeführt werden (ähnlich dem Gopro-Beispiel).

Auch neue Kollektionen können via Multi-Posts vorgestellt werden. Ikea etwa hat für seine Herbstkollektion, die der Konzern in Zusammenarbeit mit Hay Design entworfen hat, eine recht ansehnliche Galerie erstellt.

4. Anleitungen

Wie funktionieren bestimmte Produkte? Statt einer kaum verständlichen, gängigen und obendrein noch langweiligen Bedienungsanleitung, können Funktionsweisen von Produkten auch in Bildergalerien veranschaulicht werden.

5. Blogbeiträge wiederverwerten

Blogbeiträge auf Instagram mithilfe von Multi-Posts wiederverwerten, kann sowohl auf den Traffic positive Auswirkungen haben als auch auf dein Engagement. Damit schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe und bekommst ein Extra-Sternchen für Kreativität.

Um einen Blogbeitrag in einer Galerie wiederzuverwerten, benötigst du in erster Linie ein paar qualitativ hochwertige Fotos, die das Thema visuell aufgreifen. Die Bilder füllst du mit den zentralen Punkten des Beitrages, Diagrammen oder auch Zitaten. Mit derartigen Inhalten kannst du ohne weiteres ein herausragendes Storytelling auf Instagram betreiben. Am besten wählst du dazu zwischen drei und zehn Bildern. Je mehr Content allerdings, desto schwieriger wird es für dich, die Aufmerksamkeit deiner Follower auch zu halten. Hier gilt im Zweifel: Weniger ist mehr.

Ein nennenswertes Beispiel für eine zusammenhängende Story, wenn auch kein wiederverwerteter Blog-Post, stammt von Ana Hoffman, Content-Marketing-Expertin und Bloggerin aus den USA.

Genauso essentiell wie die hochwertigen Bilder ist eine starke, ausführliche Bildbeschreibung. Längere Texte sollten bestenfalls gleich mit passender Formatierung in der Notizen-App vorgeschrieben werden.

Grundsätzlich kannst du deine neuen oder erfolgreichen Beiträge auf dem Blog immer mit Instagram verzahnen. Zwar kannst du keine Links posten, häufig reicht aber schon eine Erwähnung in der Bildbeschreibung. Oder aber du verlinkst den neuen Beitrag in deinem Profil und versiehst dein Posting mit dem klassischen „Siehe Link in Bio!“.

Nützliche Tipps für Bildergalerien

Die Galerien bieten eine gute Möglichkeit, die Aufmerksamkeit deiner Follower zu steigern und sie für gewisse Zeit an deinen Content zu fesseln. Du solltest es dabei aber nicht übertreiben. Hier einige Tipps, um die Geduld deiner Follower nicht überzustrapazieren.

1. Mache auf das Swipen aufmerksam

Dass es sich bei deiner Galerie auch um eine solche handelt, erkennt nicht jeder sofort. Das Logo dafür ist recht klein in der oberen rechten Ecke des ersten Bildes platziert, sodass Nutzer dieses beim Scrollen durch ihren Feed schnell übersehen. Daher solltest du in deiner Bildbeschreibung zwingend darauf aufmerksam machen, dass hier für mehr Inhalte geswiped werden muss.

2. Das erste Bild als Zugpferd

Eigentlich ganz logisch, aber dennoch erwähnenswert: Das erste Bild der Galerie sollte sorgfältig ausgewählt sein, damit du die Aufmerksamkeit deiner Follower gewinnst.

3. Nutze die volle Anzahl an Bildern nur, wenn es unbedingt notwendig ist

Die Carousel-Posts erlauben bis zu zehn Bilder oder Videos. Die solltest du jedoch nicht befüllen, da die Aufmerksamkeit deiner User schnell nachlässt und sie nicht weiter durchswipen, wenn es zu langweilig wird. Besser sind fünf, maximal sechs Bilder oder Videos.

4. Wenn du nichts zu sagen hast…

… dann tu es auch nicht auf Zwang. Es macht nichts, wenn der Account mal ein paar Tage oder auch eine Woche stillliegt. Die obigen Tipps aber dienen als gute Grundlage für neue Ideen.

Fazit

Die Bildergalerie-Funktion ist ein wenig beachtetes Stiefkind der Plattform. Seit die Stories mit ihren flüchtigen Inhalten eingeführt wurden, konzentrieren sich viele Aktivitäten vermehrt darauf. Doch auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheint, gibt es viele sinnvolle Verwendungszwecke für die Carousel-Posts auf Instagram. Egal, für welchen du dich am Ende entscheidest, sind die Bildqualität sowie eine starke Bildbeschreibung essentielle Grundpfeiler für den Erfolg deiner Galerie. Ein bisschen Kreativität kann dabei allerdings ebenfalls hilfreich sein, um neue Ideen zu finden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Onlinemarketing.de.

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