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Instagram will Nutzer besser vor Cybermobbing schützen

(Foto: Shutterstock / happydancing)

Schon Ende vergangenen Jahres hat Instagram angefangen, Hasskommentare zu filtern. Jetzt legt das Netzwerk nach und will systematisch gegen Mobbing vorgehen. Doch das kann nur der Anfang einer umfassenden Strategie sein.

„Wir dulden kein Mobbing auf Instagram“, erklärt Instagram-CEO Kevin Systrom in einem Blogbeitrag. Insbesondere sei es dem Unternehmen wichtig, die jugendlichen Mitglieder vor Beleidigungen, Mobbing und deren Folgen zu schützen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Instagram damit begonnen, auf der Basis bestimmter, verletzender Schlüsselwörter und insbesondere im Zusammenhang mit Minderheiten Kommentare zu unterbinden. Doch so wirklich nachhaltig war dieser Schutz nicht – und deswegen legt das soziale Netzwerk jetzt mit einem verbesserten Schutz gegen Cybermobbing nach. Ein Umstand, so Systrom, warum Instagram-Nutzer besonders vor Mobbing und Beleidigungen geschützt werden sollen, ist ihr oft noch recht junges Alter. Deswegen wird zusätzlich das Netzwerk darüber informiert, wenn wiederholt von einem bestimmten Account entsprechende Hetzkommentare gesendet werden.

Der neue Filter zur Kommentarkontrolle findet sich in den Einstellungen im Instagram-Menü unter „Einstellungen > Privatsphäre und Sicherheit > Kommentareinstellungen“. Zusätzlich zum generellen Verbergen beleidigender Kommentare auf Basis der Wörterliste (standardmäßg aktiviert) lassen sich invididuelle Keyword-Filter manuell definieren.

Mobbing-Filter kann auch bei Instagram nur ein Anfang sein

Zudem will Instagram eine Charme-Offensive starten, also dazu ermutigen, „einander zu wertschätzen und zu unterstützen – auf Instagram und außerhalb davon“. Ab Samstag startet die Kampagne mit Instagram-Influencern, wie das Unternehmen mitteilt. Das klingt gut – kann aber nicht die Lösung sein. Denn gerade diejenigen, die eine solche Kampagne erreichen soll, wird sie nicht erreichen.

Insgesamt muss man Instagram darin bestärken, gegen Hasskommentare vorzugehen. Auch und gerade bei Selfies und persönlichen Bildern ist das Klima hier in den letzten Monaten gefühlt weniger freundlich geworden – und so wie in der Offline-Welt findet sich auch bei Instagram ein Querschnitt der Bevölkerung. Insbesondere Facebook und Youtube haben vorgemacht, dass ein Vorgehen gegen Mobbing und Beleidigungen eminent wichtig ist und durchaus erfolgreich sein kann, wenn zu den Regeln und Algorithmen eine Inaugenscheinnahme von Kommentaren erfolgt. Gerade diese beiden Netzwerke zeigen aber auch, dass der Kampf eben nicht nur automatisiert erfolgen darf, zumindest wenn man die heutigen meist reinen Automatismen zu Grunde legt. In Zukunft werden hier Machine-Learning-Strategien und KI eine wichtige Rolle spielen.

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