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Instagram: Neue API-Limits verärgern überraschte Entwickler

(Foto: Shutterstock)

Instagram gestattet Drittanbieter-Apps nur noch 200 statt 5.000 API-Aufrufe pro Stunde. Die Änderung wurde nicht öffentlich kommuniziert und sorgt unter Entwicklern für Ärger.

Entwickler inoffizieller Instagram-Apps erlebten über das Osterwochenende 2018 eine unangenehme Überraschung: Ohne Vorwarnung verringerte die Facebook-Tochter die maximal mögliche Anzahl an API-Aufrufen pro Stunde von 5.000 auf nur noch 200. Einige Nutzer der API, wie der Social-Analytics-Anbieter Datasift, bemerkten die Änderung erst, nachdem Kunden sich darüber beschwerten hatten, dass kaum Instagram-Daten bei ihnen ankämen.

Auch auf der Entwickler-Plattform Stack Overflow zeigten sich Nutzer zunächst verwundert. Nicht zuletzt, weil die Änderung nicht im API-Changelog auf der Instagram-Entwickler-Website vermerkt wurde. Genau daran stören sich viele Entwickler, die wenigstens eine frühzeitige Warnung erwartet hatten, um ihre Apps entsprechend anzupassen. Üblicherweise wurden Änderungen an der Instagram-API mit einer gewissen Vorlaufzeit bekanntgegeben.

Instagram: Neu API-Limits sind vermutlich eine Reaktion auf den Datenskandal

Derzeit deutet vieles darauf hin, dass die Änderungen eine Reaktion der Instagram-Mutter Facebook auf den Datenskandal um Cambridge Analytica darstellt. Der Social-Media-Konzern geriet massiv in die Kritik nachdem bekannt wurde, dass Cambridge Analytica sich missbräuchlich die Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern angeeignet hatte. Diese Daten wurden für gezielte Wahlkampfwerbung zugunsten des jetzigen US-Präsidenten Donald Trump genutzt. Facebook hatte auf die Enthüllungen unter anderem mit verschiedenen Maßnahmen reagiert, durch die es für Drittanbieter zukünftig schwieriger werden soll, an Nutzerdaten zu gelangen.

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