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Intel-CEO verkaufte Aktien – bevor das Unternehmen die Sicherheitslücke bekannt gab

(Foto: dpa)

Intel-CEO Brian Krzanich hat Ende 2017 so viele Aktien des Unternehmens verkauft, wie er konnte. Zu dem Zeitpunkt soll der Chiphersteller bereits über die massive Sicherheitslücke informiert gewesen sein.

Intel-CEO Krzanich verkaufte seine Aktien kurz vor Veröffentlichung der Sicherheitslücke

Anfang Dezember 2017 sorgte Intel-CEO Brian Krzanich für einige Verwirrung unter Investoren. Der Chef des Chipherstellers machte auf einen Schlag so viele Aktien und Aktienoptionen zu Geld, dass ihm lediglich das absolute Minimum an Intel-Aktien blieb, das er vertraglich besitzen muss. Zum Zeitpunkt des Verkaufs gab es unterschiedliche Spekulationen über die Gründe. Was damals jedoch noch nicht bekannt war: Intel soll zu dem Zeitpunkt bereits über eine massive Sicherheitslücke in den eigenen Chips informiert gewesen sein.

Laut Business Insider soll der Verkauf der Aktien und Aktienoptionen im Oktober 2017 geplant worden sein. Über die Sicherheitslücke, die abgesehen von den Chips von Intel auch ARM- und AMD-Prozessoren betrifft, soll das Unternehmen aber bereits im Juni 2017 von Google informiert worden sein. Krzanich könnte und sollte als Intel-CEO zu dem Zeitpunkt also bereits gewusst haben, dass die Sicherheitslücke Anfang 2018 öffentlich gemacht wird – mit den entsprechenden negativen Folgen für den Aktienkurs des Unternehmens.

Nach bekanntwerden der massiven Sicherheitslücke in den Chips des Unternehmens ging der Aktienkurs von Intel stark nach unten. (Foto: Intel)

Intel-CEO Krzanich hält jetzt nur noch das vertraglich notwendige Minimum an Aktien

Intels interne Richtlinien geben vor, dass Top-Manager nach fünf Jahren im Unternehmen ein gewisses Minimum an Firmenanteilen halten. Diese Regelung ist nicht ungewöhnlich und soll sicherstellen, dass die Firmenleitung ein Eigeninteresse daran hat, dass der Intel-Kurs nicht einbricht. Krzanich, der im Mai 2013 zum Intel-CEO wurde, muss bis Mai 2018 laut dieser Regelung mindestens 250.000 Unternehmensanteile halten.

Vor dem Verkauf besaß Krzanich knapp doppelt so viele Intel-Aktien. Nach dem Verkauf waren es exakt 250.000 Aktien. Der Intel-CEO veräußerte insgesamt 245.743 Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von knapp über 44,50 US-Dollar. Der Verkauf brachte ihm demnach rund elf Millionen Dollar ein. Nach Angaben von Intel stand der Verkauf in keinem Zusammenhang mit der Sicherheitslücke.

Weiterlesen: Was man über die große Chip-Sicherheitslücke wissen sollte.

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Eine Reaktion
Gabriel Loto

Die Frage ist, ob sowas betraft wird? Er sagt zwar, dass es in keinem Zusammenhang stand, aber das dürfte hier offensichtlich sein. Da gabs auch mal einen Artikel zu dem Thema bei: https://brokers.watch/aktiendepot-vergleich/

Antworten

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