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Neue Core-Prozessor-Reihe: Intel bringt 15-Watt-Quadcores für Ultrabooks

Bild: Intel

Die achte Generation an Core-Prozessoren für Mini-PCs und Ultrabooks hat erstmals vier statt zwei Kerne. Der Kaby Lake Refresh hat dafür ein paar Neuerungen erhalten – Umbenennung inklusive.

Intel hat kurz vor der IFA 2017 die achte Generation (8th Gen) an Core-Prozessoren angekündigt. Wie üblich hat der Chiphersteller zuerst die Modelle für Mini-PCs und Ultrabooks vorgestellt, anders als in den vergangenen Jahren aber nur die Varianten mit U-Suffix und 15 Watt thermischer Verlustleistung. Der wichtigste Unterschied zur 7th Gen: Die CPUs haben vier statt zwei Kerne. Laut Preisliste sind sie dennoch nicht teurer als ihre Vorgänger.

Mehr Leistung durch vier Kerne, Design-Optimierung und verbesserte Fertigung (Bild: Intel)

Der Codename der 8th Gen lautet Kaby Lake Refresh, womit viel gesagt ist. Verglichen mit Kaby Lake von 2017 gibt es kaum architektonische Änderungen, und auch der Fertigungsprozess ist fast identisch. Intel spricht von einem verbesserten 14+- statt vom 14++-Verfahren, was zusammen mit einem optimierten Ringbus zu 15 Prozent mehr Leistung führen soll. Weitere 25 Prozent erreicht der Hersteller durch vier statt zwei Kerne.

U-Modelle von Kaby Lake Refresh und Kaby Lake im Vergleich.

Rein rechnerisch sollte sich die Geschwindigkeit durch doppelt so viele Kerne zwar verdoppeln, die Chips sind aber auf 15 Watt limitiert, was den effektiven Geschwindigkeitszuwachs einschränkt. Neben einer bis zu 40 Prozent höheren Multithread-Leistung steigt auch die Performance eines einzelnen Kerns, da der L3-Cache mehr Daten fasst und sich der Takt von 3,9 auf 4,2 Gigahertz erhöht. Hinzu kommt schnellerer Arbeitsspeicher, etwa gesteckter DDR4-2400 statt DDR4-2133 und zu verlötender LPDDR3-2133 statt LPDDR3-1866.

Bei der Grafikeinheit ändert sich bei der 8th Gen nichts, Mediablöcke und Turbofrequenz entsprechen der 7th Gen. Aus der HD Graphics 620 wird allerdings die UHD Graphics 620, womit Intel das Augenmerk stärker auf die Fähigkeit lenken möchte, dass die iGPU wie gehabt 4K-UHD bei 60 Hertz beherrscht. Obendrein gibt es endlich natives HDMI 2.0 – Hersteller müssen die Schnittstelle daher nicht mehr über einen Displayport 1.2 (LSPC) implementieren. Der Inhalteschutz HDCP 2.2 wird unterstützt, wichtig für 4K-Netflix.

Die-Shot eines KBL-R. (Bild: Intel)

Wie gehabt kombiniert Intel die U-Chips mit einem On-Package-Chipsatz, der aber auch keine Neuerungen aufweist. Er weist unter anderem sechs USB-3.0- und vier SATA-6-GBit/s-Ports auf und kann einen SD-Kartenleser anbinden. Die Bezeichnung 8th Gen rechtfertigt Intel ohnehin nicht durch neue Funktionen, sondern schlicht durch die verdoppelte Anzahl an CPU-Kernen.

Erste Geräte mit dem Kaby Lake Refresh erwartet Intel vor dem Weihnachtsgeschäft. Noch im Herbst folgen die H- und S-Varianten für Notebooks und Desktops mit erstmals sechs statt vier Kernen. Die Prozessoren heißen Coffee Lake, Intel verwendet den 14++ Node. Anfang 2018 wird die 8th Gen um die Y-Chips mit zwei Kernen und 4,5 Watt erweitert. Sie basieren auf Cannon Lake und werden im 10-nm-Verfahren hergestellt.

Autor des Artikels ist Marc Sauter.

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