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Proglove: Vorzeige-Startup mit smartem Handschuh sammelt Millionen ein

Proglove verspricht Abhilfe für lästige Fließbandarbeit. (Foto: Proglove)

Das Münchner Startup Proglove hat den amerikanischen Chip-Riesen Intel als Investor gewinnen können – mit einer Wearable-Technologie, die in der Industrie 4.0 einiges verändern könnte.

Menschliche Arbeitskräfte werden zwar noch über etliche Jahre ihre zentrale Bedeutung in der Produktion behalten, aber Erfindungen wie der smarte Handschuh von Proglove können entsprechende Unterstützung leisten und den permanenten Kontakt mit dem Vorabeiter oder einer zentralen Abteilung halten.

Proglove verbindet den Arbeiter in der Produktion mit der Industrie 4.0 und ermöglicht es, in der Fertigung und Logistik schneller, sicherer und ergonomischer zu arbeiten. Der Handschuh verfügt über einen individuell zu programmierenden Scanner. Seit dem Launch des ersten Produkts im Oktober 2016 hat Proglove nach eigenen Angaben seinen siebenstelligen Umsatz aus dem Jahr 2016 im Jahr 2017 vervierfacht und sich als eines der führenden Industrie-Wearable-Unternehmen in Europa etabliert.

Proglove sammelt 5,5 Millionen Euro ein

Im Rahmen der zweiten Finanzierungsrunde in Höhe von 5,5 Millionen Euro (6,7 Millionen US-Dollar) hat Pro Glove die US Geldgeber Intel Capital und Gettylab sowie die deutschen Investoren DIVC und den Wachstumsfond Bayern gewinnen können. Das Geld nutzt Proglove, um seinen intelligenten Handschuh weltweit zu vertreiben und mit immer besserer Software den Werker mit der Industrie 4.0 zu verbinden.

Der IoT-Handschuh Pro Glove verfügt über einen Scanner und erkennt so passende Objekte. (Foto: Proglove)

Bis heute hat Proglove insgesamt 7,7 Millionen Euro (9,2 Millionen Dollar) eingesammelt. Unterm Strich könnte das Investment von Intel aber auch dafür sorgen, dass sich den Bayern weitere Türen öffnen. Denn gerade die Mensch-Maschine-Kommunikation funktioniert nur dann effizient, wenn die verwendeten Teile und Werkstücke nicht nur zentral erfasst werden, sondern auch deren Verarbeitung in der Logistik lückenlos dokumentiert ist.

Gründer wollen jetzt in die USA

Für Proglove ist das Investment aus den USA quasi ein Ritterschlag – und der Beweis dafür, dass gerade im Industrie-4.0-Bereich spannende Innovationen aus Deutschland kommen können: „Wir sind sehr glücklich mit unseren Investoren. ​Mit der neuen Finanzierung werden wir uns darauf konzentrieren, unser Produktportfolio um neue Hardware und Software zu erweitern​”, sagt Gründer und ​CEO Thomas Kirchner​.

Das Unternehmen, das seinen ersten Prototypen noch aus einem alten iPod fertigen musste, beschäftigt mittlerweile ein 80-köpfiges Team und hat nach eigenen Angaben über 250 Kunden aus der Automobilindustrie (BMW), dem Lebensmittelhandel (Rewe Group), dem E-Commerce (Redcoon), der Möbellogistik (Ikea) und der Luftfahrt (Lufthansa Technik Logistik Service).

Im Einsatz ist der intelligente Handschuh unter anderem bereits bei Kunden wie Skoda und BMW. Peter Schwarzenbauer​, ​Vorstandsmitglied der BMW​, Mini, Rolls-Royce, BMW Motorrad, Customer Engagement und Digital Business Innovation BMW Group, berichtet: „Pro Glove hat sein intelligenten Handschuh zunächst in unserem Werk in Dingolfing entwickelt. Inzwischen unterstützt der Handschuh mit integriertem Barcode-Scanner unsere Mitarbeiter in fast allen europäischen Produktions- und Vertriebsstandorten und wir haben gerade begonnen, ihn in unserem Werk in South ​Carolina einzuführen.“

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Eine Reaktion
Wendi

Aha, der Handschuh kann also scannen, phänomenal...

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