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Intel: Sicherheitsupdate führt bei einigen Kunden zu Problemen

(Foto: dpa)

Intels Lösung für die kürzlich in ihren Chips entdeckten Sicherheitslücken führt anscheinend bei einigen Systemen zu Problemen. Mehreren Großkunden soll der Konzern daher vom Update abgeraten haben.

Intel: Sicherheitsupdate führt auf einigen Systemen zu erhöhten Reboot-Raten

Nachdem mit Meltdown und Spectre gleich zwei gravierende Sicherheitslücken in den Chips von Intel entdeckt wurden, hat der Hersteller ein Sicherheitsupdate veröffentlicht. Wie sich jetzt herausstellt, bringt das Update allerdings ganz eigene Probleme mit. Wie das Wall Street Journal berichtet, soll Intel einigen Computerherstellern und großen Cloud-Anbietern davon abgeraten haben, das Update einzuspielen. Mittlerweile hat der Chiphersteller auch in einer Presseerklärung eingeräumt, dass dem Unternehmen Berichte von einigen Kunden vorliegen, nach denen das Update zu einer Steigerung der Reboot-Rate führt.

Betroffen von dem Problem sind CPUs der Broadwell- und Haswell-Generation. Die Haswell-Mikroarchitektur hatte Intel 2013 eingeführt. Broadwell erschien ein Jahr später. Intel überprüft nach eigenen Angaben die von den Kunden gemeldeten Probleme und versucht eine Lösung dafür zu finden. Falls dazu ein überarbeitetes Firmware-Update notwendig sein sollte, will der Konzern die Software über die üblichen Kanäle veröffentlichen. Endnutzern rät Intel weiterhin dazu, die von den jeweiligen Computerherstellern und Betriebssystemanbietern empfohlenen Updates einzuspielen.

Intel-CEO Brian Krzanich lobt die Zusammenarbeit der Branche im Umgang mit Meltdown und Spectre. (Foto: dpa)

Intel-CEO verspricht mehr Transparenz in Sicherheitsfragen

In einem offenen Brief an die Tech-Branche hat Intel-Chef Brian Krzanich mehr Transparenz im Umgang mit Sicherheitsproblemen versprochen. Außerdem gelobt der Manager, dass bis zum 15. Januar 2018 90 Prozent aller Intel-CPUs der letzten fünf Jahre ein Update erhalten haben sollen. Für die übrigens Chips soll der Prozess bis spätestens Ende Januar abgeschlossen sein.

In seinem Brief lobt Krzanich darüber hinaus die enge Zusammenarbeit der gesamten Branche beim Umgang mit Meltdown und Spectre. „Ich bin sehr stolz darauf, wie unsere Industrie zusammengehalten hat, und möchte jedem für die außergewöhnliche Zusammenarbeit danken“, so der Intel-Manager. Im Besonderen bedankt sich Krzanich auch bei Google, deren Sicherheitsforscher die gravierenden Schwachstellen 2017 entdeckt hatten. Neben den CPUs von Intel sind auch ARM-Chips und CPUs von AMD zumindest teilweise von den Sicherheitslücken betroffen.

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