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Intelligente Kameras: So soll die neue Ära der Smartphone-Fotografie aussehen

(Foto: Huawei)

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Nicht zuletzt durch Facebook, Instagram und Co. ist das Foto endgültig zum Massenmedium geworden. Jetzt soll künstliche Intelligenz dabei helfen, ein neues Qualitätslevel zu erreichen und die Grenzen zwischen Kamera und Smartphone weiter verschwimmen zu lassen.

Wer sich für Fotografie interessiert, sparte vor zehn bis fünfzehn Jahren noch auf eine digitale Spiegelreflexkamera, um professionell loslegen zu können und alle Einstellungen selbst in der Hand zu haben. Heute ist es gang und gäbe, ganz ohne Kamera in den Urlaub zu fahren und nur noch das Smartphone zu nutzen. Blogger und Instagram-Influencer nutzen ihre Smartphone-Fotos sogar für ihr Business. Die Leistungsfähigkeit der integrierten Kamera ist mittlerweile eines der Hauptargumente bei der Kaufentscheidung für ein Smartphone geworden. Um die wachsenden Bedürfnisse der Nutzer zu stillen, müssen Hersteller in die Innovationskiste greifen – aber nicht nur bei der Hardware!

Was die Nutzer wollen

Das Smartphone soll längst nicht mehr nur für Schnappschüsse herhalten, sondern vollwertig die Kompaktkamera ersetzen. Eine von Huawei in Auftrag gegebene und von Lightspeed Research durchgeführte Studie zeigt, welch hohe Ansprüche Nutzer heute an ihre Smartphone-Kamera haben:

  • 85 Prozent aller Deutschen wünschen sich, bei jedem Licht das perfekte Foto schießen zu können
  • 82 Prozent wollen eine Zoomfunktion ohne Qualitätsverlust
  • 74 Prozent wollen ein Smartphone, das qualitativ hochwertige Nachtaufnahmen auch ohne Stativ macht
  • 64 Prozent aller Deutschen wollen ein Smartphone, das aufregende Nachtaufnahmen mithilfe von Langzeitbelichtung macht
  • 75 Prozent wollen eine Kamera, die scharfe Fotos von sich schnell bewegenden Motiven schießt
  • 50 Prozent wünschen sich mehr Brennweite, um eine bessere Bildkomposition zu erzielen
Ergebnisse der von Lightspeed Research durchgeführten und im Februar 2018 veröffentlichten Studie zu den Nutzererwartungen (Grafik: Huawei)

Das zeigt schon ziemlich deutlich, wie hoch die Ansprüche der Nutzer an die Smartphone-Kamera heutzutage sind. Ein anderer entscheidender Faktor sind die Erwartungen in die Kamera-Software. Denn anders als der Profi-Fotograf, der jede Einstellung selbst vornehmen möchte und kann, wünscht sich der normale Anwender eine Kamera, die mitdenkt. 76 Prozent wollen das perfekte Bild beim ersten Versuch machen – ohne großen Aufwand davor – und 64 Prozent wünschen sich, dass das Smartphone die Fotoeinstellungen anhand des Motivs eigenständig anpasst.

Eine große Herausforderung für die Branche

Für die Hersteller heißt das weit mehr, als immer bessere Kamera-Hardware in Smartphones unterbringen zu müssen. Sondern vor allem an der Software-Front Bedarf es einiger Entwicklung. Die Kamera von heute soll im wahrsten Sinne des Wortes mitdenken. Es ist schon seit Jahren möglich, verschiedene Modi per Hand auszuwählen und vermeintlich intelligente Voreinstellungen zum Beispiel für Sportaufnahmen oder Sonnenuntergänge zu treffen.

Hier kommt künstliche Intelligenz ins Spiel. Die soll künftig in Echtzeit mitdenken und zum Beispiel selbst erkennen, welcher Modus gebraucht wird, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Der Smartphone Hersteller Huawei arbeitet an genau so einer KI, die erstmals im P20 Pro zum Einsatz kommt. Die „Master AI“ wurde in der Cloud trainiert und kann dem Nutzer diese Einstellung jetzt abnehmen. Sie zieht ihre „Erfahrungen“ zu Rate, wenn sie ein Bild vor die Linse bekommt und kann 19 verschiedene Motive eigenständig erkennen. Darunter befinden sich zum Beispiel ein spezieller Portraitmodus oder optimierte Einstellungen für Hunde, Katzen, Pflanzen oder Essen.

Neben dieser praktischen Funktion wird künstliche Intelligenz künftig im Kamerabereich aber noch ganz andere Funktionen übernehmen. „Bildstabilisierung kann durch KI zum Beispiel bei Video-, aber auch bei Nachtaufnahmen sehr helfen“, erklärt Arne Herkelmann von Huawei. „Wir haben einen KI-unterstützten Zoom, der in der Lage ist, Elemente zu rekonstruieren, wo optisch eigentlich keine Details mehr erkennbar sind. Das sind alles im Hintergrund umgesetzte kleine Sachen, die ein Nutzer vielleicht gar nicht so mitbekommt, die aber massiv dazu beitragen, dass wir diese hohe Kameraqualität liefern können.“

„KI kann dabei helfen, Automatisierung zu automatisieren“

Bis so eine künstliche Intelligenz allerdings wirklich intelligent ist, muss sie angelernt werden. Vergleichbar mit einem Schulbesuch – nur im Schnelldurchlauf. In der Cloud haben sich dafür viele Computer und Maschinen gegenseitig mit einem Datensatz von mehreren Millionen Bildern trainiert.

Jetzt kann die KI anhand dessen, was sie gelernt hat, selbst entscheiden, ob ein Bild ein Portrait oder ein Sonnenuntergang ist, ob sich etwas im Vordergrund oder im Hintergrund befindet.

Aber hier soll noch nicht Schluss sein. Richtig intelligent wird es erst, wenn die Kamera laufend weiter lernt. Erst dann entsteht für den Nutzer ein maximaler Mehrwert. Auch das kann die Master AI von Huawei schon. „Bei der Bilderkennung lernt die Kamera auch auf dem Gerät mit: Wenn du zum Beispiel immer wieder den Portraitmodus abwählst, wird die Kamera lernen, dass du diesen Modus nicht bevorzugst und ihn dir irgendwann nicht mehr vorschlagen. Die Oberfläche passt sich also auch durch KI an deine Gewohnheiten an“, sagt Arne Herkelmann. Es geht also nicht um einfache Automatisierungen, sondern darum, sich dem Nutzer wirklich anzupassen. Und dafür muss die Kamera die Verhaltensweisen des Nutzers lernen können: „Ich finde, man kann es so formulieren: KI kann dabei helfen, Automatisierung zu automatisieren“, bringt es Herkelmann auf den Punkt.

Smartphone-Kamera: Vollautomatisch, intelligent und manuell nutzbar

Letztlich entwickelt sich die Smartphone-Kamera sowohl in die Profi- als auch in die Amateurrichtung weiter. Moderne Smartphones sind mit immer besserer Kameratechnik ausgestattet, mit Doppel- oder Triplelinsen, lichtstarken Objektiven und Sensoren. Die Kamera-App erlaubt mittlerweile, jede einzelne Einstellung manuell vorzunehmen. Andererseits bietet Kamera-Software ebenfalls immer mehr Möglichkeiten, diese Einstellungen eben nicht mehr vornehmen zu müssen, um ein tolles Bild zu schießen – in dem sie intelligent mitdenkt und dem Nutzer Arbeit und Können abnimmt.

Lies auch das Interview mit dem KI-Experten Arne Herkelmann: „Menschen kaufen keine künstliche Intelligenz, sondern Features und Funktionen!“. Der Head of Handset Portfolio bei Huawei Europe erklärt, was künstliche Intelligenz auf dem Smartphone macht, was der Anwender davon hat und wo der Unterschied zur Automation liegt.

 

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