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Intels Chip „Sandy Bridge“ verursacht Milliardenschaden

t the Intel Developer Forum on Tuesday Intel Corporation executive Dadi Perlmutter shared updates on "Sandy Bridge," codename for next-generation Intel® Core™ processors using the Intel microarchitecture. The technical audience at the China National Convention Center

Chiphersteller Intel hat einen schwerwiegenden Hardwaredefekt in seinen neuen Prozessoren der „Sandy-Bridge“-Reihe entdeckt. Das Unternehmen prognostiziert einen finanziellen Schaden von 700 Millionen US-Dollar.

Defekt betrifft Intels 6er-Serie mit Codenamen „Cougar Point“

Eigenen Angaben zufolge seien von dem fehlerhaften Hardware-Design alle Produkte der 6er-Serie mit dem Codenamen „Cougar Point“ betroffen. Konkret bedeutet das, dass alle Sandy-Bridge-Chipsätze, die auf Mainboards für i3/i5/i7-Prozessoren zum Einsatz kommen, fehlerbehaftet sind und ausgetauscht werden müssen. Da die Chips fest auf dem Mainboard verlötet sind, ist ein Austausch des Mainboards unumgänglich. Die i3/i5/i7-CPUs sind nicht fehlerhaft.

Folge dieses Fehlers könne laut Intel ein Ausfall oder eine Verlangsamung der durch den SATA-Controller angesteuerten Festplatten und Laufwerke sein. Für den Endkunden gibt es zunächst Entwarnung seitens Intel. Die fehlerhaften Chips könnten vorerst weiter genutzt werden. Ab Ende Februar könnten die betroffenen Chips dann ausgetauscht werden, was jedoch einen kompletten Wechsel der Hauptplatine bedeuten würde. Grund dafür ist, dass der Chipsatz mit dem Mainboard verlötet ist.

Dadi Perlmutter gibt auf dem Developer Forum von Intel im China National Convention Center einen Ausblick auf „Sandy Bridge“. Da schien die Welt noch in Ordnung... Foto: Intel

Umtausch und Umsatzausfälle verursachen Intel hohe Einbußen

Intel habe den Defekt bereits behoben und mit der Produktion fehlerfreier Chips begonnen, der Austausch der bereits verkauften Chips werde das Unternehmen eigenen Angaben zufolge etwa 700 Millionen Dollar kosten. Zusätzlich veranschlagt Intel rund 300 Millionen Dollar  für die entstandenen Produktionsunregelmäßigkeiten, die unverkäuflichen defekten Chips und den zeitweise ausbleibenden Verkauf. Zudem wird in Branchenkreisen darüber spekuliert, ob der Defekt andere Anbieter beeinflussen könnte, wie beispielsweise die Vorstellung des neuen Apple MacBook Pro. Finanziell wird der weltgrößte Chiphersteller trotz hoher Einbußen wohl keinen ernsthaften Schaden nehmen, betrachtet man allein das Jahr 2010 mit einem Gewinn von 11,7 Milliarden Dollar.

Austausch der defekten Intel-Chips

Dass der folgenschwere Fehler erst nach Markteinführung festgestellt wurde, begründet Intel mit dessen seltenen Auftreten. So wurde der Defekt auch in internen Tests und nach Auslieferung an die Hersteller zunächst nicht bemerkt. Wie der Austausch der defekten Hardware konkret ablaufen wird, ist derzeit noch unklar. Denn dabei kommen neben Intel auch die Händler wieder in Zugzwang. Viele Endkunden werden den Umtausch jedoch nicht benötigen, da ihr Endgerät nicht alle Ports des Chipsatzes ausnutzt.

Links zu Intels Hardwarefehler:

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Eine Reaktion
Tommsen

Im Artikel klingt es so, als wenn die CPUs fehlerhaft sind.
Der Fehler betrifft jedoch die Chipsätze der Mainboards!

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