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Interaktive Karte visualisiert Cyberattacken weltweit

Zwei Studenten der Universität Aachen haben eine interessante Weltkarte programmiert. Die Karte zeigt gerade stattfindende Cyberattacken an. Die Daten für diese außergewöhnliche Visualisierung stammen von sogenannten Honeypots, absichtlich aufgestellten "Hackerfallen", die echte angreifbare Computer simulieren.

Visualisierung weltweit stattfindender Cyberangriffe

Eine neue interaktive Weltkarte namens HoneyMap von zwei Studenten der RWTH Aachen sorgt momentan für Furore im Netz. Die Karte zeigt nämlich in Echtzeit stattfindende Cyberattacken an. Um die Relevanz einer solche Visualisierung richtig einordnen zu können, braucht man jedoch Einiges an Hintergrundwissen in Bezug auf die Funktionsweise der Karte.

Honeypots sind absichtlich aufgestellte Hackerfallen

Die Daten für die Karte stammen aus dem Honeynet-Netzwerk. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von sogenannten Honeypots. Ähnlich wie ein Honigtopf die Aufmerksamkeit von Bären auf sich lenkt, so fungiert ein Honeypot als Köder für Hacker und Schadprogramme. Ein Honeypot ist dabei ein realer oder virtueller Computer, der ein potenzielles Opfer simuliert. Das heißt der Honeypot bietet absichtlich bekannte Sicherheitslücken an. Da der Honeypot außer der Aufzeichnung von Angriffen sonst keine produktive Funktion übernimmt, kann jeder Zugriff darauf als potenzieller Angriff gewertet werden.

Hauptsächlich automatisierte und willkürliche Angriffe

Natürlich handelt es sich bei den so aufgezeichneten Attacken in den seltensten Fällen um zielgerichtete Angriffe gegen eine Person oder ein Unternehmen. Vielmehr werden von den Honeypots Angriffe aufgezeichnet, deren Zieladresse zufällig generiert wird, oder einfach innerhalb einer attackierten IP-Range liegt. Oft sind es zum Beispiel Schadprogramme, die Teil eines Bot-Netzwerkes sind und versuchen weitere Rechner zu infizieren.

Die Aussagekraft der Karte ist also auch davon abhängig, wie viele Honeypots in einer Region überhaupt erfasst sind. Beispielsweise verfügt die Universität Aachen über besonders viele solcher Honeypots und taucht deswegen in der Karte häufig als gelber Punkt (Angriffsziel) auf. Rote Punkte symbolisieren die entsprechenden Angreifer. Allerdings ist die Genauigkeit der IP-Lokalisierung natürlich sehr eingeschränkt.

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