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Internet der Dinge: Microsoft stellt Hard- und Software-Plattform Azure Sphere vor

(Foto: Microsoft)

Mit Azure Sphere hat Microsoft eine Hard- und Software-Plattform für die Entwicklung von Internet-of-Things-Geräten vorgestellt. Als Betriebssystem setzen die Windows-Macher auf Linux.

Azure Sphere soll Entwicklern eine einfache und sichere Möglichkeit bieten, vernetzte Produkte für den Smart-Home- und Industriebereich zu entwickeln. Den Kern liefern von Microsoft zertifizierte Mikrocontroller. Der erste Chip dieser Art, der MT3620 von Mediatek, soll noch 2018 auf den Markt kommen. Der einkernige ARM-Chip ist auf 500 Megahertz getaktet und verfügt über WLAN-Unterstützung. Später soll es, so Microsoft, aber auch von anderen Herstellern entsprechende Mikrocontroller geben.

Softwareseitig setzt Microsoft auf eine selbstentwickelte Linux-Distribution namens Azure Sphere OS. Das Betriebssystem soll unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht werden und kann dementsprechend auch in Kombination mit konkurrierenden Cloud-Diensten wie AWS oder der Google Cloud genutzt werden. Microsoft dürfte aber ganz klar damit rechnen, dass sich viele potenzielle Kunden für die Azure-Cloud entscheiden. Als Anreiz dafür hat Microsoft eine Sicherheitslösung auf Azure-Basis vorgestellt, dank der die IoT-Geräte gegen mögliche Angriffe geschützt werden.

Azure Sphere Security Service: Microsoft will IoT-Geräte schützen

Microsoft beschreibt den Azure-Sphere-Security-Service als ein schlüsselfertiges Cloud-Angebot, das Azure-Sphere-Geräte durch eine zertifikatsbasierte Authentifizierung und automatisierte Updates vor Angriffen schützen soll. Außerdem sollen Angriffe automatisch erkannt und wenn nötig verhindert werden. Auch Geräteausfälle soll der Cloud-Dienst melden können.

Auch Amazons Cloud-Dienst AWS bietet seit 2017 eine ähnliche Lösung an. Statt Linux setzt Amazon allerdings auf eine angepasste Version des Open-Source-Betriebssystem Freertos. Ähnlich wie bei Azure Sphere bietet Amazon hier eine Zertifizierung kompatibler Mikrocontroller und eine cloud-basierte Aktualisierungsfunktion an.

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