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Internetversorgung in Deutschland – VATM-Studie kritisiert verpasste Ziele

Nur 60 Prozent der deutschen Haushalte sind im Moment mit 50 Mbit/s versorgt. (Foto: Shutterstock/ Anucha Cheechang)

Bis Ende des Jahres sind laut dem VATM immer noch nicht alle deutschen Haushalte mit 50 Mbit/s versorgt. Eine Studie macht Vorschläge, wie der Umstieg zu Gigabit klappen kann.

Der Übergang von Megabit und Gigabit in Deutschland stockt. Bis Ende des Jahres sind nicht einmal 60 Prozent der Deutschen mit 50 Megabit pro Sekunde versorgt, obwohl eine Versorgung aller Bürger geplant war. Das hat der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) am Mittwoch bei der Vorstellung der Studie „Der Weg zur Gigabitgesellschaft“ des Wirtschaftsinstituts IW Consult Wirtschaft in Köln mitgeteilt.

Die Studie enthält auch konkrete Handlungsempfehlungen für eine bessere Internetversorgung. Dabei geht es um den Umstieg von kupferbasierten Technologien auf Glasfaserinfrastruktur, die nötig ist für Gigabit-Bandbreiten. Aber genau da hakt es laut der Studie.

VATM: Fehlende Gigabitnetze gefährden Arbeitsplätze

VATM-Präsident Martin Witt nennt in der Pressemitteilung ein klares Ziel: Bis 2025 sollten in Deutschland flächendeckende Gigabitnetze vorhanden sein. Die Frage sei, wie man dieses Ziel erreichen könne. Eine Antwort wünscht er sich offenbar von der Bundesregierung: „Ein ganzes Jahr nach der Wahl liegt noch kein schlüssiges Konzept der Bundesregierung vor“, kritisiert Witt. Eine vorausschauende Strategie sei aber nötig, um ausbauende Unternehmen zu fördern und den Ausbau in unwirtschaftlichen Gebieten zu erleichtern – das sei nötig, um Deutschland als Wirtschaftsstandort zu stärken. Andernfalls seien Arbeitsplätze gefährdet.

Schuld an den verpassten Zielen ist laut Witt außerdem der fehlende Wettbewerb beim Glasfaserausbau – das Vectoring-Versprechen der Telekom habe im ländlichen Raum kaum etwas gebracht.

Der Gigabit-Ausbau müsse nicht nur wettbewerbsorientiert, sondern vor allem auch flächendeckend laufen. Bei einem Drittel der deutschen Haushalte fehle die HFC-Infrastruktur. Betroffen sei vor allem der ländliche Raum.

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