Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

iOS 12 ist da: Das bringt das neue Update auf iPhones und iPads

iOS 12. (Bild: Apple)

Apple veröffentlicht am Montag die finale Version von iOS 12. Folgende Funktionen bringt das Update bringt auf iPhones und iPads.

Wie schon im Januar berichtet, hat Apple den Fokus seiner neuen Software-Version auf Stabilität und Performance gelegt – auch auf älteren Geräten sollen sich die Verbesserungen bemerkbar machen. Nichtsdestotrotz hat das Unternehmen allerhand neue Funktionen in die neue iOS-Iteration gestopft.

iOS 12 kommt für alle Geräte, die auch mit iOS 11 kompatibel sind

Bevor es an die neuen Features geht, sei erwähnt, dass Apple in diesem Jahr alle Geräte mit einem Update versorgen wird, die auch schon iOS 11 erhalten haben. Diese frohe Kunde hatte Apples Software-Chef Craig Federighi im Zuge der Entwicklerkonferenz WWDC 2018 im Juni getätigt. Niemand bleibt auf der Strecke, wenngleich das iPhone SE und die iPhone 6s-Modelle aus dem Programm genommen wurden.

iOS 12 kommt auf alle Geräte, die schon iOS 11 erhalten haben. (Screenshot: t3n.de)
iOS 12 kommt auf alle Geräte, die schon iOS 11 erhalten haben. (Screenshot: t3n.de)

Der Software-Chef betonte im Juni ferner, dass iOS 12 auch auf älteren iPhones und iPads flüssig laufen werde. Erreichen konnte man dies durch die Verdopplung der Performance und Verkürzung der App-Ladezeit, so Federighi. So soll die Kamera bis zu 70 Prozent schneller starten und Apps auch unter schwerer Rechenlast des Prozessors bis zu zweimal schneller als bisher geöffnet werden.

iOS 12: Diese iPads und iPhones bekommen das große Update

Kurzbefehle: Siri erhält Drittanbieter-Unterstützung

Apple öffnet sein Siri ein wenig mehr für Drittanbieter. Nach der Übernahme des Automatisierungs-Tools Workflow integriert Apple seine Funktionalität als „Kurzbefehle“ in iOS. Mit Shortcuts könnt ihr jede unterstützte Funktion mit Siri verknüpfen. Mithilfe eines Sprachbefehls könnt ihr beispielsweise per Tile-App euren Schlüsselbund finden.

Kurzbefehle oder Shortcuts: Siri erhält mit dem Update auf iOS 12 neue Funktionen. (Bild: Apple)
Kurzbefehle oder Shortcuts: Siri erhält mit dem Update auf iOS 12 neue Funktionen. (Bild: Apple)

Siri kann euch in iOS 12 außerdem bestimmte Aktionen zum „richtigen Zeitpunkt vorschlagen“. Passende Empfehlungen werden euch je nach Ort und Uhrzeit auf dem Lockscreen angezeigt: So kann euch morgens zum Beispiel die Möglichkeit angeboten werden, einen Kaffee zu bestellen, oder nachmittags ein Training zu beginnen. Wenn ihr ins Kino geht, kann Siri euch empfehlen, den neuen Nicht-Stören-Modus zu aktivieren und Ähnliches.

Kurzbefehle
Kurzbefehle
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Siri hat außerdem noch weitere Fertigkeiten erhalten: Übersetzungen von Sätzen sind nun für über 50 Sprach­kombinationen verfügbar. Siri kann euch jetzt auch helfen, diverse Fakten über Stars und Prominente zu liefern – beispielsweise könnt ihr fragen: „Wo wurde Angela Merkel geboren?“.

Überdies soll Siri euch auch Ernährungsfragen wie „Wie viel Koffein ist in Kaffee?“ und weitere beantworten können. Ferner hilft Siri euch schnell dabei, Fotos respektive Rückblicke basierend auf Menschen, Orten, Ereignissen, dem Datum oder Schlagwörtern zu Objekten und Szenen zu finden, die auf euren Bildern zu sehen sind. Selbst bei der Suche nach Passwörtern steht Siri nun parat, denn iOS 12 kann eure Passwörter nun verwalten und starke erstellen – sie werden im iCloud-Schlüsselbund abgelegt.

iOS 12 mit neuen Augmented-Reality-Funktionen und AR-Kit 2

iOS 12 bringt ARKit 2. (Screenshot: Apple)iOS 12 bringt ARKit 2. (Screenshot: Apple)
iOS 12 bringt AR-Kit 2. (Screenshot: Apple)

Mit iOS 12 hält auch AR-Kit 2 Einzug. Das große Update der Augmented-Reality-Plattform Apples bringt unter anderem ein neues Dateiformat – USDZ –, das mit Pixar entwickelt wurde und mit dem AR-Inhalte wie 3D-Objekte geteilt und nachträglich bearbeitet werden können. Die geteilten AR-Objekte können entsprechend von anderen iOS-Nutzern auf ihren Geräten im Raum platziert und gedreht werden. Laut Apple sind zum Start zahlreiche Software-Partner mit an Bord – Adobe bringt zum Beispiel nativen USDZ-Support in die Creative-Cloud.

AR-Kit 2.0 umfasst ferner verbessertes Gesichtstracking und eine bessere -erkennung, besseres respektive realistisches Rendering, eine 3D-Objekterkennung und eine konsistentere Nutzererfahrung. AR-Inhalte können künftig auch in Anwendungen wie Nachrichten, Safari, Mail, Dateien und News angezeigt werden und sind nicht mehr an eine spezielle Anwendung gebunden. Eine neue Funktion ist Measure: Dabei handelt es sich um eine App zum Vermessen von 3D-Objekten oder Fotos und anderen Dingen.

iOS 12: Endlich verbesserte Mitteilungen

Mit iOS 12 geht Apple endlich einen seit Jahren kritisierten Faktor an: die Benachrichtigungen. Endlich werden Nachrichtenstränge und Mitteilungs­themen in gruppiert, damit ihr mit einem Blick schneller erkennen könnt, was wichtig ist. Außerdem könnt ihr mit iOS 12 Benachrichtigungen in Gruppen und nicht mehr nur einzeln entfernen.

iOS 12 bringt ARKit 2. (Screenshot: Apple)
iOS 12 kommt mit verbessertem Benachrichtigungs-System und einem überarbeitetem Nicht-stören-Modus. (Bild: Apple)

Weiter wird der Nicht-Stören-Modus überarbeitet. Künftig könnt ihr Benachrichtigungen in der Nacht komplett deaktivieren und am Morgen wieder anstellen. Darüber hinaus lassen sich Benachrichtigungen auch tagsüber für bestimmte Zeiträume – etwa in Meetings – pausieren.

iOS 12 mit neuen Funktionen für Kamera und Fotos

iOS 12: Mehr Kontrolle und Spaß mit euren Fotos. (Bild. Apple)
iOS 12: Mehr Kontrolle und Spaß mit euren Fotos. (Bild. Apple)

Bei der Kamera-App ziehen mit iOS 12 auch neue Funktionen ein. Zum einen erhält sie ein verbessertes Porträtlicht: Wenn die Kamera eine Person erkennt, erstellt sie laut Apple eine Maske, mit der das Konterfei von der Umgebung getrennt werden soll. Entwickler erhalten eine Schnittstelle, um darüber Ebenen in einem Foto trennen zu können: So soll der Hintergrund vom Vordergrund leichter getrennt werden. Der optimierte QR-Code-Leser der App hebt Apple zufolge die Codes im Bild hervor, wodurch sie leichter gescannt werden können.

In der Fotos-App gibt es einen neuen „Für Dich“-Tab, in dem eure beliebtesten Momente künftig an einem zentralen Ort angezeigt werden. Künftig könnt ihr eure Fotoalben leichter mit Personen teilen, die auf den Fotos zu erkennen sind. Personen, mit denen ihr das Album geteilt habt, können überdies ihre eigenen Bilder hinzufügen. Suchvorschläge in der App zeigen euch laut Apple die wichtigsten Ereignisse, Personen, Orte, Gruppen, Kategorien und letzten Suchen an. Neue Suchfunktionen ermöglichen es fortan, mehrere Suchbegriffe zu kombinieren, um gesuchte Bilder rascher zu finden.

Digital Wellbeing und mehr Sicherheit

Damit ihr einen besseren Einblick darüber bekommt, wie lange ihr euer iPhone oder iPad nutzt und welche Apps ihr am häufigsten aufruft, bringt iOS 12 das Tool „Bildschirmzeit“.

„Bildschirmzeit“: iOS 12 zeigt auf, wie oft und wie lange ihr welche Apps verwendet. (Bild: Apple)
„Bildschirmzeit“: iOS 12 zeigt auf, wie oft und wie lange ihr welche Apps verwendet. (Bild: Apple)

Die App sendet euch eine wöchentliche Übersicht über eure App-Nutzung und zeigt, wie oft ihr euer Smartphone in die Hand nehmt. Jede einzelne in der Woche genutzte Anwendung wird in einer Grafik visualisiert. Für mehr Kontrolle könnt ihr zeitliche Limits für Apps setzen. Kurz vor Erreichen des Limits bekommt ihr einen Warnhinweis. Es besteht die Chance, das Limit zu verlängern. Eine ähnliche Funktionen hat Google im Mai mit Android 9.0 Pie (Test) angekündigt.

iOS 12 hat auch für Eltern eine neue Funktion verbaut: So lassen sich iOS-Geräte, die auch mal in Kinderhand sind, mit bestimmten Zeitlimits und App-Begrenzungen versehen. Die Verwaltung der Screentime-Funktion für das Gerät des Kindes kann vom elterlichen iPhone oder iPad geregelt werden.

Mehr Sicherheit: Safari verhindert, dass Websites dich ohne deine Erlaubnis nachverfolgen können. (Bild: Apple)
Mehr Sicherheit: Safari verhindert, dass Websites dich ohne deine Erlaubnis nachverfolgen können. (Bild: Apple)

Das Thema Sicherheit geht Apple mit iOS 12 auch an: Das Update integriert einen verbesserten Tracking-Schutz, sodass Werbetreibende euch nicht mehr im Web nachverfolgen können, um Werbung anzuzeigen. In Safari wird eine erweiterte „Intelligent Tracking Prevention“ Social-Media-Buttons wie „Gefällt mir“ oder „Teilen“ blockieren können und Widgets melden, die Benutzer ohne Erlaubnis tracken.

Memoji und neue Animoji

iOS 12 bringt vier neue Animoji: Koala, Tiger, Geist und T. Rex. (Screenshot: Apple)
iOS 12 bringt vier neue Animoji: Koala, Tiger, Geist und T-Rex. (Screenshot: Apple)

Für das iPhone X und die neuen Geräte wie das iPhone Xs, Xs Max und iPhone Xr bringt iOS 12 vier neue Animoji: Koala, Tiger, Geist und T-Rex. Die neu eingeführten Animoji können erstmals eure Zunge erkennen – damit könnt ihr die Avatare die Zunge rausstrecken lassen.

Memoji in iOS 12. (Screenshot: t3n.de)

1 von 7

Neben den neuen Animoji bringt Apple individualisierte Avatare: die Memoji. In der App lassen sich Avatare ähnlich wie bei Nintendo und Samsungs Lösung des Galaxy S9 (Test) gestalten. Eure digitalen Ebenbilder lassen sich anschließend mit iMessage und anderen Apple-Apps nutzen und mit Bildern versehen.

iOS 12: Facetime-Gruppenchat für bis zu 32 Personen kommt später

Ihr könnt bald mit bis zu 32 Personen Gruppenchats durchführen. (Screenshot: t3n.de)
Ihr könnt bald mit bis zu 32 Personen Gruppenchats durchführen. (Screenshot: t3n.de)

Die Facetime-App erhält mit iOS 12 auch ein Update, das jedoch später nachgereicht wird: Künftig könnt ihr euch per Videochat mit bis zu 32 Teilnehmern austauschen. Außerdem wird Facetime Bestandteil von Messages.

iOS 12 hält noch viele weitere kleinere und größere Neuerungen bereit: Die Apple-News-App soll unter anderem eine bessere Übersicht bekommen. Auch die Börsen-App ist überarbeitet worden und landet zusätzlich auf dem iPad. In der aktualisierten Notizen-App könnt ihr jetzt auch Sprachmemos speichern.

Mit iOS 12 aktualisiert Apple zahlreiche hauseigene Apps. (Bild: Apple)
Mit iOS 12 aktualisiert Apple zahlreiche hauseigene Apps. (Bild: Apple)

Weiter wird iBooks in Apple Books umgetauft und optisch aufgefrischt. Carplay erhält zudem Drittanbieter-Navigationsapps. Damit könnt ihr künftig wohl auch Google Maps statt Apple Maps nutzen.

iOS 12 wird am 17. September für kompatible iPhones und iPads zum Download bereitgestellt. Genauso verhält es sich mit dem Update auf watchOS 5 für die Apple-Watches.

Mehr zum Thema: 

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.