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iOS 13: Diese neuen Features sollen auf iPhone und iPad kommen

(Foto: Neirfy / Shutterstock)

Anfang Juni wird Apple iOS 13 vorstellen. Das neue Update hält letzten Informationen zufolge eine Vielzahl an neuen Funktionen bereit – unter anderem wird es einen echten Dark Mode geben. Wir fassen zusammen.

Nachdem Apple bei iOS 12 in erster Linie auf Performance und Stabilität gesetzt hatte und der Umfang an neuen Funktionen sich in Grenzen hielt, scheinen iPhones und iPads mit iOS 13 einen Berg an neuen Features zu erhalten. Neben einem systemweiten Dark Mode – oder Dunkelmodus – gibt es zahlreiche spannende neue Features und App-Updates – aber auch die Verbesserung der Systemperformance soll wieder auf dem Programm stehen.

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iOS 13 soll Dunkelmodus à la macOS Mojave bekommen

Wie Mark Gurman von Bloomberg berichtet, soll sich der kommende Dark Mode an der mit macOS Mojave eingeführten Version orientieren, die insbesondere für eine angenehmere Nutzung bei Dunkelheit sinnvoll sei. Apple zufolge dient der Dunkelmodus auch dem fokussierten Arbeiten. Laut 9to5 Mac wird der neue Modus sich im Kontrollzentrum aktivieren lassen. Die einzige auffällige Änderung auf dem Homescreen sei dann ein verdunkeltes Dock. In Apple-Apps wie Apple Music komme ein tiefes Schwarz als Hintergrundfarbe zum Einsatz.

iOS 13: So soll der Darkmode aussehen. (Bild 9to5 Mac)

iOS 13: So soll der Dark Mode aussehen. (Bild 9to5 Mac)

Zahlreiche iOS-Apps haben in den letzten Jahren einen optionalen Dark Mode erhalten. Apples iOS besitzt zwar auch eine Art Dunkelmodus, dieser dient jedoch in erster Linie als Bedienungshilfe für Menschen mit Helligkeitsempfindlichkeit oder Farbblindheit. Ein „echter“ systemweiter Dunkelmodus inklusive angepasster System-Apps dürfte eine willkommene Ergänzung sein. Auch Google hat übrigens einen entsprechenden Modus für Android 10 Q in petto.

iOS 13: Neuer Homescreen und frei positionierbare Apps für iPads

Ein weiteres, spannendes Feature ist laut 9to5 Mac eine neue Multitasking-Funktion: Zum einen sollen Apps mehrere Fenster gleichzeitig öffnen können. Jedes einzelne Fenster besitze zudem Fenster-Elemente (Sheets), die beim Öffnen an einen Teil des Bildschirms angeheftet sind, vom Nutzer dann aber frei bewegt werden können. Zum anderen sollen die Fenster sich nicht nur nebeneinander positionieren, sondern auch übereinander stapeln lassen.

Ebenso soll mit iOS 13 systemweite Undo- und Redo-Gesten fürs iPad eingeführt werden. Derzeit lassen sich Inhalte rückgängig machen, indem iPhone oder iPad geschüttelt werden. Mit dem nächsten Update sollen Texteingaben mit einer neuen Geste rückgängig gemacht werden. Sie soll sich über das Antippen der Software-Tastatur mit drei Fingern und einer anschließenden Wischgeste nach links oder rechts aktivieren lassen.

Seit Wochen kursieren schon Gerüchte, dass Apple iPads über eine eigene Lösung à la Duet oder Luna Display als externes Mac-Display nutzbar machen könnte. Laut Gurman soll diese Funktion an Bord von iOS 13 sein, überdies werde es möglich sein, das Apple-Tablet als eine Art Wacom-Zeichentablet zu verwenden.

Darüber hinaus erhalte Apples System-Browser Safari ein Update: Mit iOS 13 werde statt der mobilen Ansicht standardmäßig die Desktop-Version von Websites geöffnet werden. Auch ein neuer Downloadmanager für den Safari-Browser sei im Gespräch, mit dem sich heruntergeladene Dateien künftig wie auf einem Desktopgerät an einem Ort wiederfinden lassen. Zudem soll eine neue Dateien-App in Planung sein, die sich besser mit Drittanbieter-Software versteht.

iOS 13: Die Mail-App wird smarter

Beim kommenden großen Update zieht wohl auch eine smartere Mail-App ein, die dabei helfen soll, Inhalte in durchsuchbare Kategorien wie etwa „Einkauf“, „Reise“ oder „Nicht wichtig“ vorzusortieren. Außerdem werde Mail eine Aufschiebe-Funktion für Mails zu einer späteren Bearbeitung erhalten.

Darüber hinaus soll die Mail-App mit der Möglichkeit versehen werden, einzelne Threads stumm zu schalten und eingehende E-Mails von bestimmten Kontakten zu blockieren. Zudem wird wohl die Ordnerverwaltung vereinfacht.

iOS 13 - So könnte die neue Lautstärkeregelung aussehen. (Bild 9to5Mac)

iOS 13 – So könnte die neue Lautstärkeregelung aussehen. (Bild 9to5Mac)

Darüber hinaus überarbeite Apple die Lautstärkeregelung, die in ihrer aktuellen Form Inhalte in der Mitte des Bildschirms verdeckt. Laut Bloomberg wird es weitere Optimierungen der Benutzeroberfläche geben, zu denen unter anderem eine neue Animation beim Start von Multitasking und Schließen von Anwendungen gehören. Außerdem sollen die Widgets, die auf dem linken Homescreen angezeigt werden, ebenfalls ein frisches Aussehen erhalten.

Apple testet derzeit eine Wischeingabe für sein Standardkeyboard: Damit wird es etwa wie bei Swiftkey möglich sein, Text per Wischgeste blitzschnell einzugeben. Es sei jedoch nicht vollkommen sicher, ob die Funktion in die finale Version von iOS 13 Einzug halten wird.

iOS 13 bringt laut 9to5 Mac auch eine aufgebohrte Screenshot-App. (Bild. 9to5Mac)

iOS 13 bringt laut 9to5 Mac auch eine aufgebohrte Screenshot-App. (Bild. 9to5Mac)

Bei iOS 13 spielt auch die Gesundheit eine Rolle

Da das Thema Gesundheit bei Apple eine immer größere Rolle einnimmt, wird laut Bloomberg auch die Gesundheits-App überarbeitet. Bestandteil dessen sei eine neue Hauptansicht, auf der ihr eure täglichen Aktivitäten schneller erfassen könnt. Zudem werde es einen Abschnitt für euer Hörverhalten geben, das zum Beispiel anzeigt, wie laut ihr Musik über eure Kopfhörer hört, oder wie hoch eure Umgebungslautstärke ist. Ferner soll die neue Gesundheits-App einen umfassenderen Menstruationszyklus-Kalender liefern, der mit Anwendungen wie Clue, Flo oder Ovia konkurrieren soll.

Mit dem Update auf iOS 13 werde auch ein neuer systemweiter Schlafmodus eingeführt, der mit der Uhren-App gekoppelt ist. Wird der Schlafmodus aktiviert, soll das Gerät in den „Nicht stören“-Modus versetzt werden, der Sperrbildschirm werde abgedunkelt und alle Benachrichtigungen stummgeschaltet, so Gurman.

Apples Bildschirmzeit-Funktion, die mit iOS 12 eingeführt wurde, werde ebenfalls aktualisiert. Das Update liefere Eltern mehr Kontrolle darüber, wen die Kinder zu bestimmten Zeiten kontaktieren dürften und wen nicht.

iOS 13 bringt Updates für viele System-Apps

iOS 13: Neue Erinnerungen-App auf dem iPad. (Bild: 9to5Mac)

iOS 13: Neue Erinnerungen-App auf dem iPad. (Bild: 9to5Mac)

iOS 13 bringt Bloomberg zufolge eine aktualisierte Erinnerungs-App, die To-do-Apps von Drittanbieter obsolet machen könnte. Die neue App verfüge über einen Hauptbildschirm mit vier im Raster angeordneten Standardabschnitten: Sie seien unterteilt in Aufgaben, die heute erledigt werden müssen, alle Aufgaben, geplante Aufgaben und markierte Aufgaben.

Weiter soll die Bücher-App ein Update erhalten: Sie soll Nutzer mithilfe eines Fortschrittsbalkens und eines Belohnungssystems zum Lesen animieren.

iMessage bekomme ein Upgrade mit einer Whatsapp-ähnlichen Erweiterung: Nutzer können künftig bestimmen, wer ihr Profilbild und den festlegbaren Namen sehen darf. Auch werde ein neues Menü in der Konversationsansicht für Animoji und Memoji-Aufkleber einziehen.

In Apple Maps sollen User, ähnlich wie in Google Maps, ihre Heim- und Arbeitsadresse festlegen können, um schneller navigieren zu können. Außerdem werde Apple eine verbesserte Gruppierung häufig besuchter Standorte mit der Möglichkeit, Fotos hinzuzufügen, integrieren.

Apple will Bloomberg zufolge die Funktionen der Dienste „Find my Friends“ und „Find my iPhone“ in eine einzige App bringen, die intern als „Greentorch“ bezeichnet wird. Kombiniert werden könnte die Funktion mit einem leuchtenden Tracker ähnlich wie Tile.

Auch die Home-App zur Verwaltung von Smarthome-Komponenten wird verbessert: Unter anderem sollen Sicherheitskameras besser integriert und ältere Videoaufnahmen eingesehen werden. Die Nutzeroberfläche zum Teilen von Fotos und Weblinks werde ebenso überarbeitet: Künftig sollen euch beim Teilen häufig kontaktierte Personen vorgeschlagen werden.

iOS 13 halte außerdem eine bessere Integration der Hörgeräteunterstützung bereit, ferner soll ein neues Menü mit Einstellungen für die Barrierefreiheit prominent in den Systemeinstellung integriert werden.

Nicht nur für iPhones und iPads bringe iOS 13 Neuerungen, auch für den Homepod hat Apple etwas in Arbeit: Mit dem Update sollen die Stimmen verschiedener Benutzer erkannt werden, sodass der Smartspeaker einen Mehrbenutzermodus erhält.

Ob Apple all diese neuen Funktionen wirklich in iOS 13 packen wird, werden wir am 3. Juni erfahren, wenn Tim Cook das neue OS im Laufe der WWDC-Auftaktveranstaltung präsentiert. Neben iOS 13 wird Apple wohl auch macOS 10.15 und Updates seiner Plattformen für die Apple Watch und TV liefern. Wir werden zur WWDC-2019-Keynote einen Liveticker für euch anbieten, in dem wir euch in Echtzeit mit allen Apple-Neuankündigungen versorgen.

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