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iPad Pro und Air (2020) bis Mini im Vergleich: Das sind die Unterschiede

Die 2020er iPad-Familie. (Bild: Apple)

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Apple hat Mitte September seine Modellpalette aktualisiert und dabei das iPad Air umfangreich erneuert sowie dem iPad ein Upgrade verpasst. Wir werfen einen Blick auf die Unterschiede der iOS-Tablet-Familie hinsichtlich ihrer Ausstattung, Größen und Preise.

Das Tablet-Portfolio Apples umfasst seit März 2019 insgesamt fünf verschiedene iPad-Modelle, die jeweils unterschiedliche Ansprüche erfüllen. Dabei mutet das iPad mini derzeit wegen seines verhältnismäßig hohen Preises am unattraktivsten an. Neues Highlight ist das iPad Air (2020), das sich neben dem Klassiker iPad künftig sehr gut verkaufen dürfte.

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Immer noch die Crème de la Crème: Das iPad Pro in 2 Größen

iPad Pro: Das 12,9-Zoll-Modell unterscheidet sich vom 11-Zoll-Modell bis auf Größe und Gewicht nicht. (Bild: Apple)

Wie schon in unserem iPad-Vergleich vom März 2019 bildet die Pro-Reihe Apples mit ihren 11- respektive 12,9 Zoll-Displaydiagonalen immer noch die Speerspitze der Tablet-Familie, die laut Apple auch als Notebook-Ersatz fungieren können soll. Mit iPadOS 13 hatte der Hersteller weitere Anpassungen vorgenommen, um die Geräte noch näher ans Notebook zu rücken.

Nur die iPad-Pro-Modelle haben eine Dual-Kamera und Lidar-Scanner an Bord. (Foto: Apple)

Dennoch gilt nach wie vor: Notebooks dürften für viele weiterhin die besseren Produktivgeräte sein. In Sachen Performance können die Pro-Modelle mit ihren A12Z-Prozessoren locker bei den Notebooks mithalten und sie sogar abhängen. Den neuesten und wohl auch performantesten Chip haben sie jedoch nicht an Bord – der sitzt derzeit im  neuen iPad Air. Wie viel schneller er ist, bleibt abzuwarten, jedoch soll der A14-Bionic-Prozessor auch im iPhone 12 verbaut sein und die Grundlage für die kommenden Macs mit Apple Silicon bieten.

Schneller als das Pro? iPad Air (2020) ist das erste mit A14-Bionic-Chip

Die Kernfeatures des iPad Air 2020. (Screenshot: t3n ;Apple)

Auch wenn das Air derzeit das schnellste iPad sein dürfte und sich neuerdings auch optisch an die iPad Pros anlehnt, unterscheidet es sich von den Pros. Denn Apples Pro-Tablets sind die einzigen in Apples iPad-Familie, die mit der Promotion-Technologie ausgestattet sind und damit eine dynamische Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz bieten. Durch die hohe Bildwiederholfrequenz werden flüssiges Scrollen, eine höhere Reaktionsfähigkeit und fließendere Bewegungen ermöglicht. Ebenso sind die Pros die einzigen Apple-Tablets mit Quad-Speakern, Dual-Kamera, Face-ID-Gesichtserkennung und Lidar-Scanner. Letztere Funktion dient vor allem für den Einsatz bei Augmented-Reality-Anwendungen.

 

Das iPad Air 2020 wird in bunten Farben angeboten. (Bild: Apple)

Den Pro-Modellen fehlt seit jeher die Audiobuchse, dem Air wurde sie mit dem neuen Design mit dem Wechsel von Lightning- auf USB-C-Port auch gestrichen. Wer auf diesen klassischen Kopfhöreranschluss Wert legt, muss zum iPad oder iPad mini greifen. Bei den anderen Modellen können kabelgebundene Kopfhörer immer noch per USB-C-auf 3,5-Klinke-Adapter angeschlossen werden.

iPad Air (2020): Das neue Bestseller-Tablet?

iPad Pro und iPad Air unterstützen unter anderem das neue Magic Keyboard. (Screenshot: t3n)

Das iPad Air ist mit seinem Update nun in eine höhere Liga aufgestiegen. Denn durch neue Design mit seinen schmalen Rändern und die Umpositionierung des Touch-ID-Sensors in den Powerbutton sieht es nicht nur beinahe so aus wie ein iPad Pro 11 – es ist auch genauso groß –, es ist mit 6,1 Millimetern zudem nur 0,2 Millimeter dicker als das Pro. Dank der identischen Größe und dem rückseitigen Dock-Connector kann das sogar das gleiche Zubehör wie etwa das Magic Keyboard benutzt werden, das für die Pro-Reihe angeboten wird. Neben den entsprechenden Keyboards unterstützt das Air auch den Apple Pencil 2.

iPad Pro 12,9 neben dem iPad Pro 11 und den neuem iPad Air. (Screenshot: Apple)

Durch das massive Upgrade des Air dürften viele User, die bislang zu einem Pro gegriffen hätten, einige Euro sparen. Sie müssten zwar auf Lidar und den 120-Hertz-Screen verzichten, das Paket, das Apple mit seinem Air geschnürt hat, wird aber für die meisten User ausreichen – zumal es in Sachen Performance die 2020er Pro-Modelle ausstechen dürfte. Allerdings müssen euch 256 Gigabyte interner Speicher genügen. Nur die Pro-Modelle kommen mit 512 Gigabyte respektive einen Terabyte Speicher.

 iPad Pro 12.9 (2020)iPad Pro 11 (2020)iPad Air (2020)iPad (2020)iPad Mini
Display12,9-Zoll True-Tone-Display (2.732 x 2.048 Pixel, 264 ppi; 600 nits; P3), ProMotion mit120 Hertz11-Zoll True-Tone-Display (2.388 x 1.168 Pixel, 264 ppi; 500 nits; P3), ProMotion mit120 Hertz10,9-Zoll True-Tone-Display (2.224 x 1.668 Pixel, 264 ppi; 500 nits P3)10.2 Zoll, 2.160 x 1.620 Pixel mit 264 ppi, 500 nits
7,9-Zoll True-Tone-Display (2.048 x 1.536 Pixel, 326 ppi; 500 nits P3)
ProzessorA12X BionicA12XA14 BionicA12 BionicA12 Bionic
Speicher128, 256, 512 GB oder 1 TB128, 256, 512 GB oder 1 TB64 oder 256 GB32 oder 128 GB64 oder 256 GB
RAM4 oder 6 GB4 GBtbatba3 GB
KameraHinten: 12 MP Weitwinkel‑ (f/1.8) und 10 MP Ultraweitwinkel-Kamera (f/2.4) mit Smart HDR und 4K Video mit 24 fps, 30 fps oder 60 fps + Lidar-Sensor; Vorn: 7 Megapixel-Kamera f/2.2-BlendeHinten: 12 MP Weitwinkel‑ (f/1.8) und 10 MP Ultraweitwinkel-Kamera (f/2.4) mit Smart HDR und 4K Video mit 24 fps, 30 fps oder 60 fps + Lidar-Sensor; Vorn: 7 Megapixel-Kamera f/2.2-BlendeHinten: 12-Megapixel-Kamera mit f/1.8 Blende; 4K Videoaufnahme mit 24 fps, 30 fps oder 60 fps; Front: 7 Megapixel mit f/2.0-BlendeHinten: 8 Megapixel mit f/2.4-Blende; Vorne: 1,2 Megapixel it f/2.4-BlendeHinten: 8-Megapixel-Kamera mit f/2.4 Blende; Front: 7 Megapixel mit f/2.2-Blende
Face- oder Touch-IDFace IDFace IDTouch-ID im PowerbuttonTouch-IDTouch-ID
AnschlussUSB CUSB CUSB CLightningLightning
Apple-Pencil-Support2. Generation2. Generation2. Generation1. Generation1. Generation
Externes KeyboardKompatibel mit Magic Keyboard, Smart Keyboard Folio und Bluetooth Tastaturen
Kompatibel mit Magic Keyboard, Smart Keyboard Folio und Bluetooth Tastaturen
Kompatibel mit Magic Keyboard, Smart Keyboard Folio und Bluetooth Tastaturen
Kompatibel mit Bluetooth-KeyboardsKompatibel mit Bluetooth-Keyboards
KonnektivitätWifi 6 (802.11ax), Bluetooth 5, optional LTE (eSIM)Wifi 6 (802.11ax), Bluetooth 5, optional LTE (eSIM)Wifi 6 (802.11ax), Bluetooth 5, optional LTE (eSIM)WLAN 802.11 ac, Bluetooth 4.2, optional LTE (eSIM)Lightning
AkkuBis zu 10 Std. Surfen im Web mit WLAN, Video- oder Musikwiedergabe, 9 Stunden per LTE
Bis zu 10 Std. Surfen im Web mit WLAN, Video- oder Musikwiedergabe, 9 Stunden per LTE
Bis zu 10 Std. Surfen im Web mit WLAN, Video- oder Musikwiedergabe, 9 Stunden per LTE
Bis zu 10 Std. Surfen im Web mit WLAN, Video- oder Musikwiedergabe
Bis zu 10 Std. Surfen im Web mit WLAN, Video- oder Musikwiedergabe
Abmessungen280,6 x 214,9 x 5,9 mm247,6 x 178,5 x 5,9 mm250,6 x 174,1 x 6,1 mm250,6 x 174,1 x 7,5 mm203,2 x 134,8 x 6,1 mm
SonstigesLaminiertes Display, Pro-Motion, Antireflex-Beschichtung, 4 Laut­sprecherLaminiertes Display, Pro-Motion, Antireflex-Beschichtung, 4 Laut­sprecherLaminiertes Display, Antireflex-Beschichtung, Audiobuchse, Stereo-Laut­sprecherLightning-Port, Audiobuchse, Stereo-Laut­sprecherLaminiertes Display, Antireflex-Beschichtung, Lightning-Port, Stereo-Laut­sprecher, Audiobuchse
Gewicht641 g (WLAN)
643 g (Cellular)
471 g (WLAN)
473 g (Cellular)
458 g (WLAN)
460 g (Cellular)
490 g (WLAN)
495 g (Cellular)
300,5 g (WLAN)
308,2 g (LTE)
Preis (UVP)ab 1.071 Euro*ab 899 Euro*ab 632,60 Euro*ab 369,40 Euro*ab 437,65 Euro*

Apple spart beim iPad (2020) an Speicher und True-Tone-Display

Beim weiterhin günstigsten iPad mit seinem 10,2-Zoll-Bildschirm ist das Design mit dickem Rahmen und Touch-ID-Sensor unter dem Display beibehalten worden. Neu ist lediglich der A12-Bionic-Prozessor mit Apples Neural Engine, der auch im iPad mini und dem iPhone XR zum Einsatz kommt. Beim Basisspeicher ist Apple mit 32 Gigabyte zum Preis von 369,40 Euro* immer noch knauserig – gegen einen Aufpreis von 100 Euro bekommt man es mit 128 Gigabyte. In puncto Performance ist selbst das iPad eine starke Wahl.

Das neue iPad Air (2020) neben iPad und iPad Mini. (Screenshot: Apple)

Das iPad mini ist mit seinem 7,9-Zoll-Display immer noch die kompakteste Option in Apples Tablet-Kosmos. Es besitzt eine ähnliche Ausstattung wie das iPad und kostet mit 64 Gigabyte Basisspeicher knapp 440 Euro*. Im Unterschied zum iPad hat es eine bessere Frontkamera und ein True-Tone-Display. Warum Apple es dem neuen iPad vorbehalten hat, ist uns schleierhaft. Beide Budgets-Modelle haben dennoch eine Menge zu bieten. Hier muss jeder für sich entscheiden, welche Displaygröße die Richtige ist. Angesichts dessen, dass Smartphones teilweise schon an der Sieben-Zoll-Marke kratzen, würde ich stets Richtung zehn Zoll tendieren. Das iPad Mini ist nur noch für Fans kompakter Abmessungen interessant – wenn ihr möglichst wenig Geld für ein Apple-Tablet ausgeben wollt, ist die Antwort klar.

Das beste Preis-Leistungsverhältnis bekommt ihr derzeit beim neuen iPad Air, das die wichtigsten Features der Pro-Reihe für einen weit günstigeren Preis bietet.

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5 Kommentare
Peter
Peter

Moin,
verstehe eure Einschätzung nicht. Das Air mit 64 GB Speicher macht keinen Sinn, also müssen es 256 GB sein. Das könnte man doch mal erwähnen… Damit kostet es 800 Euro (!). Das Pro kostet mit 128 GB gerade mal 50 Euro mehr. Ist das dann nicht die bessere Wahl? Durch die Speicherpreispolitik wird der Durchschnittspreis der iPads ordentlich in die Höhe getrieben. Für viele war das Pro vorher viel zu teuer – jetzt denken wahrscheinlich so einige darüber nach ob es nicht doch der bessere Deal ist. Well played Apple!

Antworten
Stefan
Stefan

Warum soll das Air mit 64 GB keinen Sinn machen? Es kommt halt stark darauf an, für was man es nutzt.

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Titus von Unhold
Titus von Unhold

Mit USB-C kann man doch externe Speichermedien anschließen, oder nicht? Für was braucht man dann nch mehr internen Speicher? Als Androidnutzer ist es mir sowieso unverständlich dass Apple keinen SD-Slot verbaut. Aber gut, die Deppen da draußen bezahlen es halt.

Antworten
Thomas
Thomas

Titus, musst ja nicht gleich unverschämt werden. Es stimmt ja vielleicht, dass Apple Geräte teurer sind als Androiden. Dafür arbeiten mein Mac, das iPad und das iPhone aber so gut zusammen, dass es mir das Geld einfach wert ist. Vorher habe ich jahrelang Verrenkungen gemacht, um Daten zwischen Windows, Android und Linux auszutauschen. Nun muss ich mich um nichts kümmern. Die Daten sind einfach da…

Peter
Peter

64 GB Speicher reichen nicht? Wir leben in 2020, niemand braucht mehr lokalen Speicherplatz. Man hat doch eh alles in der Cloud und lädt das, woran man arbeitet, on demand runter. Danach wird es wieder freigegeben und in die Cloud synchronisiert.

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