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Das iPhone 5s im t3n-Test: So gut ist Apples Smartphone wirklich

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iPhone 5s – Das „s“ steht für Speed: Benchmarks

Wofür das „s“ diesmal steht, weiß wohl nur Apple. Ich sage, dass es wieder mal für „Speed“ steht, denn das iPhone 5s ist wirklich extrem flott. Es ist in allen Disziplinen mindestens doppelt so schnell wie das 5er.

Im CPU-Benchmark GeekBench zeigt sich die Verdoppelung der Leistung. Größere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Im CPU-Benchmark GeekBench zeigt sich die Verdoppelung der Leistung. Größere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Besonders auch im Browser ist bei diversen Benchmarks eine Verdoppelung messbar. In der Praxis ist das allerdings weniger relevant, Websurfen fühlt sich auf dem 5s nicht merklich schneller an. Unterschiede merken wird man wohl nur bei sehr komplexen Seiten mit viel JavaScript, denn die Benchmarks testen fast ausschließlich die JavaScript-Leistung.

Auch hier zeigt sich fast eine Verdoppelung der Leistung. Werte in ms, kleinere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Auch hier zeigt sich fast eine Verdoppelung der Leistung, Werte in ms, kleinere Werte sind besser (Grafik: t3n.de)

Je nach Benchmark fallen die Werte eindeutiger aus. Werte in ms, kleinere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Je nach Benchmark fallen die Werte eindeutiger aus. Werte in ms, kleinere Werte sind besser (Grafik: t3n.de)

Auch Google hat einen eigenen Bechnmark und auch hier liegt das iPhone 5s deutlich vorne. Größere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Auch Google hat einen eigenen Bechnmark und auch hier liegt das iPhone 5s deutlich vorne. Größere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Die vorherigen Benchmarks testen alle nur die reine JavaScript-Leistung. Der Browsermark simuliert eher die normale Nutzung und verwendet eine Kombination von JavaScript-Benchmarks und anderen Disziplinen. Deshalb ist der Unterschied zwischen iPhone 5s und iPhone 5 hier auch nicht so groß. Das heißt: Beim normalen Surfen im Web wird man nicht viel von der höheren Geschwindigkeit merken.

Hier ist der Unterschied nicht mehr ganz so extrem. Größere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Hier ist der Unterschied nicht mehr ganz so extrem. Größere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Die Grafikleistung ist noch stärker angestiegen. Die Füllrate, also die Anzahl der Texturpunkte, die pro Sekunde berechnet werden können, hat sich fast verdoppelt. Einzig der Dreiecksdurchsatz (also wieviele Dreiecke eines 3D-Modells pro Sekunde gezeichnet werden können) ist gesunken, da Apple die Grafikeinheit anders strukturiert hat. Es gibt nun mehr Shader und weniger Geometrieeinheiten. Für die reale Spielleistung hat das aber keine Auswirkungen, wie man an den Framerates sehen kann. Hier ist das 5s immer schneller und alles läuft ruckelfrei und in sehr hoher Qualität.

Die Füllrate hat sich fast verdoppelt. Werte in MTexel/s. Größere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Die Füllrate hat sich fast verdoppelt. Werte in MTexel/s. Größere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Der Dreiecksdurchsatz ist gegenüber dem iPhone 5 gesunken. Das liegt an einer anderen Architektur des Grafikchips. Werte in MDreiecke/s. Größere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Der Dreiecksdurchsatz ist gegenüber dem iPhone 5 gesunken. Das liegt an einer anderen Architektur des Grafikchips. Werte in MDreiecke/s. Größere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Schauen wir nun mal, wie sich das iPhone 5s in einem realen Grafikszenario schlägt:

Hier sieht man fast immer eine Verdoppelung, teilweise  fast die vierfache Leistung. Werte in Bilder/s. Größere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Hier sieht man fast immer eine Verdoppelung, teilweise fast die vierfache Leistung. Werte in Bilder/s. Größere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Auch den beliebten 3DMark-Benchmark gibt es mittlerweile für iOS-Geräte. Hier konnte ich allerdings nur die „Extreme“- und „Unlimited“-Einstellungen testen, da das 5s für den normalen Ice-Storm-Test zu schnell ist.

Extrem, wie viel schneller das iPhone 5s ist. Besonders im Vergleich zum 4S. Enorm, was sich in zwei Jahren verändert. Größere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Extrem, wie viel schneller das iPhone 5s ist. Besonders im Vergleich zum 4S. Enorm, was sich in zwei Jahren verändert. Größere Werte sind besser. (Grafik: t3n.de)

Das iPhone 5s ist ein wahres Performance-Wunder. Es zählt aktuell zu den schnellsten Smartphones überhaupt. Es wird nur im Multi-Core-Test von Android-Smartphones mit mehr Kernen geschlagen. Mehr als zwei Kerne bringen aber aktuell nicht viel in einem Smartphone, da die meisten Apps diese gar nicht nutzen können. So beschränkt sich Apple auch beim iPhone 5s auf zwei Kerne und verbessert sie so, dass dennoch eine gewaltige Leistungssteigerung heraus kommt.

Auf einen Video-Vergleich hab ich verzichtet, weil diese wenig aussagekräftig sind und sich vieles auch nur geringfügig unterscheidet, so dass man das nicht seriös messen kann. Wer so etwas dennoch sehen will, kann sich dieses Video anschauen.

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18 Kommentare
Robert Hartung

„64 Bit braucht man, damit man mehr als vier Gigabyte RAM nutzen kann. “

Das ist wohl war, aber man darf eins nicht vergessen: 64 Bit bedeutet auch die Wortlänge des Prozessors. Somit kann man in einem Datenwort nun viel mehr unterbringen nämlich zuerst mal zwei 32 bit Worte. Bei einem Speicherzugriff holt man also unter Umständen 2 Worte.

Außerdem kann in einem 64 Bit wort z.B. die Addition von Zahlen (zwei 32 bit worte) zusammengefasst werden. Man spart teure Speicherzugriffe und Energie.

Also da steckt mehr dahinter, als nur > 4 GiB RAM. Leider ist das für den regulären Kunden wohl uninteressant ;)

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Sebastian Düvel
Sebastian Düvel

@Robert: Das ist völlig korrekt was du schreibst, allerdings ist der Performance-Gewinn dadurch eher zu vernachlässigen. Ja, er ist vorhanden, aber eher mess- als spürbar. Wollte das nicht unnötig verkomplizieren. :-)

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Gustave
Gustave

Danke für den ausführlichen Test. Steige in den nächsten Tagen ebenfalls vom 4s auf das 5s um und bin nun noch mal bestärkt in meiner Entscheidung.

Dass das 4s hinsichtlich der Geschwindigkeit mittlerweile in die Jahre gekommen wäre kann wohl wirklich niemand behaupten (vor allem nicht in Hinblick auf die ruckelnden Konkurrenz-Smartphones… ). Bei der täglichen Nutzung gibt es aber doch immer mal wieder Bereiche (öffnen / schliessen / wechseln von Apps) in denen die Bedienung ein wenig träge wirkt. Vielleicht ist man aber auch verwöhnt von dem Wow-Effekt in der ersten Zeit der Nutzung (vor allem wenn man wie ich von Android zu iOs wechselte.) Da war erstmal alles unglaublich schnell.

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ChriMi
ChriMi

Hi,
Danke für den Artikel. Leider konnte ich aber nichts über die Telefonqualität lesen. Wurden diese gegenüber dem 4S verbessert (Empfangs/Sendequalität)? Hatte jetzt mal länger einen Vergleich mit einem BB Q10 und da wäre ich fast soweit gewesen, fürs telefonieren nur noch das Q10 zu verwenden.

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MaxK
MaxK

„Im Vergleich zu vielen Android-Smartphones hat das 5s weniger Funktionen, allerdings muss ich man sich selbst fragen, ob man die denn unbedingt braucht.“

Ihr entdeckt es schon ;-)

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Sebastian Düvel
Sebastian Düvel

@ChriMi: Telefonieren ist voll 90er, aber extra für dich werde ich das am Wochenende noch testen. :-)

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ChriMi
ChriMi

*g* – Danke :-)

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Sebastian Wagner

Toller Artikel, der endlich mal mehr in die Tiefe geht als die sonstigen 5s Berichte, die man so kennt.

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Sebastian Düvel
Sebastian Düvel

So, Update zur Sprachqualität ist jetzt drin.

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ChriMi
ChriMi

Danke für das Update. Ich bin echt am Überlegen, mein 4S in Rente zu schicken und das 5S zu erwerben. Das Aufzeichnen von Bewegungsdaten sowie der Fingerabdruck Home-Button sind meine persönlichen Highlights. Mit den Empfangs- und Sendeeigenschaften muss ich vorher noch testen, im Büro zu Hause habe ich mit dem 4S doch einige Empfangsprobleme.

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