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Angst vor sinkenden iPhone-Verkäufen: Foxconn will 2,5 Milliarden Euro sparen

Apple iPhone Xr. (Bild: Apple)

Offenbar aus Sorge um schwächelnde iPhone-Verkäufe soll Apple-Zulieferer Foxconn sich einen rigiden Sparkurs verpasst haben. Insgesamt 2,5 Milliarden Euro sollen 2019 eingespart werden.

Seit Wochen häufen sich Hinweise aus Apples Lieferkette, dass sich die neuen iPhones schlechter als erwartet verkaufen könnten – mit negativen Auswirkungen auf die Apple-Aktie. Jetzt untermauert ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg die Spekulationen. Demnach soll der iPhone-Fertiger Foxconn für das kommende Jahr drastische Sparmaßnahmen planen, wie auch Heise Online schreibt.

Foxconn steht vor schwierigem und wettbewerbsintensivem Jahr

In einem internen Schreiben, das Bloomberg vorliegt, ist die Rede von einem „sehr schwierigen und wettbewerbsintensiven Jahr“, das vor Foxconn liege. Demnach sei geplant, die Kosten 2019 gegenüber diesem Jahr, um fast die Hälfte zu reduzieren. Insgesamt sollen umgerechnet gut 2,5 Milliarden Euro eingespart werden. Allein im iPhone-Geschäft sollen die Ausgaben laut Bloomberg um knapp 760 Millionen Euro gekappt und die Zahl der Mitarbeiter im nichttechnischen Bereich um rund zehn Prozent reduziert werden.

Vor Foxconn hatten schon vier weitere Zulieferer auf drei Kontinenten ihre Umsatzprognose nach unten korrigiert, da die Nachfrage nach den neuen iPhones schwächer als erwartet ausgefallen ist. Das kam an den Aktienmärkten nicht gut an. Die Apple-Aktie stürzte ab. Goldman Sachs hatte zuvor sein Kursziel zum dritten Mal allein im November gesenkt. Von den noch Anfang November erwarteten 240 US-Dollar pro Aktie ging es insgesamt deutlich nach unten, auf jetzt 182 Dollar . Als Grund für die Einschätzung gab Goldman-Sachs-Analyst Rod Hall eine stockende iPhone-Nachfrage in China und auf den Entwicklungsmärkten an.

iPhone Xs und Xs Max in Bildern
Das iPhone Xs von hinten. (Bild: Apple)

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Allerdings hat Apple sich auf die schwächelnde weltweite Nachfrage nach Smartphones schon länger eingestellt. Während die Zulieferer weiter auf hohe Stückzahlen angewiesen sind, hat sich Apple auf höhere Preise für das iPhone verlegt. Außerdem verdient der Konzern mit Services wie Streaming oder Cloud-Speicher. Die Zulieferer haben dagegen meist keinen Ausweichplan, wenn die zu produzierenden Volumina sinken, wie Bloomberg konstatiert.

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Ein Kommentar
Issulac
Issulac

Das heißt noch schäbigere Arbeitsbedingungen?

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