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Wegen Produktionsengpässen beim iPhone X: Apple soll strenge Vorgaben für Face-ID-Sensor gesenkt haben

Komponenten des Face-ID-Sensor-Arrays sollen die Produktion des iPhone X ausbremsen. (Bild: Apple)

Apple hat mit Engpässen bei der iPhone-X-Produktion zu kämpfen. Um der Nachfrage gerecht zu werden, soll Apple die Richtlinien für die Produktion des Face-ID-Kamerasystem reduziert haben.

iPhone X: Teil des Face-ID-Sensors als Flaschenhals

Das iPhone 8 (Plus) soll sich wegen des moderner anmutenden Premium-Modells iPhone X miserabel verkaufen. Das berichten zumindest zahlreiche Netzbetreiber aus den USA und Kanada. Mit dem Verkaufsstart des iPhone X, der Anfang November erfolgen wird, dürfte Apple versuchen, den Umsatz wieder anzukurbeln. Berichten zufolge soll das iPhone X jedoch unter anderem aufgrund seiner komplexen Face-ID-Technologie nicht in ausreichender Stückzahl produziert werden können. Wie Bloomberg berichtet, habe Apple daher die strengen Vorgaben des Face-ID-Kamerasystems verringert.

iPhone X: Im Face-ID-Sensor-Array steckt auch die Frontkamera. (Bild: Apple)

Bloomberg will aus mit der Materie vertrauten Quellen erfahren haben, dass Apple seinen Zulieferern erlaubt haben soll, die Genauigkeit bei der Fertigung des True-Depth-Kamerasystems, das im Notch auf der Geräte-Vorderseite integriert wird, reduzieren zu dürfen. Dem Bericht zufolge sei der sogenannte Dot-Projektor der Flaschenhals bei der Produktion, mit denen die Hersteller, Sharp und LG, zu kämpfen hätten.

Zu Anfang seien lediglich 20 Prozent der produzierten Module funktionsfähig gewesen. Der Grund dafür liege darin, dass Abweichungen von nur wenigen Mikrometern ein Modul unbrauchbar machen können. Ein LG-Innotek-Manager bestätigte gegenüber Bloomberg am Mittwoch, die Massenproduktion sei erst angelaufen und die Ausbeute gering. Die Module seien „signifikant“” schwerer als bisherige Kameras zu produzieren, so ein LG-Sprecher. Durch die Reduzierung einiger der Spezifikationen sei der Zeitraum zum Testen der Module stark reduziert worden – einer der großen Zeitfresser.

Wohl nur zwei bis drei Millionen iPhone X zum Verkaufsstart

Es bleibt ungewiss, ob sich die Lockerung der Vorgaben auf die Präzision des Face-ID-System zur 3D-Gesichtserkennung auswirkt. Im Zuge der Vorstellung des iPhone X erklärte Apple stolz, dass die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers beim Einsatz von Face ID bei eins zu einer Million liege und das System damit noch sicherer sei als der bisherige Fingerabdruck-Scanner mit einem Verhältnis von eins zu 50.000. Selbst leicht abgeschwächt dürfte der 3D-Gesichtsscanner noch genauer arbeiten als ein Fingerabdruck-Scanner.

Das iPhone X in Bildern
Das iPhone X (und 8 (Plus)) lässt sich schon mit der dritten Beta von iOS 11.2 per Qi-Wireless-Station schneller laden. (Bild: Apple)

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Durch die hohen Produktionsanforderungen könnte Apple zum Verkaufsstart lediglich zwei bis drei Millionen iPhone X zur Verfügung haben. Das wäre eine vergleichsweise geringe Anzahl – vom iPhone 6S und 6s Plus konnte Apple am ersten Verkaufswochenende allein 13 Millionen Einheiten absetzen. Für das gesamte Weihnachtsgeschäft könnte Apple Schätzungen zufolge nur 20 bis 30 Millionen iPhone-X-Modelle produzieren. Zum Vergleich: Im Weihnachtsquartal 2016 konnte Apple rund 80 Millionen iPhones verkaufen.

Nachtrag: Apple hat sich in einem Statement zum Bloomberg-Bericht geäußert und ihn in Teilen dementiert:

Customer excitement for iPhone X and Face ID has been incredible, and we can't wait for customers to get their hands on it starting Friday, November 3. Face ID is a powerful and secure authentication system that's incredibly easy and intuitive to use. The quality and accuracy of Face ID haven't changed. It continues to be 1 in a million probability of a random person unlocking your iPhone with Face ID.

Bloomberg's claim that Apple has reduced the accuracy spec for Face ID is completely false and we expect Face ID to be the new gold standard for facial authentication.

Die Aussage, Apple habe die Spezifikation der Face-ID-Technologie zu Ungunsten der Genauigkeit verändert, sei dem Statement zufolge nicht korrekt. Die Wahrscheinlichkeit, dass das iPhone X fälschlicherweise per Face-ID durch Dritte entsperrt werden könnte, liege weiterhin bei eins zu einer Million. Die Stellungnahme widerlegt indes nicht, ob Änderungen am Testprozess vorgenommen wurden.

Zum Weiterlesen:

iPhone X als Hemmschuh: iPhone 8 soll sich miserabel verkaufen

Face ID: So funktioniert die Touch-ID-Alternative – und so werden eure Daten gespeichert

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2 Reaktionen
Peter

Schnarch. Wer das Ding zu dem Preis kauft, hat ein Rad ab, mehr nicht. Ich nutzte selbst durchweg Apple, aber irgendwann ist schluss. Das iPhone X ist nichts anderes als das echte iPhone 8 und das iPhone 8 ist nur ein iPhone 7s. Sorry, aber wer sich so verarschen lässt hat es verdient ne kaputte Face ID zu bekommen.

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Ferdinand Fersin

Nur 20 bis 309 Milltionen bis Weihnachten... alles klar...

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