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iPhoneography: Retro Chique aus der Smartphone-Kamera

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iPhone als beliebteste Kamera

Das iPhone ist mittlerweile eine der beliebtesten Kameras überhaupt – zumindest auf flickr. Der Fotosharing-Dienst stellt umfassende Statistiken bereit, aus denen klar hervorgeht, dass das iPhone 4 die meisten Kameras großer Hersteller wie Canon oder Nikon in Sachen Beliebtheit abgehängt hat. Deswegen möchte ich als passionierter Nutzer von diversen analogen Fotoapparaten und digitaler Spiegelreflexkameras (DSLRs) allerdings noch lange nicht das Ende der herkömmlichen Fotografie herauf beschwören. Vielmehr ist diese Statistik Beleg dafür, dass das weite Feld der Fotografie um einen interessanten neuen Bereich mit einer ganz eigenen Ästhetik erweitert wird: der iPhoneography. Da die Smartphone-Welt allerdings nicht nur von iPhones bevölkert wird und auch viele Androiden und Windows Phones mit wirklich guten Kameras ausgerüstet sind sowie in Sachen Verfügbarkeit kreativer Foto-Apps aufschließen, wäre es zu kurz gedacht, diese neue Richtung der Fotografie auf iOS-Geräte zu beschränken.

Retro-Ästhetik in der iPhoneography

Nimmt man dennoch das iPhone 4 als Beispiel, erkennt man schnell, dass die Kamera und die Standard-Foto-App absolut brauchbare Fotos produziert. Das war allerdings nicht immer so, denn das erste iPhone und auch das iPhone 3G beispielsweise verfügten über eine wesentlich weniger hochwertige Kamera (zwei Megapixel mit einem ziemlich billigen Sensor). Die Fotos, die diese Smartphones abliefern, waren mit Fotos anderer Handys dieser Generationen vergleichbar. Doch auch mit den iPhones älterer Generationen konnte und kann man seine Bilder pimpen: Foto-Apps sei Dank. So kann man seine Fotos mit Effekten, Manipulationen und Retro-Looks aufhübschen, um die Schwächen der im Smartphone verbauten Kamera zu verbergen.

Viele Apps verändern iPhoneografien so, dass ein schöner Retro-Look entsteht. iPhone 4G, App: Hipstamatic, Foto: Jan Tissler.

Besonders großer Beliebtheit erfreuen sich Effekte, die den Retro-Look von billigen Plastikkameras reproduzierten: Körnigkeit, Abbildungsverzerrungen, Crossentwicklung und Belichtungsfehler sind nur einige Beispiele dafür. Diese Retro-Ästhetik erfreut sich übrigens seit geraumer Zeit auch in der „normalen“ Fotografie großer Beliebtheit. Diverse Bearbeitungsmethoden für digitale Fotos, das weite Feld der Lomography (neu aufgelegte Plastikkameras wie die Holga oder auch die Diana), aber auch das Impossible Project, das den alten Polaroid Sofortbildkameras zu neuem Ruhm verholfen hat, sind nur einige Beispiele für diesen Trend. Diese Ästhetik spielt in der iPhoneography eine tragende Rolle.

iPhoneography ist direkt und flexibel

Das iPhone mag zwar nur über einen kleinen Sensor und eine feste Brennweite bei der Linse verfügen – und trotzdem schlägt das kreative Potenzial des Smartphones jenes der meisten herkömmlichen Kameras. Die Vielzahl an Foto-Apps für Aufnahme und Bearbeitung sind beim iPhone das schlagende Argument. Dazu kommen natürlich auch noch Wi-Fi und 3G – Technologien, die ebenfalls nicht zur Standardausstattung von digitalen Kameras gehören und die einen direkten Upload ermöglichen. Mit dem iPhone können Fotografen ihr Leben visuell in bisher unvergleichlicher Dimension dokumentieren: direkt und flexibel. Genau dieser Aspekt ist auch die Quintessenz der iPhoneography. Es geht eben nicht um die Foto-Hardware (auch wenn sich die Kamera des iPhone 4 beispielsweise nicht mehr hinter vielen Kompaktkameras verstecken muss), sondern viel mehr um die Software. Tausende von Apps machen das iPhone (und auch andere Smartphones) als Kamera unglaublich flexibel.

Auf der nächsten Seite: iPhoneography verändert Fotojournalismus.

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13 Kommentare
Florian

Ich bin in den letzten Wochen auch zum iPhoneography Freak mutiert und habe festgestellt, dass es mittlerweile fürs iPhone wirklich coole Apps gibt mit denen man aus seinen Bildern einiges rausholen kann. Die Standardfilter von instagram sind eigentlich nur der Anfang und es gibt noch eine Menge brauchbarer Fotografie Apps, die aber auch berechtigterweise kostenpflichtig sind. Gruß Florian

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Sébastien Bonset

@Florian, Holger: Habt ihr ein paar Tipps für tolle Apps, die ihr nutzt? Die Liste für den kommenden Artikel ist zwar schon lang, aber Platz für mehr ist dennoch ;)

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Stephan
Stephan

Ich finde nicht, dass man für jede Tätigkeit die mit dem iPhone ausgeübt werden kann, ein „i“ vor die Bezeichnung setzen muss. Es stärkt die Marktposition von ohnehin schon viel zu mächtigen Monopolisten. Und ja: ich hab ein Android. Trotzdem bin ich auch gegen Begriffe wie „googlen“. Abgesehen davon empfinde ich „iPhoneography“ als ein häßliches, umständliches und wenig aussagekräftiges Wort.
Ansonst auf jeden fall ein interessanter Trend…

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Katharina

Hi,
Auch ich bin ein grosser Fan der iPhoneography, auch wenn der Begriff echt sperrig ist :-).
Ich probiere gerne und viel – Lande aber immer wieder bei der Lomo-App, die jetzt Leme heisst…

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