Tool-Tipp

Issuehunt will dir bei der Finanzierung deines Open-Source-Projektes helfen

Issuehunt bietet eine Plattform zur Finanzierung von Open-Source-Projekten. (Bild: Issuehunt)

Issuehunt bietet eine Plattform für die Finanzierung von Open-Source-Projekten. Einzelne Bugs oder Features können mit einem Wert versehen und dann von Nutzern finanziert werden. 

Wie finanziert man ein Open-Source-Projekt? Für Entwickler ist das eine wichtige Frage, auf die es mehrere Antworten gibt. Eine nicht ganz unumstrittene Methode ist die Mehrfachlizenzierung. Dabei gibt es zwei verschiedene Versionen einer Software, beispielsweise unter einer GPL- und einer proprietären Lizenz. Weiter verbreitet ist da das Modell, Service-Dienstleistungen wie Support für Unternehmen anzubieten, und damit die Entwicklung quer zu finanzieren.

Bei entsprechender Reichweite funktionieren auch ein Sponsorship oder Spenden. Für Letzteres bietet Issuehunt Entwicklern und Maintainern eine Plattform für Open-Source-Projekte.

Issuehunt funktioniert in Verbindung mit Github

Die Issuehunt-Macher haben das Projekt ursprünglich für ihre Notiz-App für Entwickler gestartet. (Screenshot: Issuehunt)

Die Issuehunt-Macher haben das Projekt ursprünglich für ihre Notiz-App für Entwickler gestartet. (Screenshot: Issuehunt)

Nutzer können sich einfach mit ihrem Github-Account auf der Plattform anmelden und dann ein Repository zu Issuehunt hinzufügen. Einzelne Issues können mit einem Wert versehen werden, den Geldgeber auf der Plattform finanzieren können. Ist das erfolgreich und ein Entwickler committet ein entsprechendes Feature, muss der Betrag vom Maintainer des Repositorys bestätigt werden und wird dann ausgezahlt. Alle Transaktionen werden öffentlich auf Issuehunt gezeigt.

Die Macher hinter dem Projekt haben ursprünglich Boostnote entwickelt. Die Notiz-App für Entwickler hat schnell Anklang auf Github gefunden. Viele wollten die App finanziell unterstützen. Für diesen und ähnliche Fälle haben die Entwickler von Boostnote Issuehunt entwickelt. So können auch andere Nutzer ihre Projekte finanzieren. Auf der Startseite gibt es einen Feature-Bereich, über den Nutzer Projekte auf der Plattform entdecken können. Alternativ kann nach der Programmiersprache gefiltert werden.

Die aufkommende Frage, ob die Open-Source-Philosophie nicht eigentlich Geldgedanken außen vorlassen sollte, beantwortet einer der Macher gelassen: Issuehunt solle vor allem dabei helfen, eine kleine finanzielle Anerkennung für Entwickler zu bieten.

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