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Große Berufswahl-Studie: Diese Branche hat die Autoindustrie vom Thron gestoßen

Die Autoindustrie ist nicht mehr attraktivster Arbeitgeber für Ingenieure. (Foto: dpa)

Lange Zeit stand die Autoindustrie auf den Wunschlisten junger Berufseinsteiger ganz oben. Das hat sich deutlich geändert. Die Gründe sind vielfältig.

Die Autoindustrie galt lange Zeit als der Leuchtturm schlechthin unter deutschen Talenten. Die Branche lockt mit spannenden Aufgaben und gutem Einkommen. Wer Karriere machen will, ist hier goldrichtig. Doch inzwischen haben Arbeitgeber wie VW, BMW oder Daimler an Attraktivität eingebüßt. Wie die regelmäßig durchgeführte Studentenstudie des Beratungsunternehmens EY zeigt, hat die Autoindustrie viel Ansehen verloren. Nur acht Prozent der 2.000 Befragten aus 27 Universitätsstädten halten die Branche 2018 noch für attraktiv. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 waren es noch 22 Prozent, die bei den Autobauern anheuern wollten.

Ingenieure wollen in den IT- und Software-Bereich

Im Jahr 2016 waren es noch 22 Prozent, die bei den Autobauern anheuern wollten. (Foto: dpa)

Vor allem in der Berufsgruppe der Ingenieure hat sich einiges verschoben. Berufseinsteiger begeistern sich zunehmend für die IT- und Softwarebranche. Satte 53 Prozent der Studenten liebäugeln mit einer Karriere in dem Bereich. Vor zwei Jahren waren es noch 35 Prozent. Lange Zeit hielt die Autoindustrie hier mit großem Abstand den ersten Platz. Die Beliebtheitswerte sind von 58 Prozent im Jahr 2016 jedoch auf nur noch 19 Prozent im Jahr 2018 gefallen. Der IT-Bereich hat die Automobilindustrie vom Thron gestoßen.

Die Gründe sind vielfältig. Schnell wird der Eindruck erweckt, dass die Abgasaffäre damit zu tun haben könnte. Allerdings sagt der Leiter der EY-Personalabteilung Oliver Simon, dass es „zu weit hergeholt“ wäre, das allein auf den Dieselskandal zu schieben. Vielmehr können auch andere Branchen inzwischen auf ausgezeichnete Wirtschafts- und Arbeitsmarktwerte verweisen. „Junge Berufsanfänger in Deutschland haben während ihrer Studienzeit wirtschaftlich eigentlich nur eines erlebt: Es ging immer weiter nach oben“, sagt Simon.

Mit steigender Konjunktur sind vor allem Fachkräfte im technischen Bereich dringend gesucht. „Hochschulabsolventen finden in dieser Situation vergleichsweise einfach einen Job“, berichtet Oliver Simon. Neben der Autoindustrie hat auch der Maschinenbau einige Prozentpunkte eingebüßt – wenn auch der Abstieg nicht ganz so dramatisch ist. Während im Jahr 2016 noch 32 Prozent der Ingenieursstudenten in dem Bereich einsteigen wollten, sind es inzwischen 25 Prozent. Zu den zwei deutschen Vorzeige-Industrien könnte sich somit bald ein dritter Bereich gesellen.

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Eine Reaktion
Leon

Oder es liegt daran, dass E-Autos nicht so effektiv sind wie immer gepredigt. Energieverbrauch der Herstellung und die Herstellung des Stroms wird in den Angaben nunmal so gut wie nie berücksichtigt. Die jüngere Generation weiß dies und fällt nicht auf die Aktionen herein. Da kommen die anderen Branchen innovativer rüber.

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