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Analyse

So viel verdienen IT-Freelancer im Durchschnitt

IT-Freelancer. (Foto: Viktor Hanacek / picjumbo.com)

Der  Stundensatz, den Freelancer im IT-Bereich 2013 erhalten haben, stieg auf durchschnittlich 80 Euro. Das geht aus einer aktuellen Umfrage zu den Einnahmen von IT-Freelancern hervor.

IT-Freelancer: Die Umfrage beschäftigt sich mit den Einnahmen von Selbstständigen. (Grafik: Gulp)
IT-Freelancer: Die Umfrage beschäftigt sich mit den Einnahmen von Selbstständigen. (Grafik: GULP)

IT-Freelancer: Stundensatz stieg 2013 leicht an

Laut einer aktuellen Umfrage des Projektportals GULP haben Selbstständige im IT- und Engineering-Bereich 2013 durchschnittlich 125.275 Euro umgesetzt. 26,8 Prozent der Befragten kamen auf mehr als 150.000 Euro. Das ist laut GULP eine Steigerung von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Abzüglich aller Kosten für die Altersvorsorge, der Kranken- und Pflegeversicherung, den Steuerberater, etwaige Fortbildungen und Büroräume haben die Freelancer demnach einen durchschnittlichen Gewinn von 73.881 Euro erwirtschaftet.

Der durchschnittliche Stundensatz soll von 79 Euro im Jahr 2012 auf 80 Euro im Jahr 2013 gestiegen sein. Knapp ein Drittel der Befragten soll für Stundensätze unter 70 Euro arbeiten. Mehr als 100 Euro pro Stunden verlangten 16,7 Prozent der Befragten. Insgesamt haben die 2.046 Teilnehmer der GULP-Befragung im vergangenen Jahr 177 Millionen Euro umgesetzt. Im Schnitt arbeiteten sie 17,8 Tage im Monat im Projekteinsatz. Weitere drei Tage gingen für Verwaltungsaufgaben und Fortbildungen drauf.

GULP-Studie: Freelancer aus Überzeugung

93,6 Prozent der Befragten sind aus Überzeugung selbstständig. Von den Teilnehmern der Umfrage sagten 88,4 Prozent, dass sie mit ihrer derzeitigen Arbeitssituation zufrieden sind. Knapp die Hälfte der Befragten haben bei ihrem letzten Projekt für ein Unternehmen mit mehr als 5.000 Arbeitnehmern weltweit gearbeitet. Nur 14 Prozent der Freelancer hat für Unternehmen mit weniger als 100 Angestellten gearbeitet. 2012 lag die Anzahl noch um 5,5 Prozentpunkte niedriger.

Die Umfrage ist sicherlich interessant. Leider fehlen genauere Angaben, welchen Tätigkeiten die Befragten im Einzelnen nachgingen. Zwischen dem Stundensatz eines IT-Beraters und eines Web-Entwickler dürften doch gewisse Unterschiede bestehen.

Was sagt ihr? Decken sich die Ergebnisse der Studie mit euren Erfahrungen?

via www.golem.de

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20 Reaktionen
FlorianBaumann

Mittlerweile ist der Stundensatz 2016 auf 82,13 € im deutschsprachigen Raum gestiegen. Es gibt jedoch deutliche Unterschied hinsichtlich Fachgebiet, Alter, Land und Berufserfahrung.

Quelle: http://www.freelancermap.de/umfrage-2016

Gast

Bei http://www.freelance-market.de/c/IT kann man die Stundensätze von IT-Freiberuflern vergleichen. Diese liegen zwischen 9 und 185 Euro.

YUHIRO.DE

Danke für den Beitrag.

Seit der Veröffentlichung dieses Artikels hat sich einiges getan. Die Stundensätze in der IT steigen nun schon seit einigen Jahren. Sicherlich auch, weil sich die komplette Industrie und die Gesellschaft digitalisiert.

Die im Beitrag erwähnten 79 bzw. 80 Euro sind mir jedoch nicht ganz klar. Laut der aktuellsten Gulp Studie aus dem Jahr 2014 liegt der durchschnittliche Stundensatz für IT Freelancer bei 76 Euro im Monat. Hier habe ich auch darüber geschrieben: http://www.yuhiro.de/stundensatz-it-freiberufler-programmierer/

Eventuell ist das eine andere Studie?

Das die Leute Spass an Ihrer Arbeit haben, zeigen jedenfalls die hohen Werte, dass 93,6 Prozent aus Überzeugung selbstständig sind. Das hat sich auch in den neuen Studien nicht erheblich geändert.

Vielen Dank für die Infos.

Niedriglohn-Berater

Die Sache mit den Löhnen ist ein FAQ wie auch IHK-Zwangsmitgliedschaft und Vorverträge.

Es gibt (wie bei halbfertigen Produkten in der Bilanz) mehrere Rechenwege welche aber im Prinzip auf denselben Wert kommen.
Urlaub fehlt in Deiner Aufzählung glaube ich.
Unter Wikipedia: Stundenverrechnungssatz sieht man Ansätze aber für Festangestellte. Freiberufler müssen die 15% Krankenkasse, 19% Rentenkasse, 1,9% Arbeitslosenkasse und natürlich Arbeitsfreie Zeiten und Weiterbildung Urlaub, Feiertage usw. alles selber überlegen. Wenn ich mich richtig erinnere kommt man normalerweise dann auf 1300 Stunden die man in Rechnung stellen muss. Das gewünschte Jahres-Gehalt geteilt durch 1300 gibt dann also den akzeptablen Stundensatz.

So wie viele Firmen (auch DAX-Konzerne) zu wenige Reserven/Rücklagen aufbauen und dann gerettet werden müssen, gibts auch bei Freiberuflern Leute die in weniger teuren Gegenden wohnen und ihre Kostenvorteile vorbildlicherweise am Markt anbieten (in Form billigerer Preise) können oder halt wegen Konkurrenz oder Unwissen beim Preisdumping mitmachen.
Es wird gefordert das Gastronomiebetriebe Kenntnisse erwerben müssen um nicht so oft pleite zu gehen. Freiberufler müssten eigentlich auch Schulungen oder Prüfungen am Ipad im Bürgermeister-Amt oder Finanzamt machen müssen damit klar ist, das sie Bescheid wissen. Das meiste in der BWL ist ja überwiegend Dreisatz. Deren Lernkurve zu verschnellern um der Gemeinschaft Kosten zu ersparen hilft jedem.

Die Suche nach " Akademiker Niedriglohn " zeigt die Realität am Arbeitsmarkt. Und das gilt auch für ITler.
Bei Handwerkern läuft das System langsam trocken so das untaugliche Leute auch Lehrstellen kriegen und bald wohl Handwerker immer teurer werden wohingegen ITler womöglich mit
" ... Act: App-Entwickler verdienen weniger als 1.000 Euro monatlich ..." golem.de
" ... SAP: "Haltbarkeitsdauer von Entwicklern liegt bei 15 Jahren ... " golem.de
zu tun bekommen.

Vor vielen Jahren in einer Privat-TV-Doku sagte ein Deutscher in Australien in etwa: " Die Leute gehen an die Universität und studieren etwas (vermutlich geisteswissenschaftliches) aber landen danach im Handwerk und haben das nicht richtig gelernt. ". Daher bildet er Handwerker aus und vermietet die an andere Firmen.

Wenn Leute früher in Rente gehen können, ist die Arbeitslosigkeit niedriger. Ist das nicht gut...
Wenn Leute studieren statt auf Lehrstellen zu warten ist die Arbeitslosigkeit niedriger. Ist das nicht gut...
Die nächste Rezession kommt bestimmt. Da sind alle Kapitalgesellschaften und Politik sicher vorbereitet wie Warren Buffet der dann billig einkaufen kann.

GeoSp

Der Unterschied zwischen dem Umsatz und dem, was man einem Mitarbeiter an Gehalt (brutto) auszahlen könnte, wird gemeinhin als Gemeinkostenfaktor bezeichnet. Wie es in der IT im engeren Sinn aussieht, kann ich gar nicht mal sagen, im Ingenieurbereich liegt dieser Faktor bei 2-2,3. Der höhere Wert bezieht sich auf die 1-Mann-Büros oder Freelancer, da sich hier alle Kosten und alle nicht in bezahlten Projektstunden vertrödelte Zeit auf einen Kopf konzentrieren. Um auf einen halbwegs tauglichen Vergleich zu einem Verdienst aus angestellter Tätigkeit zu kommen, müssten also zumindest noch die halben Sozialabgaben (= Arbeitsnehmeranteil) abgezogen werden. Dann kommt man ebenfalls auf den von Markus zitierten Betrag.

Vergleicht man das mit Statistiken zu Umsätzen von Freiberuflern (z.B. destatis, AHO, oder eben jene IT-Projektportale), müssten die meisten von uns ein relativ schlechtes Ein-/Auskommen haben, zumindest was mich betrifft kommt das recht gut hin. Dennoch bin ich immer wieder erstaunt, wieviele Rentenpunkte mir am Ende des Jahres gutgeschrieben werden. Wer sind all die armen Säue, die dafür sorgen, dass bei meinen bescheidenen Zahlen am Ende 2,97 Punkte rauskommen?

Uns die Leuchttürme mit ordentlichen Honoraren zu zeigen, ist das eine. Das andere wäre eine solidarische Haltung gegen das Dumping zu zeigen und sich nicht darüber zu freuen, dass mit noch ein bischen mehr Selbstausbeutung doch noch ein zum Überleben ausreichender Umsatz zustande gekommen ist.

Markus

Ich glaube, es war die WiWo, die letztens - allerdings nicht Tätigkeitsspezifisch - errechnete, dass man für einen Lebensstandard von 50.000 Euro NETTO einen Bruttoumsatz (d.h. vor allen Kosten, Abschreibungen und Steuern) von 150.000 Euro erzielen muss.

DearNon

Diese Menschen müssen wunderliche Gehirne besitzen, dass die so gut sind und deswegen so viel Euro kriegen.

BastianBalthasarBux

Interessant wäre zu wissen, wie ihr vom Umsatz _seriös_ auf einen Gewinn schließen wollt?
Und der Gewinn kann auch nur der Gewinn VOR Steuern sein. Bei uns in Ö frißt dann noch mal vermutlich so an die 35k die steuer. bleiben 30-40k übrig. fett is dann auch anders ... schliesslich gibt es als freelancer keinen krankenstand, keinen bezahlten urlaub, kein 13. und 14. monatsgehalt, keine abfertigung ... kurz, man trägt das volle unternehmerische risiko.

Jason

125k kommt mir - im Durchschnitt - auch viel vor. 80 pro Stunde x 8 Stunden x 190 Tage Auslastung. Ich vermute, dass da auch Werbung von Gulp mit im Spiel ist. I.d. Regel wird nicht der beste, sondern billigste Freelacer ( = größte Marge für Gulp) beim Kunden vorgestellt. Und da möchte man zuvor natürlich viele Interessenten locken...

Niedriglohn-Berater

Die gefragten Skills sieht man unter
https://www.gulp.de/projekte.html
Das sollte sich jeder mal ansehen der die gefragten Skills im höheren Preisbereich kennen will.

Da Gulp auch eine Provision bekommt, rentieren sich dort eher langfristige Projekte mit höheren Löhnen. Die Gesuche sind natürlich nicht die realen Projekte. Sie zeigen eher an, wo Mangel besteht. Das ist also eher wie ein Eisberg. Standardskills wie "Certified MCSE" u.ä. die man problemlos findet sieht man dort vielleicht eher selten. Und die vielen Niedriglohn-Entwickler die eher unter Wasser liegen und zu wenig einnehmen tauchen vermutlich auch eher nicht auf.
" Act: App-Entwickler verdienen weniger als 1.000 Euro monatlich ..." golem.de
http://www.heise.de/ct/schlagseite/04/11/ (auf 'größere Version' klicken)

Auch muss man sehen das viele Einkaufsabteilungen der Firmen mehrere Vermittler benutzen und daher dasselbe Projekt von verschiedenen Vermittlern angeboten wird.

Wer das Forum liest, erkennt auch die Realitäten im Projektbereich. Vorverträge, "Kundenschutzklausel", Referenzen u.ä. Dinge die einem Festangestellten oder Dauerpraktikanten meist eher nicht bekannt sind...

Christian Baer

Mir kommen 125.275 Euro Umsatz doch auch recht hoch vor.

Bei Gulp werden viele ITler aus dem Java-, SAP- oder C-Umfeld vermittelt, das deckt sich nicht so mit der Leserschaft von t3n (die ich eher bei Javascript, CSS, PHP etc. sehe). Zudem sind die Auftraggeber für IT-Vermittler oft Banken oder Old Econommy allgemein, die suchen selten einen hippen Frontend-Coder :)

Sucht man nach dem Schwerpunkt „“javascript, CSS, PHP“, so ist der Durchschnitts-Stundenlohn der GULPies nur noch bei 64€: http://bit.ly/1l1LiWv

Zum Vergleich ergibt die Suche nach dem fachlichen Schwerpunkt "java oder sap": Stundenlohn 78€ http://bit.ly/1ipgOKF

GeoSp

Ohne Angabe welche Skills da eigentlich honoriert werden und mit welchem Buzz Word die Tätigkeit etikettiert wurde, sagen diese Zahlen nicht viel aus. Immerhin soviel, dass ich mich wundere, warum meine Angebote stehts als zu teuer abgelehnt werden (nicht der Quali wegen), und ich dennoch umsatzmäßig dieser Statistik gemäß im oberen Bereich des unteren Drittels liege. Aus dieser Aussage könnt Ihr natürlich genauso wenig entnehmen. Aber alles deutet wieder einmal auf die extreme Spreizung der Honorare hin, die mit Qualifikation, Ehrgeiz, der Bereitschaft einen guten Job zu machen, etc. nicht viel zu tun hat.

FrAGgi

Leider wirklich nur bedingt aussagekräftig, wenn man die einzelnen Spezialisierungen und ihre Verteilung in der Umfrage nicht kennt.

Sascha Thattil

Interessant. Würde mich mal interessieren um welche Spezialisierungen es sich bei diesen Freelancern handelt. Besonders interessant wäre der Bereich App Entwicklung. Währe schön wenn Ihr das irgendwie unterteilen könntet, wenn nicht jetzt, dann eventuell in einem späteren Artikel :)

Christian Baer

Mir kommen 125.275 Euro Umsatz doch auch recht hoch vor.

Bei Gulp werden viele ITler aus dem Java-, SAP- oder C-Umfeld vermittelt, das deckt sich nicht so mit der Leserschaft von t3n (die ich eher bei Javascript, CSS, PHP etc. sehe). Zudem sind die Auftraggeber für IT-Vermittler oft Banken oder Old Econommy allgemein, die suchen selten einen hippen Frontend-Coder :)

Sucht man nach dem Schwerpunkt „“javascript, CSS, PHP“, so ist der Durchschnitts-Stundenlohn der GULPies nur noch bei 64€: http://bit.ly/1l1LiWv

Zum Vergleich ergibt die Suche nach dem fachlichen Schwerpunkt "java oder sap": Stundenlohn 78€
http://bit.ly/1ipgOKF

Niedriglohn-Berater

1,1% gibts auch bei golem.de:
"... Kaum mehr Gehalt für IT-Spezialisten ..." vom 28. Oktober 2013
oder auch
" Act: App-Entwickler verdienen weniger als 1.000 Euro monatlich ..."
Jedes Jahr gibts von IG Metall die "ITK-Entgeltanalyse". Heise macht m.W. auch jährlich jeweils einen Umfrage für Freiberufler und ich glaube für die Cebit-Ausgabe für Festangestellte.
Und die Studie "... Hunderttausende Akademiker arbeiten zu Niedriglöhnen ... " vom Januar 2014 bei diversen Medien sollte einem auch zu Denken geben.

Bei Gulp sind oft Entwickler die über Vermittler aquiriert werden.
Wenn neue Software oder PCs angeschafft werden (Monitor-Aufbau-Jobs u.ä.) macht das oft wohl nicht die Personalabteilung sondern der Einkauf. Das ist dann eine externe Dienstleistung wie " Solarzelle aufbauen ", " Firmendach putzen " oder " Neue Beleuchtung (mit 1000 Leuchtstoffröhren) in der Werkhalle einbauen und anschliessen ". Das läuft dann oft über Vermittler.

Die bei Gulp üblichen Skills kann man ja in der m.W. offenen Liste für Gesuche bzw. Angebote sehen: SAP ist beispielsweise normalerweise gut gefragt. Manager und Projektleiter gibts dort wohl auch. Webdeveloper sind vielleicht nicht so viel dort vertreten.

Wenn man Fortbildungen anbietet und 100 will kann man bei 5 Schülern jeweils 20 in Rechnung stellen was ja bezahlbar wird. Wenn man gut ist, lernen die ja voneinander und erhält einen sehr viel besseren Lerneffekt.

Interessant wäre, wie viel vom Durchschnittslohn über Gulp erzielt wurde oder auch wie viel Prozent Folgeaufträge vorhandener Kunden waren oder Verlängerungen vorhandener und natürlich erfolgreicher Projekte.
Bei kleinen Jobbörsen wäre das nicht ganz so interessant aber bei SAP-Beratern u.ä. sind sie vielleicht dominierend so das die Relevanz vermutlich messbar wäre.

Kim Rixecker

@stef.lange:

Natürlich (auch wenn es vermutlich ganz angenehm wäre). Der Fehler wurde behoben. Danke!

stef.lange

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich um 17,8 TAGE und nicht Stunden pro Monat handelt ...

Hugo

Ich bin mir nicht sicher, ob "den Gürtel enger schnallen" bei durchschnittlich 73.881€ netto die passende Metapher ist...

Olaf Barheine

1,1 Prozent mehr Umsatz und ein Stundensatz von 80 Euro gegenüber 79 bedeuten bei einer offiziellen Teuerungsrate von 1,5 Prozent im vergangenen Jahr einen realen Einkommensverlust! Ob wohl auch die Projektvermittler den Gürtel enger schnallen mussten?

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