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Als ITler in den Konzern – warum eigentlich nicht?

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Großkonzerne konkurrieren heute stark mit Startups, wenn es um die junge IT-Elite geht. Ard Weiher, Chief Development Officer der Axel Springer Ideas Engineering, gibt im Interview einen Einblick in die startupähnlichen Strukturen seiner Abteilung und zeigt, dass es im Konzern auch anders geht.

Mitbestimmung, offene Kommunikation und Flexibilität sind nicht nur im Startup zu Hause

Stechuhren, starre Strukturen und das Diktat von oben, so stellen sich viele den klassischen Konzern vor. Dabei haben viele längst erkannt, dass es anders laufen muss, wenn man junge Talente an sich binden will und mit der Entwicklungsgeschwindigkeit von Startups mithalten möchte. So auch die Axel Springer SE. Ard Weiher arbeitet seit vier Jahren in Europas führendem Digitalverlag und ist dort Chief Development Officer der AS Ideas Engineering. Er zeigt, wie heute auch in großen Unternehmen schon sehr flexibel und agil gearbeitet wird. Fünf Fragen hat er dazu beantwortet:

1.) Eine Firma in der Firma – was macht die AS Ideas Engineering?

Ard Weiher, Chief Development Officer der Axel Springer Ideas Engineering

Wir arbeiten querbeet für das ganze Haus, für Bild und Welt, Querschnittsabteilungen oder andere Units aus der Axel-Springer-Familie. Im Durchschnitt sind wir irgendwo zwischen 30 und 40 Jahren, haben mindestens sieben Nationalitäten bei uns und IT-typisch etwa 80 Prozent Männerquote – das muss aber natürlich nicht so bleiben.

Wir arbeiten grob gesagt in drei Arbeitsweisen: Im Innovationstrack bauen wir aus Ideen innerhalb einer Woche testbare Prototypen. Diese Projekte sind keine Aufträge, sondern kommen aus unserem internen Ideenprozess und werden dann gepitcht. Hier haben wir gerade mit Tensorflow einen Prototypen zur künstlichen Intelligenz gebaut, der Bilder erkennt.

Dann haben wir einen Projekttrack, wo wir mittlere bis große Projekte bearbeiten. Hier ist sicherlich unser Contentpool aktuell am spannendsten, der die Inhalte verschiedenster Redaktionen und Quellen zusammenbringt und anreichert.

Und wir haben unsere Premium-Content-Plattform, wo in einem sehr komplexen System alles rund um die Bezahlinhalte von Bild und Welt von uns weiterentwickelt und betrieben wird.

2.) Wie werden Projekte angegangen?

Wir beraten unsere Kunden und machen meistens einen oder mehrere Workshops zur Klärung der Anforderungen vorab. Hauptschnittstelle zum Kunden ist der Product Owner. Die Methodikwahl liegt bei den Teams, die das frei entscheiden können. In Projekten ist es sehr häufig Scrum. Sind die Projekte längerfristig angelegt und viele spontane Änderungen oder Betriebsaufgaben absehbar, dann eher Kanban.

3.) Was nutzt ihr für Technologien und wie offen seid ihr für neue Techniken?

Kommt ganz auf den Kontext an. Vom Schnellboot bis zum Tanker: Kleinster gemeinsamer Nenner ist der Java-Stack. Wir nutzen Spring, Angular, React, Docker und alles, was den Teams bei ihren Aufgaben hilft. Es wird recht viel ausprobiert und wenn es passt auch schnell adaptiert.

4.) Wie wird der Alltag in der Firma gelebt?

Wir arbeiten sehr selbstorganisiert. Das Team klärt das Meiste selbst, unter anderem auch Urlaub, Homeoffice. Sogar die Suche und Auswahl neuer Kollegen geschieht in erster Instanz im und durch das Team. Dafür haben wir uns intern auf Leitplanken geeinigt und zusätzlich gibt es die Agile Coaches als laterale Führungskräfte zur Unterstützung.

Wir praktizieren zudem eine Art Gleitzeit-Modell mit einer Kernzeit. Sodass es sowohl Flexibilität gibt, als auch eine Zeit, in der alle für Meetings und Besprechungen verfügbar sind. Einige unserer Kollegen starten bereits um sieben Uhr und gehen entsprechend früher. Einige kommen erst kurz vor Start der Dailies gegen zehn Uhr. Zusätzlich haben wir auch die Möglichkeit, Homeoffice zu machen. Wir haben relativ viele Kollegen mit Kindern, sodass es wichtig ist, allen eine funktionierende Work-Life-Balance zu ermöglichen

Mithilfe einer Software erfragen wir zudem täglich in einer kurzen anonymen Umfrage die Zufriedenheit in den Teams, damit wir Probleme schnell bemerken und lösen können.

5.) Was wird neben dem Unterstützen einer positiven Work-Life-Balance für die Motivation der Mitarbeiter getan?

Vor allem wollen wir Mitarbeiter unterstützen, sich weiterzuentwickeln. Dafür haben wir verschiedene Möglichkeiten: Neben Inhouse-Schulungen gibt es zum Beispiel sowohl ein Zeit- als auch ein Finanzbudget, das jeder für Schulungen zur Verfügung hat. Innerhalb dieses Rahmens muss der Mitarbeiter den Kurs oder die Schulung nicht absegnen lassen, aber nach Abstimmung können auch größere Weiterbildungsprojekte genehmigt werden, wenn es passt. Darüber hinaus nehmen wir auch regelmäßig an Hackathons, Meetups und ähnlichem teil, um in neue Themen einzusteigen.

„Mitbestimmung ist uns sehr wichtig und dass man sich im Team ausprobieren kann. Wie leben eine sehr offene Kommunikation und führen die Firma so, dass spürbar ist, dass unsere Teams das Herzstück der Ideas sind.

So treffen wir auch die meisten unserer Entscheidungen zusammen mit den Teams, indem wir vorab die Situation schildern und mit Interessierten mögliche Optionen suchen. Über alle Entscheidungen wird spätestens in unserem Firmenhuddle, das jeden Montag mit der versammelten Mannschaft stattfindet, gesprochen und Fragen beantwortet.

Außerdem gibt es freie Wahl bei der Apple-Hardware, unsere Büros sind mit höhenverstellbaren Tischen ausgestattet und es gibt natürlich auch freie Getränke, Obst und ab und zu auch Süßigkeiten.

Viele offene Stellen für ITler

Die AS Ideas Engineering ist nur eine Unit von Axel Springer, die zeigt, dass auch in großen Unternehmen ein Startup-Wind wehen kann. Welche Karriere-Möglichkeiten dir das Unternehmen bietet und alle offenen Stellen findest du auf der Karriereseite von Axel Springer.

Jetzt Karrieremöglichkeiten entdecken!

 

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Eine Reaktion
waschi

Ich glaube wirklich verstehen, wie wir arbeiten und wie das im Konzern funktionieren kann, tut man erst, wenn man uns besucht. Dann kann man alles selbst sehen und aus erster Hand erfahren. Ich hätte, bevor ich hier angefangen habe, auch niemals gedacht, wie liberal und offen es trotz Konzern zugehen kann.

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