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IT-Sicherheit: Schaden von 43,4 Milliarden Euro durch kriminelle Angriffe auf deutsche Unternehmen

IT-Infrastruktur der deutschen Industrie unter Beschuss. (Foto: MK photograp55/Shutterstock)

Deutsche Industrieunternehmen sind ein beliebtes Ziel für Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage. Allein 2016 und 2017 soll den Firmen ein Schaden von 43,4 Milliarden Euro entstanden sein.

Sieben von zehn Industrieunternehmen in Deutschland sollen in den vergangenen beiden Jahren Opfer von kriminellen Attacken geworden sein – etwa Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage. Der deutschen Industrie ist dadurch allein 2016 und 2017 ein Gesamtschaden von 43,4 Milliarden Euro entstanden, wie eine Studie des Branchenverbands Bitkom zeigt. Weitere 19 Prozent der Unternehmen vermuten eine Attacke auf die eigene Infrastruktur.

Firmen: Investition in IT-Sicherheit als wichtiger Schutz vor kriminellen Attacken

Bei fast einem Drittel der befragten Unternehmen sollen IT- oder Telekommunikationsgeräte gestohlen worden sein. 23 Prozent klagen über den Abfluss von sensiblen Daten – ein „Massenphänomen“, wie Thomas Haldenwang, Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, betont. „Mit ihren Weltmarktführern ist die deutsche Industrie besonders interessant für Kriminelle“, so Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wer nicht in IT-Sicherheit investiert, handelt fahrlässig und gefährdet sein Unternehmen.“

Angriffe auf deutsche Firmen: Vor allem der Mittelstand steht im Fokus. (Grafik: Bitkom)

Digitale IT-Angriffe haben der Bitkom-Studie zufolge immerhin bei knapp der Hälfte der befragten Industrieunternehmen einen Schaden verursacht. So berichteten 19 Prozent über digitale Sabotage von Informations- und Produktionssystemen oder Betriebsabläufen. Bei immerhin elf Prozent wurde die Kommunikation ausgespäht, etwa E-Mails oder Messenger-Dienste. Der Diebstahl von E-Mails, Kunden- oder Finanzdaten sowie Patenten und Ergebnissen aus Forschung und Entwicklung sind die am häufigsten entwendeten sensiblen Daten.

IT-Sicherheit in Firmen: Mitarbeiter als größte Bedrohung und bester Schutz

Die Täter stammen übrigens in fast zwei Drittel der Fälle aus den eigenen Reihen, es handelt sich um ehemalige oder derzeitige Mitarbeiter. Auch Kunden, Lieferanten, externe Dienstleister oder Wettbewerber wurden von einem großen Teil der betroffenen Unternehmen (48 Prozent) als Täter identifiziert. Interessant: Elf Prozent der Firmen geben ausländische Nachrichtendienste als Angreifer an. Als bester Schutz gegen weitere Attacken gelten übrigens aufmerksame und gut geschulte Mitarbeiter.

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