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IT-Sicherheitsgesetz: Diese Firmen müssen zukünftig Angriffe melden

(Foto: Shutterstock)

Schon bald müssen mehr deutsche Unternehmen schwere Hackerangriffe an staatliche Stellen melden. Darunter Firmen aus den Branchen Transport, Verkehr, Finanzen, Gesundheit und Versicherungen.

IT-Sicherheitsgesetz: Kabinett bringt Verordnung auf den Weg

Das IT-Sicherheitsgesetz soll sicherstellen, dass Betreiber kritischer Infrastrukturen für ausreichende Sicherheit in ihren Systemen sorgen. Außerdem sind von dem Gesetz betroffene Firmen verpflichtet, schwerwiegende Hackerangriffe an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu melden. Darüber hinaus müssen die Unternehmen dem BSI eine zentrale Kontaktstelle melden sowie die Einhaltung der geforderten Mindeststandards innerhalb von zwei Jahren nachweisen.

Seit Mai 2016 gelten entsprechende Regelungen bereits für den Energie-, IT-, Telekommunikations-, Wasser- und Ernährungssektor. Jetzt hat die Bundesregierung einer neuen Verordnung zugestimmt, die das Gesetz auf bestimmte Firmen aus den Bereichen Transport und Verkehr, Finanzen und Versicherungen sowie Gesundheit ausweitet. Die Änderungen sollen noch im Juni 2017 in Kraft treten.

IT-Sicherheitsgesetz: Die zuständige Aufsichtsbehörde ist das BSI unter der Leitung von Arne Schönbohm. (Foto: dpa)

IT-Sicherheitsgesetz: Insgesamt 1.699 meldepflichtige Anlagen in Deutschland

Laut dem aktuellen Referentenentwurf soll es in Deutschland etwa 1.699 Anlagen geben, die unter das IT-Sicherheitsgesetz fallen. Nach Inkrafttreten der Änderungen haben die betroffenen Anbieter aus den Bereichen Transport und Verkehr, Finanzen und Versicherungen sowie Gesundheit sechs Monate Zeit, um dem BSI eine Kontaktstelle zu melden. Im Gegenzug dürfen die Firmen eine bevorzugte Beratung zu Sicherheitsfragen vom BSI in Anspruch nehmen.

„Gemeinsam mit der Wirtschaft werde ich gezielt und nachhaltig unsere Resilienz im Cyberraum verbessern. Dass wir hier noch Aufgaben vor uns haben, haben die Cyberangriffe durch die Ransom-Ware WannaCry vor wenigen Wochen recht eindrucksvoll belegt“, so Innenminister Thomas de Maizière (CDU) über die neue Regelung.

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