Analyse

Jägermeister: So will das Traditionsunternehmen digitaler werden

Felix Jahnen im Video-Interview. (Screenshot: Horizont)

Jägermeister steht für mehr als nur Schnaps – zum Beispiel für eine der ältesten deutschen Marken. Jetzt will die Firma weg vom traditionellen Image, zumindest teilweise. So sehen die Pläne aus. 

Jägermeister gehört zu den wohl traditionsreichsten und ältesten deutschen Marken. Doch die digitale Transformation ist im vollen Gange. Im Video-Interview mit Horizont Online und Turi2 erzählt Felix Jahnen, Head of Global-Digital-Marketing bei Jägermeister, welche Erfahrungen die Kräuterlikör-Brand mit der neusten Chatvertising-Kampagne gemacht hat.

Der erste rappende Chatbot

Gemeinsam mit ihrer Digitalagentur La Red hatte Jägermeister Anfang des Jahres den ersten rappenden Chatbot – den Jäm Bot – entwickelt, mit dem Facebook-Nutzer individualisierte Rap-Videos an ihre Freunde schicken können. Vorgetragen werden die Songs von den deutschen Hip-Hoppern Eko Fresh und Ali As.

„Wir wollten dort sein, wo unsere Zielgruppe ist.“


Das Fazit von Jahnen fällt positiv aus: „Wir haben gute Erfahrungen gemacht.“ Das Projekt, das im Konzern ganz bewusst als Experiment betrachtet wurde, kam in der Zielgruppe bestens an. „Wir wollten dort sein, wo unsere Zielgruppe ist – in diesem Fall der Aktivierung waren das die 18- bis 24-Jährigen. Die nutzen natürlich Chatsysteme wie den Facebook-Messenger und Whatsapp“, sagt Jahnen.

Schritt zur digitalen Marke „absolut notwendig“

Insgesamt erreichte die Kampagne über vier Millionen Leute, berichtet der Jägermeister-Marketer. Im Chatbot wurden 40.000 Videos erzeugt, die durchschnittliche Verweildauer betrug sieben Minuten. Laut Jahnen „exorbitant hoch“ verglichen mit einer Verweildauer von etwa zwei Minuten auf normalen Websites.

Der Schritt hin zu einer digitalen Marke sei auch für Jägermeister absolut notwendig, sagt Jahnen. E-Commerce und „Spinnereien“ wie Drohnen-Lieferungen seien zwar nicht unbedingt die nächsten Schritte für das Unternehmen, aber beim klassischen Vertriebsmodell (Kiosk, Supermarkt) werde es auch nicht auf Dauer bleiben. „Da ist noch eine Menge mehr drin“, so Jahnen.

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2 Kommentare
Nörgler
Nörgler

Ich trinke keinen Jägermeister. Weil er mir nicht schmeckt.

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Klotz
Klotz

Ich trink auch lieber mal nen Kakao, bin ne kleine Naschkatze :P

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