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Jahresendgeschäft: Apple steigert App-Store-Umsatz um 16 Prozent

Apple zeigt sich mit der Entwicklung seines Dienste-Angebots zufrieden. (Grafik: Apple)

Apple feiert das Wachstum seines Services-Geschäfts, das die sinkenden Hardware-Umsätze auffangen soll. Klappt das? Na ja, die Tendenz stimmt grob.

In einem Beitrag, der wohl eher der Selbstmotivation, denn der Information der interessierten Öffentlichkeit dient, singt der kalifornische Technologiekonzern ein Lobeslied auf sein stetig wachsendes Angebot digitaler Dienste.

Neue Dienste sollen erfolgreich sein

In der Tat hat Apple seit 2019 zusätzlich den Spiele-Dienst Arcade, den Streaming-Dienst TV+ und in anderen Teilen der Welt auch News+ und die Kreditkarte Apple Card eingeführt. Die sollen das bisherige Angebot um den iTunes-Store, iCloud, Apple Music und Apple Pay ergänzen.

Daten zum Erfolg der einzelnen Angebote verrät uns Apple indes nicht. Insbesondere die Abonnentenzahlen von TV+ und Arcade wären durchaus interessant gewesen. Nur zu News+, einer Art Nachrichten-Flatrate für teilnehmende Zeitschriften und Magazine, nennt der Anbieter eine Zahl von mehr als 100 Millionen monatlich aktiven Nutzern in den USA, Großbritannien, Australien und Kanada.

Rekordzahlen aus dem App-Store um Weihnachten und Neujahr

Immerhin lässt uns Apple wissen, dass das letztjährige Weihnachtsgeschäft dem App-Store einen um 16 Prozent höheren Umsatz beschert hat als das Jahr zuvor. 1,42 Milliarden US-Dollar nahm der Konzern zwischen dem 24. und dem 31. Dezember 2019 demnach ein.

Apples App-Store wird pro Woche von einer halben Milliarde Nutzer besucht. (Bild: Apple)

Am Neujahrstag 2020 soll sogar der Rekord für den höchsten Umsatz an einem einzelnen Tag geknackt worden sein. Starke 386 Millionen Dollar und damit um 20 Prozent mehr als am Neujahrstag 2019 habe der Konzern dabei umgesetzt.

App-Store macht geschätzt 50 Milliarden Dollar Jahresumsatz

Die Kolleginnen und Kollegen von CNBC haben sich zudem die Mühe gemacht, aus den wenigen verfügbaren Daten eine Umsatzschätzung für den App-Store abzuleiten. Dabei greifen sie darauf zurück, dass Apple Jahr für Jahr veröffentlicht, wieviel Geld insgesamt an Entwickler ausgezahlt wurde. Diesen Wert erhöhen sie dann auf 100 Prozent und nähern sich so dem Gesamtumsatz.

Der läge nach dieser Berechnung bei runden 50 Milliarden Dollar im Jahr 2019. Hätte Apple nur den App-Store würde der Konzern in der Unternehmens-Topliste Fortune 500 vor Cisco und hinter Morgan Stanley auf Platz 64 rangieren, zumindest soweit es den reinen Umsatz betrifft.

App-Store-Umsatz wächst sehr langsam

Bei der Gelegenheit zeigt sich indes, dass der App-Store nur noch sehr langsam wächst. Insgesamt hat Apple nämlich mit rund 35 Milliarden Dollar Ausschüttungen an Entwickler „nur“ eine Milliarde oder rund 2,9 Prozent mehr ausgeschüttet als im Vorjahr.

Bis Apple mit seinen Diensten den iPhone-Umsatz erreicht, der zwischenzeitlich zwar gefallen ist, aber immerhin noch rund 142 Milliarden Dollar beträgt, wird noch einige Anstrengung erforderlich sein.

Passend dazu: Apple: Es gibt ein Leben nach „Peak iPhone“!

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