News

Java SE 10 reduziert redundanten Code

Java. (Bild: Oracle)

Wie vergangenes Jahr angekündigt will Oracle in Zukunft die Anzahl der Feature-Updates für Java erhöhen. Somit erscheint Java SE 10 bereits ein halbes Jahr nach Java 9. Was sich geändert hat.

Im Herbst 2017 hatte Oracle eine neue Update-Strategie für Java bekannt gegeben. Demnach sollen jeweils im März und September größere Versionen mit neuen Funktionen erscheinen. Zwischen diesen Updates gibt es kleinere Aktualisierungen mit Bugfixes und Optimierungen. Oracle hält sein Versprechen und veröffentlicht nun pünktlich Java SE 10.

Redundanten Code vermeiden

Eine der größten Änderungen verringert den redundanten Code in Java. In Zukunft kann bei der Initialisierung einer lokalen Variable der jeweilige Typ auf der linken Seite durch das Wort var ersetzt werden. Dadurch verkürzen sich Codezeilen von

URL t3n = new URL("https://t3n.de");
List<URL> list = new ArrayList<>();

ganz einfach zu

var t3n = new URL("https://t3n.de");
var urlList = new ArrayList<String>();

Der Compiler schaut in einem solchen Fall auf die rechte Seite und deklariert die Variable mit dem dort stehenden Typen. Dabei ist var allerdings kein Keyword und Variablen sowie Methoden dürfen weiterhin var heißen. Lediglich Klassen und Interfaces dürfen diesen Titel in Zukunft nicht mehr tragen.

Will ein Entwickler seinen Code mit var versehen, muss die zugehörige Variable immer direkt initialisiert werden. Dies ist zwingend notwendig, da der Compiler die Variable mit dem Typ der rechten Seite initialisiert. Außerdem funktioniert dieses Feature nur für lokale Variablen.

// Dies funktioniert nicht!
var list;
list = new ArrayList<String>();
list.add("t3n");

Verbesserungen beim Garbage Collector

Seit Java 9 wurde der G1, der Garbage-First-Collector, zum standardmäßigen Garbage Collector für Server-Konfiguration gemacht. Dort wird die Laufzeit in Worst-Case-Fällen durch volle Parallelisierung optimiert. Außerdem sorgt ein neues Interface für eine klare Schnittstelle und verbesserte Modularität. Dadurch wird das Hinzufügen eines neuen Garbage Collector vereinfacht.

JIT Compiler für Linux

Abgesehen von den zentralen Veränderungen führt Oracle außerdem einen experimentellen JIT Compiler für Linux/x64 ein. Der sogenannte Just-In-Time-Compiler kompiliert im Gegensatz zum üblichen Compiler lediglich benötigte Programmabschnitte und auch erst während der Ausführung des Java-Programms.

Oracle veröffentlicht im Blog eine ausführliche Liste der Änderungen für Java 10. Die neue Version lässt sich hier herunterladen.

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.