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Jedi-Projekt: Microsoft gewinnt Rennen gegen Amazon

Microsoft soll ein Cloud-System für das Pentagon entwickeln. (Foto: Ivan Cholakov/ Shutterstock)

Den Zuschlag für das milliardenschwere Jedi-Projekt hat überraschend Microsoft bekommen – und damit Amazon ausgestochen.

Microsoft hat sich bei der Vergabe eines milliardenschweren Auftrags für das Militär in den USA gegen Amazon durchgesetzt. Microsoft wird das sogenannte Jedi-Projekt übernehmen, wie das US-Verteidigungsministerium mitteilte. Dabei geht es um den Aufbau eines Cloud-Systems für das Militär. Der Vertrag hat einen Umfang von zehn Milliarden US-Dollar und eine Laufzeit von zehn Jahren.

Amazon kritisiert Entscheidung

Der Aufbau der Joint Enterprise Defense Infrastructure Cloud, kurz Jedi, ist Teil einer breiter angelegten Digitalisierungsstrategie des Pentagon.  Neben Microsoft und Amazon hatten sich auch Oracle und IBM um den Vertrag beworben. Google hatte sich im Herbst 2018 wegen ethischer Bedenken freiwillig zurückgezogen.

Als Favorit hatte Amazon gegolten. Man sei überrascht über den Ausgang, sagte ein Sprecher von Amazon Web Services, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Hätte die Entscheidung sich an einem neutralen Vergleich der Angebote orientiert, sähe das Ergebnis demnach anders aus.

Interessenskonflikt bei Vergabe?

Wie die New York Times berichtet, könnte die öffentliche Kritik von Donald Trump an Amazon-Gründer und CEO Jeff Bezos eine Rolle bei der Entscheidung gegen Amazon gespielt haben. Amazon erwägt jetzt, gegen die Entscheidung vorzugehen, schreibt Reuters unter Berufung auf Insider-Informationen.

Oracle und IBM waren im April bereits aus dem Rennen ausgeschieden. Dagegen hatte Oracle geklagt, weil das Unternehmen eine Einflussnahme des Amazon-Mitarbeiter Deap Ubhi bei den Vergaberichtlinien vermutet hatte. Ein Gericht kam im Juli dann aber zu dem Schluss, es bestehe kein Interessenskonflikt – womit der Weg frei schien für den Favoriten Amazon.

Alle Bewerber seien fair behandelt und entsprechend der Vergaberichtlinien bewertet worden, betont das Pentagon in seiner Mitteilung zur Entscheidung für Microsoft. Weitere Verträge für ähnliche Projekte seien geplant.

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