Fundstück

Diese Frage stellt sich Jeff Bezos vor schwierigen Entscheidungen

Wie Jeff Bezos wichtige Entscheidungen trifft: „Was sagt dein Herz?“ (Foto: dpa)

Jeff Bezos gilt als Paradebeispiel eines erfolgreichen Unternehmers. Entlang wichtiger Entscheidungen, die aufgrund von Daten allein nicht getroffen werden können, vertraut er auf sein Herz.

Der Weg zum Erfolg ist in den allermeisten Fällen steinig, da es immer wieder Momente gibt, in denen unbequeme Entscheidungen anstehen. Viele Gründer kennen zumindest eine dieser Situationen: Eine gescheiterte Beziehung, entlassene Mitarbeiter oder ein gekündigter Job, der eigentlich Sicherheit versprach. Aus der Angst heraus die falsche Entscheidung zu treffen, geraten viele in einen passiven Modus. Sie schieben das Urteil einfach auf. Ein zunächst nachvollziehbarer Reflex, der jedoch zu nichts anderem als Stillstand führt, wie Amazon-Chef Jeff Bezos meint. Der IT-Mogul kennt sich aus. Auch er stand vor mindestens einer Entscheidung, die ihm nicht leicht fiel, ihn aber zu einem der heute erfolgreichsten Menschen der Welt machte.

Wie Jeff Bezos wichtige Entscheidungen trifft: „Was sagt dein Herz?“

In dem Video, das ein Gespräch zwischen Jeff Bezos und seinem Bruder auf dem „Summit LA17“ zeigt, sprechen die beiden Geschwister über die Zeit der Firmengründung. Ein außergewöhnlich persönliches Gespräch – nicht zuletzt, weil der Zuschauer sehr private Fotos zu sehen bekommt. Bezos, damals gerade in den 30ern und nach eigenen Aussagen bereits weitestgehend erfolgreich, teilte seinem Chef mit, dass er kündigen wolle. „Ich ging zu meinem damaligen Chef und sagte ihm, ich würde diese digitale Buchhandlung starten. […] Er sagte: ‚Ich glaube, dass das eine gute Idee ist. Aber ich glaube, dass es eine noch bessere Idee für jemanden wäre, der nicht schon bereits einen guten Job hat.‘ Und das klang für mich logisch. Er bat mich darum, ein paar Tage darüber nachzudenken.“

„Ich wusste, ich würde es mit 80 Jahren niemals bereuen, dass ich diese Sache ausprobiert habe.“ –
Jeff Bezos

Jeff Bezos tat das in der Folge. Und obwohl rein nüchtern betrachtet eigentlich alles gegen Amazon und für den alten Job sprach, wagte der Ausnahmegründer den Schritt in die Gründung. Ausschlaggebend dafür war eine Frage, die er sich selbst stellte und die alles verändern sollte: „Was sagt dein Herz?“ Für ihn der einzig richtige Weg, ein so persönliches Urteil zu treffen, das keine auf Daten basierende Geschäftsentscheidung sei. „Ich wusste, ich würde es mit 80 Jahren niemals bereuen, dass ich diese Sache ausprobiert habe, selbst wenn sie gescheitert wäre“, erzählt Bezos dem Publikum. Allein der Schritt es getan zu haben, hätte ihn im Gegenteil sogar stolz gemacht. „Ich wusste, es würde mich für immer verfolgen, wenn ich es nicht tue.“

In dem Gespräch wird vor allem deutlich, wie sehr eigentlich pathetische Floskeln wie „Wer es versucht, kann scheitern. Wer es nicht versucht, ist bereits gescheitert!“ schlussendlich doch irgendwie stimmen. Bezos selbst geht sogar noch einen Schritt weiter und beschränkt sich nicht nur auf berufliche Ziele oder Pläne: „Ich glaube, dass das eine nützliche Größe für so gut wie jede wichtige Lebensentscheidung ist.“ Das ganze Video, das wir euch als Fundstück nicht vorenthalten wollen, findet ihr oben eingebettet. Knapp 400.000 Zuschauer haben den Worten der Geschwister Bezos bis dato Aufmerksamkeit geschenkt. In einem Verhältnis von rund 4.000 Up- zu rund 200 Down-Votes hält auch die Community das Video für sehenswert.

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via www.businessinsider.de

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