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Job mit Zukunft: Britische Polizei stellt „Drone Manager“ für Drohnenpatrouillen ein

Polizeidrohne der Polizei Devon und Cornwall. Künftig soll ein „Drone Manager“ die Einsätze koordinieren. (Foto: dpa)

In Großbritannien geht im Sommer eine Drohnenpatrouille an den Start. Dafür wird eigens ein „Drone Manager“ eingestellt. Ein Job mit Zukunft.

Es ist im Grunde eine Binsenweisheit: Die Digitalisierung frisst Jobs und ebnet gleichzeitig an anderer Stelle den Weg für völlig neue Berufe. Ein spannendes Beispiel für letzteres Szenario findet sich derzeit in England. Denn dort ist die Polizeibehörde von Devon und Cornwall im Begriff, eine Patrouillentruppe aus Drohnen zu starten, für die derzeit sogar ein verantwortlicher „Drone Manager“ eingestellt wird.

„Drohnen sind um ein vielfaches günstiger als Helikopter.“

Die hiesige Polizei kontrolliert dort das größte geografische Gebiet in England. Die Drohnen sollen helfen, verschiedene Informationen des Areals zu sammeln. Dabei kann es um reine Verkehrsdaten sowie Fahndungsinformationen und das Auffinden vermisster Personen gehen. Die „fliegende Truppe“, wie die Drohnen intern heißen, soll 24 Stunden pro Tag im Einsatz sein. Im Sommer 2017 soll sie ihre Arbeit aufnehmen.

Dass Drohnen im britischen Polizeialltag immer wichtiger werden, lässt sich auch an vielen weiteren Szenarien beobachten. So ist es nicht unüblich, dass sie beispielsweise während Demonstrationen oder Fußballspielen über Menschenmengen fliegen und Aufklärungsbilder an die Zentralen senden. Drohnen seien um ein vielfaches günstiger als Helikopter, gibt auch Polizeichef Steve Barry der britischen Tageszeitung Daily Mail zu verstehen.

Job mit Zukunft: Drohnenpiloten auch in Deutschland im Einsatz

Auch in Deutschland werden Drohnen schon eingesetzt. Seit 2008 beispielsweise schon in Sachsen. (Foto: Shutterstock)

Auch in Deutschland sind Drohnen angekommen. In Sachsen sind beispielsweise seit 2008 Drohnen zur Überwachung von Massenveranstaltungen im Einsatz. Mitte vergangenen Jahres hat die Berliner Staatsanwaltschaft sogar das mutmaßlich erste Fahndungsfoto einer in Deutschland eingesetzten Polizeidrohne veröffentlicht. Gesucht wurde damals ein Passant, der die polizeilichen Ermittlungen bei einem Tötungsdelikt filmte.

Der Beruf des Drohnenpiloten bei der Polizei hat in jedem Fall Zukunft. Im Jahr 2014 wurden 13 „tarifbeschäftigte Fotografen“ für die Führung der UAS-Pol-Drohne ausgebildet. Die Einweisung erfolgte vom Hersteller, zum Training gehörte auch das Fliegen „unter Windbedingungen mit Videosicht mit und ohne GPS-Positionssteuerung“. Allerdings ist das Fliegen ohne Sichtkontakt in Deutschland nicht erlaubt. Aber das nur am Rande.

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