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JPM Coin – US-Großbank JP Morgan startet eigene Kryptowährung

JP Morgan Chase. (Bild: JP Morgan Chase & Co.)

Die US-Großbank JP Morgan bringt eine eigene Kryptowährung mit dem digitalen Token JPM Coin an den Start. Die digitale Währung soll aber lediglich der internen Zahlungsabwicklung dienen.

Noch vor nicht allzu langer Zeit hatte JP-Morgan-Chef Jamie Dimon Bitcoin als Betrug bezeichnet. Und im vergangenen Jahr hatte die US-Großbank Kunden den Kauf von Bitcoin via Kreditkarte verboten. Dass sich die Meinung in der Vorstandsetage grundlegend geändert haben könnte, ist nicht abzusehen. Aber JP Morgan Chase scheint das Potenzial der Blockchain-Technologie testen zu wollen.

JP Morgan: Kryptowährung und digitaler Token für interne Zahlungsabwicklung

Denn JP Morgan hat als erste große US-Bank eine eigene Kryptowährung und den dazugehörigen digitalen Token JPM Coin entwickelt, wie CNBC berichtet. Mit dem System sollen Zahlungen zwischen Kunden der Bank künftig schnell und sicher abgewickelt werden. Eine Möglichkeit für außenstehende Investoren, den Token zu kaufen, wird es wohl nicht geben.

Außerdem handelt es sich um einen sogenannten Stable-Coin. Um den JPM Coin zur Zahlung zu verwenden, muss der entsprechende Wert zuvor in US-Dollar bei der Bank hinterlegt worden sein. Nach Abwicklung der Transaktion wird der Coin zerstört und die entsprechende Summe in Dollar ausbezahlt. Davon sollen vor allem Großkunden profitieren, die täglich Geld zwischen verschiedenen Ländern hin- und herbewegen – teils per Banküberweisungen in Netzwerken wie Swift. Damit könnte JP Morgan insbesondere Ripple mit dessen XRP gefährden, das ähnlich funktionieren will.

Insgesamt bewegt JP Morgan Chase laut CNBC täglich mehr als sechs Billionen Dollar im Rahmen seines riesigen Payment-Geschäfts rund um den Globus. 80 Prozent der Fortune-500-Konzerne sind Kunden bei der Bank. JP Morgan will beim JPM Coin entsprechend von dem Pionierstatus und seiner Vormachtstellung profitieren. Andere Banken würden das System übernehmen, auch wenn sie gerade selbst an einem Coin arbeiteten, meint JP Morgan.

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