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Jugendliche äußern Kritik am Internet – sie nutzen Social Media mit zunehmender Skepsis

So gut wie alle jungen Menschen haben ein Smartphone. (Foto: Shutterstock/Imyanis)

Das Internet ist laut einer neuen Studie für junge Menschen zwar unverzichtbar. Aber es macht sie nicht nur glücklich.

Fast alle Jugendlichen und junge Erwachsene besitzen ein Smartphone – täglich online zu sein macht sie gleichzeitig glücklich und unsicher, wie eine repräsentative Studie vom Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DISVI) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums zeigt. Das DISVI hat Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 24 Jahren befragt.

Fast alle nutzen Whatsapp

Social Media benutzen die Befragten lieber fürs Messaging und weniger fürs Networking. Während 99 Prozent täglich Whatsapp benutzen, ist Facebook unbeliebter geworden – aber wird erstaunlicherweise immer noch von 67 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen genutzt.

Junge Menschen nutzen Facebook seltener. (Grafik: DIVSI)

Jugendliche fühlen sich im Internet nicht mehr wohl

Junge Menschen haben zunehmend Angst vor Shitstorms und Falschinformation. Auch wenn viele trotzdem Social Media nutzen, äußern sie der Studie vom DIVSI zufolge dort seltener ihre Meinung. Wenn sie Hasskommentare lesen, schweigen 38 Prozent der jungen Menschen lieber, statt zu widersprechen – aus Angst, selbst Opfer von Beleidigungen zu werden.

Im Vergleich zur gleichen Studie aus dem Jahr 2014 sehen junge Menschen damit mehr Risiken im Internet. An Datensicherheit im Internet glauben außerdem nur noch 30 Prozent.

Insgesamt gaben die meisten Befragten an, dass das Internet sie glücklich macht. „Aber in der heutigen Welt ist man quasi schon so auf das Internet angewiesen“, hat ein 17-Jähriger geschrieben – die Vorstellung, dass immer mehr ausschließlich digital laufen könnte, macht demnach vielen Befragten Angst. Bundesfamilienministerium Franziska Giffey (SPD) will dem mit einem Jugendmedienschutzgesetz entgegenwirken.

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