News

Kampf gegen gefälschte Bewertungen: Amazon verhindert 13 Millionen Fakes

(Foto: Shutterstock)

Amazon gibt an, im vergangenen Jahr mehr als 13 Millionen gefälschte Bewertungen verhindert zu haben. Eine neue EU-Richtlinie macht den Kampf gegen den Betrug mit Verbraucherbewertungen nun verpflichtend.

Wie die Wirtschaftswoche von einem Amazon-Sprecher erfahren hat, geht das Unternehmen verstärkt gegen gefälschte Kundenbewertungen vor und will allein im Jahr 2018 über 13 Millionen derartige Versuche verhindert haben. Ebenso seien fünf Millionen „Täter“ sanktioniert worden. Insgesamt 400 Millionen US-Dollar habe sich das Unternehmen den Kundenschutz kosten lassen.

Neue EU-Richtlinie fordert Transparenz und untersagt bestimmte Praktiken

Da das Problem mit gefälschten Verbraucherbewertungen nicht nur ein Problem des E-Commerce-Riesen Amazon ist, sondern überall vorkommt, wo Menschen die Möglichkeit haben, Bewertungen abzugeben, hat die EU eine neue Richtlinie entwickelt, die einen rechtlichen Rahmen setzen soll.

Dieser „New Deal for Consumers“ soll möglichst noch im Herbst dieses Jahres in Kraft treten. Er beinhaltet Regelungen zum Umgang mit Kundenbewertungen durch die Unternehmen, die diese zugänglich machen. Damit wird das jeweilige Unternehmen, das die Bewertungsplattform stellt, stärker in die Pflicht genommen.

So müssen Plattformen künftig transparent darlegen, ob und wie sie die Authentizität der Bewertungen prüfen. Unternehmen, die derzeit vielfach für ihre eigenen Produkte Bewertungen abgeben oder solche Bewertungen kaufen, wird diese Praxis untersagt.

Sind Kundenbewertungen problematisch?

Seit Mai 2019 läuft zudem ein Sektoruntersuchung des Bundeskartellamts, in deren Verlauf mehr als 50 Portale Auskunft über die Problemlage geben sollen. Auf der Basis der Erkenntnisse soll dann über weitere Maßnahmen entschieden werden.

Erst jüngst hatte Statista eine repräsentative Umfrage durchgeführt, die unter anderem die Frage enthielt, ob und in welchem Maße sich die Befragten an Kundenbewertungen bei Amazon orientierten. Dabei bezeichneten nur rund 34 Prozent der Befragten die Bewertungen als wesentlich oder wenigstens teilweise kaufentscheidend. Immerhin gut 42 Prozent vertrauten zwar nicht darauf, nahmen sie aber als ersten Eindruck vom gewünschten Produkt mit in die Überlegungen auf.

Passend dazu:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

2 Kommentare
bitseven Werbeagentur Düsseldorf

Gute Entwicklung. Es wäre schön, wenn man sich endlich wieder auf Bewertungen im Internet verlassen könnte.

Antworten
dennis
dennis

Und trotzdem wird gelogen und betrogen werden bei den Bewertungen.
Amazon tät gut daran die Bewertungen auch den richtigen Artikeln zu zuweisen. Selbst das passt sehr oft nicht.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung