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Kampf gegen Überstunden: Seoul will Beamten abends die PCs abschalten

(Foto: Shutterstock-Kimberrywood)

Die südkoreanische Regierung startet ein Programm gegen Überarbeitung. Ab Ende März müssen Beamte in der Hauptstadt um 20 Uhr aufhören, zu arbeiten – viele sind darüber unzufrieden.

Die Regierung des Staates Südkorea startet eine Initiative gegen Überarbeitung. In der Hauptstadt Seoul sollen PCs zur Abendzeit abgeschaltet werden. Damit solle die „Kultur der Überstunden“ abgeschafft werden, sagt die südkoreanische Regierung laut einem Bericht des britischen Senders BBC.

Die Regierung will den Plan in drei Phasen durchführen: Vorerst müssen Bürocomputer ab 20 Uhr abgeschaltet werden. Diese Phase wird ab dem 30. März 2018 eingeleitet. Ab April werden die Rechner um 19:30 Uhr ausgeschaltet. Im Mai beginnt die dritte Phase, die den Feierabend auf 19 Uhr verlegt. Die Regel gelte für alle Regierungsbeamte, die in der Hauptstadt einer Tätigkeit nachgehen, heißt es.

Viele Beamte wollen mehr arbeiten

Wie genau dieser Vorgang funktionieren soll, ist nicht ganz klar. Wahrscheinlich wird per Gesetz ein Ausschalten der Computer vorgeschrieben. Denkbar wären auch Zeitschaltuhren an der Stromversorgung, die Behörden dort anbringen.

Allerdings sind laut BBC schon jetzt nicht alle Beamten mit der Regel einverstanden: Etwa 67 Prozent wollen davon ausgeschlossen werden. Dabei beträgt die durchschnittliche Arbeitszeit für Südkoreaner 2.739 Stunden pro Jahr. Zum Vergleich: Ein typischer deutscher Arbeitnehmer arbeitet bei fünf Tagen in der Woche und acht Arbeitsstunden inklusive 30 Tagen Urlaub etwa 1.840 Stunden im Jahr. Erst kürzlich habe die südkoreanische Regierung bereits die Arbeitsstunden von 68 auf 52 Stunden in der Woche verkürzt, berichtet die BBC.

Autor des Artikels ist Oliver Nickel.

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