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Kampf um Marktzugang in den USA: Huawei verklagt Behörde FCC

Huawei. (Foto: Shutterstock)

Der chinesische Tech-Konzern Huawei verklagt die US-Behörde FCC. Damit will das von einem Boykott betroffene Unternehmen die letzten verbliebenen Kunden in den USA retten.

Der von einem umfassenden US-Boykott betroffene chinesische Telekomkonzern Huawei kämpft vor Gericht um seine letzten Kunden in den USA: kleinere Netzanbieter. Vor wenigen Tagen hatte die Regulierungsbehörde FCC entschieden, US-Mobilfunkanbietern, die noch mit Huawei zusammenarbeiten, die Fördermittel für den Netzausbau zu streichen. Dagegen legte Huawei jetzt Berufung ein, wie Bloomberg berichtet. Demnach beschwerte sich Huawei, dass es in den Prozess nicht eingebunden gewesen sei.

Nationale Bedrohung? Huawei sagt: Nein!

Außerdem wehrt sich der Konzern weiter dagegen, als nationale Bedrohung für die USA eingestuft zu sein. Die US-Regierung beschuldigt Huawei, für die chinesische Regierung zu spionieren. In diesem Zusammenhang ist der Tech-Konzern in den vergangenen Monaten schon mehrfach vor Gericht gezogen. Darüber hinaus wurde eine Marketingkampagne gestartet, die weitere Länder davon abhalten soll, ähnliche Schritte wie die USA zu gehen. Huawei streitet ab, ein verlängerter Geheimdienstarm von Peking zu sein.

Im März hatte Huawei eine Klage gegen die US-Regierung eingereicht, um gegen ein Verbot der Zusammenarbeit beim Netzwerkausbau in den USA vorzugehen. Die Anwälte argumentierten dabei mit einer möglichen Verletzung der US-Verfassung. In Paris klagte der Konzern gegen die Darstellung eines TV-Berichts, in dem Huawei enge Verbindungen zur chinesischen Regierung nachgesagt wurden. In Kanada zerrte der Konzern Behörden wegen der seiner Meinung nach unrechtmäßigen Verhaftung seiner Finanzchefin im Dezember 2018 vor Gericht.

Verluste geringer als befürchtet

Derweil sind die finanziellen Auswirkung des US-Boykotts auf Huawei deutlich geringer als erwartet. Im ersten Halbjahr 2019 machte allein die Smartphone-Sparte einen Gewinn von 1,55 Milliarden US-Dollar, was in etwa dem Gewinn dieses Bereichs im gesamten vergangenen Jahr entspricht. Den befürchteten Verlust aufgrund des Boykotts, den Huawei-Gründer Ren Zhengfei zuvor in Höhe von 30 Milliarden Dollar befürchtete, bezifferte der Konzern jetzt nur noch mit zehn Milliarden Dollar.

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