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Kannste knicken: So will Huawei das Problem von kleinen Smartphone-Displays lösen

Wer zeigt sein faltbares Smartphone zuerst  – Samsung (auf dem Bild ein Konzept des Galaxy F) oder Huawei? (Renderbild: Nieuwemobiel)

Huawei will nicht weniger, als das Smartphone zu revolutionieren: In weniger als einem Jahr will das Unternehmen ein Produkt auf den Markt bringen, mit dem das Problem zu kleiner Bildschirme gelöst werden soll.

Huawei, der derzeit zweitgrößte Smartphone-Hersteller der Welt, will binnen eines Jahres auf den Zug der Smartphones mit flexiblem Display aufspringen, erklärte Richard Yu, Chef der Huawei-Consumer-Business-Group, in einem Interview.

Huawei: Flexible Smartphones sollen Computer ersetzen können

Gegenüber der Tageszeitung Die Welt bestätigte Yu, die seit Monaten bekannten Pläne, ein Smartphone mit flexiblem Display zu bauen.

Yu zufolge würden viele Menschen immer noch zum Computer greifen, weil ihnen das Smartphone-Display zu klein sei. Das wolle man ändern: „Denkbar ist, dass sich ein Display ausklappen lässt“, erklärt Yu. Auf diesem Weg ließe sich mittels eines flexiblen Displays die Bildschirmdiagonale vergrößern. Man arbeite schon seit einer Weile daran, in weniger als einem Jahr könne man das Resultat begutachten.

Richard Yu, Chef der Huawei-Consumer-Sparte, will hoch hinaus. (Foto: Huawei)

Huawei versus Samsung: Wer bringt das erste Smartphone mit flexiblem Display?

Erste Patentskizzen eines faltbaren Smartphones von Huawei. (Bild: Lets Go Digital)
Erste Patentskizzen eines faltbaren Smartphones von Huawei. (Bild: Lets Go Digital)

Wann konkret Huawei das aufklappbare Smartphone präsentieren wird, ist ungewiss. Im April 2018 hieß es noch, es könnte schon in diesem Jahr gezeigt werden. Der 16. Oktober wäre etwa ein passender Termin - an dem Tag stellt das Unternehmen unter anderem sein neues Topmodell Mate 20 vor. Nach Richard Yus Aussagen werden wir das Gerät aber wohl erst 2019 zu sehen bekommen.

So könnte Samsungs erstes faltbares Smartphone aussehen
So könnte das Samsung Galaxy F aussehen. (Renderbild: Nieuwemobiel)

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Damit scheint der Branchenprimus Samsung im Rennen um das erste flexible Smartphone die Nase vorn zu haben. Das Unternehmen bestätigte Anfang September, dass man im Laufe dieses Jahres erste Details zum ersten faltbaren Smartphone liefern wolle.

An eine Zeit nach dem Smartphone glaubt Yu übrigens noch nicht:„Nach dem Smartphone kommt das Smartphone“, ist er überzeugt. Denn die Geräte würden eine immer größere Rolle im Leben der Nutzer einnehmen. „Es gibt kein Gerät, das persönlicher ist“, so Yu.  Die Geräte würden in jeder Lebenslage „der Schlüssel sein“ – sowohl bei der Arbeit, im Privaten als auch beim Bezahlen oder der Unterhaltung.

Huawei will mehr KI in Smartphones bringen

Abseits der Bestätigung des flexiblen Displays spricht Richard Yu auch über weitere Entwicklungen in Smartphones. So will das Unternehmen mehr KI in seine Geräte bringen. Derzeit dient künstliche Intelligenz in Smartphones wie etwa dem Huawei P20 Pro (Test) dazu, den User bei Foto-Aufnahmen zu unterstützen.

Der Kirin 980 ist laut Huawei der erste 7-Nanometer-KI-Chip mit doppelter NPU. (Foto:t3n.de)

Mit dem Kirin-970- und dem neuen Kirin 980-Chip besitzt Huawei schon zwei Prozessoren mit dediziertem KI-Chip, der Neural-Processing-Engine (NPU). Durch die Öffnung der NPU für Drittentwickler können diese etwa ihre Apps anpassen. Neben einer verbesserten Fotofunktion nennt Yu weitere Beispiele für den Einsatz von KI. Zu diesen gehören demnach neue Augmented-Reality-Funktionen (AR) und simultane Sprachübersetzungen in Echtzeit. Künftig sollen Gesprächspartner in ihren Muttersprachen sprechen können, das Smartphone übersetzt das Gesagte dann unmittelbar in die Sprache des Gegenübers.

Die nächste Mobilfunkgeneration 5G sei für Smartphones nach Ansicht Yus mehr „eine Evolution als eine Revolution“. Nutzer werden „auf jeden Fall mehr Spaß haben“. So würden die Echtzeit-Übersetzungen unter anderem auch möglich, „weil die Unterhaltungen blitzschnell mit sehr kurzen Antwortzeiten in die Cloud und zurück geschickt werden können“.

Bis 5G letztlich flächendeckend in Deutschland verfügbar sein wird, dürfte noch eine ganze Weile vergehen. Denn die Versteigerung der Frequenzen erfolgt Anfang 2019. Anschließend ist die Verfügbarkeit davon abhängig, wie schnell Netzbetreiber die Netze aufbauen.

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