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Kaspersky: Top-Sicherheitsexperte wird in Russland wegen Verrat angeklagt

(Foto: dpa)

Russische Behörden haben Ruslan Stoyanov festgenommen und ermitteln wegen Verrat gegen ihn. Der Cybercrime-Experte leitet die Untersuchungsabteilung bei Kaspersky.

Russland: Cybercrime-Experten wird Verrat vorgeworfen

Schon im Dezember 2016 wurde Ruslan Stoyanov, der Cybercrime-Untersuchungschef von Kaspersky Lab, in Russland festgenommen. Wie die russische Zeitung Kommersant berichtet, wird wegen Verrat gegen ihn ermittelt. Das Blatt bezieht sich dabei auf nicht namentlich genannte Quellen, die dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB nahe stehen sollen.

Nach Informationen von Kommersant wurde im Dezember auch Sergei Mikhailov verhaftet. Er war der Chef für Informationssicherheit beim FSB. Beide Männer sollen Geld von ausländischen Unternehmen erhalten haben. Weitere Details zu einem möglichen Verbrechen sind derzeit nicht bekannt.

Dem Kaspersky-Mann Ruslan Stoyanov wird Verrat vorgeworfen. (Foto: dpa)

Kaspersky bestätigt Untersuchung

Kaspersky bestätigt die Untersuchung gegen Stoyanov, weist jedoch darauf hin, dass aufgrund von Ereignissen gegen ihn ermittelt werde, die noch vor seiner Anstellung bei dem Anti-Viren-Hersteller stattgefunden haben. In einem Statement heißt es dazu: „Wir verfügen nicht über Details zu der Untersuchung. Die Arbeit des Untersuchungsteams von Kaspersky ist von diesen Entwicklungen nicht betroffen.“

Zwischen 2000 und 2006 hat Stoyanov für die Cybercrime-Abteilung des russischen Innenministeriums gearbeitet. Ab 2012 war er der Chef der Untersuchungsabteilung von Kaspersky. Auch in dieser Tätigkeit hat sich Stoyanov mit in Russland aktiven Cyber-Kriminellen befasst. Beispielsweise war er an einer Untersuchung beteiligt, die zur Festnahme von 50 Verdächtigen führte, die 45 Millionen US-Dollar von russischen Banken gestohlen haben sollen.

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