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EU verschärft CO2-Grenzwerte für Fahrzeuge – verzichtet aber auf Elektroauto-Quote

(Foto: Kichigin/Shutterstock)

Die EU-Kommission fordert schärfere CO2-Grenzwerte für Autos und Vans. Den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß will sie bis 2030 um 30 Prozent verringern. Eine verbindliche Elektroauto-Quote gibt es aber nicht.

Saubere Mobilität in der EU: Elektroauto-Quote durch die Hintertür

Eine direkte Elektroauto-Quote in der EU, wie sie noch vor Monatsfrist im Gespräch gewesen sein soll, kommt nun doch nicht. Stattdessen will die EU-Kommission die Vorgaben zur Reduktion des CO2-Ausstoßes von Autos und Lkw deutlich verschärfen – eine Art E-Auto-Quote durch die Hintertür. So deuten es zumindest Branchenbeobachter.

EU: Keine echte Elektroauto-Quote, aber schärfere Regeln für CO2-Ausstoß geplant. (Foto: Frank Gaertner / Shutterstock.com)

Dem am Mittwoch von der EU-Kommission vorgelegten Vorschlag zufolge sollen die durchschnittlichen CO2-Emissionen bei neuen Pkw und Lkw um 30 Prozent niedriger sein als 2021. In einem verbindlichen Zwischenschritt 2025 soll der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß um 15 Prozent gesunken sein. Ausgangspunkt ist das Ziel von 95 Gramm CO2 pro Kilometer ab 2021.

 „Es gibt keinen Weg zurück.“

„Der globale Wettlauf um die Entwicklung sauberer Autos ist eröffnet. Es gibt keinen Weg zurück. Doch Europa muss seine Angelegenheiten in Ordnung bringen, wenn es eine leitende und führende Rolle in diesem globalen Wandel einnehmen will“, erklärte Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klimapolitik und Energie. Die CO2-Maßnahmen seien zwar ambitioniert, aber kostenwirksam und durchsetzbar.

Halten Autobauer die Vorgaben nicht ein, fallen für jedes verkaufte Fahrzeug und jedes zusätzliche Gramm Kohlenstoffdioxid 95 Euro Strafe an. Zudem wird ein Überschreiten der von der EU-Kommission angedachte Quote von 30 Prozent Elektroautos und Hybriden ab 2030 mit einem Bonus belohnt. Wie dieser Bonus genau aussehen soll, steht aber nicht fest.

Elektroauto-Quote light: Keine Strafen bei Unterschreiten

Ein Unterschreiten der Quote soll dagegen keine Strafe nach sich ziehen, daher ist auch nicht die Rede von einer echten Elektroauto-Quote wie sie etwa China einführen will. Die EU-Kommission will den Ausbau der entsprechenden Infrastruktur aber finanziell fördern. 800 Millionen Euro sollen in den Ausbau von Ladestationen, 200 Millionen Euro in die Entwicklung von Akkus fließen.

Diese Elektroautos gibt es schon in Deutschland – oder sie erscheinen bald
Elektroautos im Überblick. (Foto: Citroen)

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Um den Ausbau der E-Mobilität in Deutschland vorantreiben zu können, fordern die Länder vom Bund höhere Investitionen als bisher geplant. Laut einem dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegenden Beschlussvorschlag Hamburgs für die aktuell stattfindende Verkehrsministerkonferenz soll ein „nationales Investitionsprogramm Mobilität“ mit einem jährlichen Volumen von fünf Milliarden Euro aufgelegt werden, wie dpa berichtet.

Dem Vorschlag zufolge sollen etwa 1,25 Milliarden Euro jährlich in die Umstellung öffentlicher Fahrzeugflotten auf Elektro- und Hybridantrieb gesteckt werden. Weitere 750 Millionen Euro sollen dem Ausbau der Ladeinfrastruktur und eine Milliarde Euro dem Bau umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsanlagen zugute kommen. 500 Millionen Euro wollen die Initiatoren zudem für die Elektrifizierung von Bahnstrecken nutzen.

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